Zeit für die erste Filmkristallkugel des neuen Jahres. Dieses Mal mit dem Eisenmann, dem Mann mit Peitsche und Hut und einem als Film getarnten Epilepsieanfall. Wie immer gilt: Das hier sind Gedanken zu Trailern von Filmen die mich interessierten und die in den nächsten drei Monaten in den USA anlaufen sollen. Nicht mehr, nicht weniger. Und Anspruch auf Vollständigkeit erhebe ich natürlich auch nicht.
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Inspired by a true story. Die einzigen fünf Worte, die noch schlimmer sind als “based on a true story”. Denn in diesem Fall heißt es: Hat mit dem, was mal wirklich passiert ist, gar nichts mehr zu tun. Nicht dass das für den Film schlecht sein muss, aber warum dann mit “verisimilitude” posen? Warum nicht einfach mal sagen: “Inspired by that card counting scene in Rain Man“?
Ist ja auch egal: Eine Gruppe junger, gutaussehender Mathegenies (wie man sich die Brut halt vorstellt) nimmt unter der Aufsicht von Kevin Spacey Casinos in Vegas aus, indem sie Karten zählen und gerät natürlich in arge Schwierigkeiten. Unter anderem mit der asiatisch-amerikanischen Community, weil man fast alle asiatischstämmigen Personen aus dem Sachbuch in europäischstämmige Weiße verwandelt hat. Hey, sorry Jungs, aber die Asienhorrorwelle hat gezeigt, dass für westliche Zuschauer alle Asiaten gleich aussehen. Stellt euch doch zu den Briten, die immernoch jammern, dass ihnen die Amerikaner das Erobern der Enigma-Maschine in U-571 abgesprochen haben. Hollywoodrassismus mal außen vorgelassen: Sieht ganz okay aus.
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88 Minutes
Als ich das Plakat zum ersten Mal sah, dachte ich ja fast, dass Carlito Brigante in Carlito’s Way doch irgendwie überlebt hat und jetzt ein Sequel gedreht wird. Dem ist dankenswerterweise nicht so. Stattdessen hat Al Pacino als zweifelhafter Polizeipsychologe in diesem 110 Minuten langen Film noch 88 Minuten zu leben, zumindest laut einem anonymen Anrufer. Keine Ahnung, ob die 88 Minuten im Film auch exakt 88 Minuten dauern, so wie in Nick of Time und sonderlich neu ist die Idee natürlich auch nicht, aber der Streifen könnte ein schönes Vehikel sein, in dem Al Pacino seine schauspielerische Stärke so richtig zur Geltung bringen kann. Zumindest hoffe ich das.
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10,000 B.C.
Oooooch, Wolfgang Roland Emmerich hat seinen Namen verloren und ist jetzt nur noch “the director of Independence Day und The Day After Tomorrow“. Und jetzt darf er Filme drehen, in denen ein primitiver Wilder mit meerblauen Augen gegen fiese Ägypter kämpfen darf, die schlecht computergenerierte Mammuts zum Pyramidenbau verwenden. Und nebenbei muss er sich noch gegen schlechtcomputergenerierte Säbelzahntiger (die aussehen, als habe man sie direkt aus dem Schlockbuster Sabretooth übernommen) und schlecht computergenerierte Terrorvögel zur Wehr setzen. Auffällig auch, dass man im Trailer jedweder Spur von Dialog aus dem Weg geht. Das sieht alles nicht gut aus, könnte aber durchaus lustig sein. Nur ziemlich sicher nicht lustig im Gegenwert von fast 8 Euro fürs Kino. Da kostet mich der Eintritt am Ende ja mehr, als die Macher für die CGI-Effekte ausgegeben haben…
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The Bank Job
Huuuh, spannend: Ein Film über eines der größten, ungeklärten Verbrechen der britischen Geschichte, angeblich unterfüttert mit streng geheimen Hinweisen eines Informanten über die wirklichen Gründe und Vorgänge rund um den Baker-Street-Bankraub von 1971. Ganz ehrlich: Sieht nach der Welt größtem Knäuel an Seemannsgarn aus, aber was soll’s. Ich mag es, wenn mir jemand ein gutes Garn spinnt. Und ich mag Heist-Filme. Der Trailer verspricht mir ein ziemlich gutes Exemplar der Gattung. Dann noch die Fakten in Betracht gezogen, dass das ein sehr britischer Film sein wird und Jason Statham die Hauptrolle spielt, und schon hat der Film hat mich an der Angel.
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Big Stan
Wow! Eine Komödie die nur darauf basiert, dass Rob Schneider Angst davor hat im Gefängnis in den Arsch gefickt zu werden? Ehrlich, Hollywood? Ehrlich? *sigh* Ich weiß nicht wovor ich mehr Angst habe: Dass Hollywood die Ideen total ausgehen, oder dass sowas rauskommt wenn man neue Ideen sucht. Oh, jetzt weiß ich es: Ich habe die größte Angst davor, dass Rob Schneider weiterhin Filme drehen darf. Wobei: Solange es Pubertierende jeden Alters gibt, wird es auch Filme von und mit Rob Schneider geben. Ich werde mich wohl dran gewöhnen müssen…
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The Chronicles of Narnia: Prince Caspian
Nach den Epigonen kehrt jetzt das Original zurück. Aber ein Frage an die Narnen (Narniesen?): 1300 Jahre später und ihr steckt immer noch im Hochmittelalter fest? Bah. Weckt mich wenn ihr mit richtiger Urbanisierung anfangt und die ersten Mechanismen erfindet oder Magie zu industriellen Zwecken nutzt. Im Ernst, ich würde den Film ja gucken, aber ich bin schon Christ. Die Special Effects und die Landschaftsaufnahmen sehen aber trotzdem verdammt genial aus.
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College Road Trip
Kinder, wie die Zeit vergeht. Raven-Symoné - die man damals in die Cosby Show geholt hat, als Keshia Knight Pulliam zu alt wurde um noch niedlich zu sein - ist inzwischen in ihren Zwanzigern, etwas mopsig und spielt jetzt in unnötigen Disney-Familienkomödien mit Martin Lawrence mit. Dann wiederum: Sind nicht alle Familienkomödien mit Martin Lawrence unnötig? Egal. Ich wollte das auch nur mal kurz festhalten. Weiter im Programm.
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Day of the Dead
Oh. Das Remake von Day of the Dead wird nicht an das Remake von Dawn of the Dead anknüpfen? Schade, denn ich empfand die 2004er Version als einen verdammt guten Zombie-Streifen. Vielleicht den besten seit Romeros Originalversion von Day of the Dead, die ich persönlich ja als heillos unterbewertet empfinde. Der Trailer zu diesem Film überzeugt mich noch nicht: Keine zombieüberlaufene Welt und kein klaustrophobisches Bunkersetting, sondern eine Kleinstadt in der die Zombieapokalypse gerade erst stattfindet? Und dann auch noch sooo viele Teenager. Ich bleibe zwar dabei, wenn man sich an die Grundlagen hält, dann kann man einen Zombiefilm ja fast gar nicht verbocken, aber das hier sieht so gar nicht nach dem aus, was ich mir von diesem Remake erhofft habe.
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Doomsday
Im ersten Moment dachte ich ja, dass das kein Trailer ist, sondern der Nachfolger des Musikvideos zu “Knights of Cydonia von Muse. Also, von wegen: Wieviele Anspielungen auf andere SciFi-Filme kann man hier unterbringen? Aber dem ist wohl nicht so, das meinen die durchaus ernst. (So wie sie’s auch durchaus ernst meinen, dass Rhona Mithra eine Hauptrolle in einem Film spielt der nicht Direct-to-DVD ist.)
Nach einem tödlichen Virusausbruch wurden alle Infizierten von den Engländern in Schottland interniert. (War das nicht so ähnlich schon der Plot von The Red Right Hand?) Damit haben wir schon sowas wie 28 Days Later und einen klaren thematischen Schwenker zu Escape from New York. Der Wagen in dem die Leute dann nach Schottland fahren sieht aus wie aus Aliens, das tribalistische Design und die Straßenkämpfe hat man sich aus Mad Max II: The Road Warrior abgeschaut. Und irgendwas habe ich sicher noch vergessen. Oh ja: Am Ende verwandelt sich der Trailer in einen Autowerbespot.
Und, ganz ehrlich: Ich finde das grandios. Wird das ein guter Film? Nein. Aber das hier hat jedwedes Potential dazu ein guter schlechter Film zu werden. Die Art, die mit Bier und den richtigen Mitguckern richtig Spaß macht. So wie Dead or Alive, Leprechaun IV, Escape from L.A. oder Boa vs Python. Mal gucken wann die DVD erscheint.
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Drillbit Taylor
Wie schon beim Oscar gesagt, schön dass Owen Wilson wieder da ist. Hoffentlich geht’s ihm besser. Ich mag die alte Penisnase ja irgendwie. Und die Grundidee gefällt mir eigentlich auch: Schüler engagieren einen Penner als Bodyguard. Der Trailer wirkt leider nur bemüht lustig, wobei mir die “Hello, fellow teacher”-Szene durchaus gefällt. Werde wohl auf die DVD warten.
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The Forbidden Kingdom
Die erste Zusammenarbeit von Jackie Chan und Jet Li (was sowas ist als wenn Schwarzenegger und Stallone damals in ihrer Glanzzeit zusammen einen Film gedreht hätten) und dazu noch ein bisschen A Chinese Ghost Story. Das verspricht mir großes Kung-Fu-Geschwurbel in tollen Lokalitäten, worauf ich mich wirklich freue. Aber hätte es die Rolle des unerfahrenen Milchbubis aus dem Westen als ahnungslosen Sidekick und Comedy Relief wirklich gebraucht? Davon wie stark die Rolle den Film dominiert, mache ich abhängig wie wahrscheinlich ein Kinobesuch für mich sein wird.
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Harold & Kumar Escape From Guantanamo Bay
Wow! Irgendwas muss im Krieg gegen den Terror so richtig schiefgelaufen sein, wenn das Thema inzwischen nicht nur in Dokus und Filmen wie In the Valley of Elah, Lions for Lambs oder Rendition angekommen ist, sondern sogar schon als Backdrop für neumodischen Cheech-&-Chong-Blödsinn mit unlustigen Trailern missbraucht wird. Vielleicht sollten wir den ganzen Blödsinn einfach abblasen.
Ach ja, das hier sieht nach einer typischen Stonerkomödie aus, die nur Leuten gefallen wird, die prinzipiell alles irre lustig finden, in dem ein Bong vorkommt. Wahrscheinlich nicht im Ansatz so abstrus oder unterhaltsam wie der echte Krieg gegen den Terror. Und zudem noch ein Beweis dafür, dass der “War against Drugs” offensichtlich verloren wurde. Muss nicht.
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Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Oh verdammt, Hollywood, warum? Ich hatte ein so schöne “meh”-Einstellung zum vierten Indy entwickelt. Harrison Ford ist alt, der Film kommt zwei Dekaden nach dem letzten Teil raus und es gibt keine Nazis. Das kann ja gar nichts werden. Und dann kommt der Trailer… und… und… und er ist… gar nicht mal so schlimm wie ich vermutet habe. Er ist sogar… fast schon… er ist… okay, er… ach verdammt, der Trailer ist gut und macht mir Lust auf den Film. Den jugendlichen Sidekick bräuchte ich nicht, aber Harrison Ford als Indy macht den gewohnt lakonischen Eindruck, die CGIs sehen gar nicht mal so schlimm aus, die Action scheint handfest zu sein und die fiese Russenbitch könnte als Gegner vielleicht sogar Naziniveau erreichen. Naaaa toll. Jetzt freue ich mich doch richtig auf den Film. Wahrscheinlich nur damit mir Lucas und Spielberg einmal mehr das Herz rausreißen können (um es dann Khali-Ma zu opfern). Wirklich Jungs, enttäuscht mich dieses Mal bitte nicht. Okay?
Bizarr allerdings die Änderungen, die man via CGI am amerikanischen Trailer vorgenommen hat. Da hat man die MGs der Wachen wegretuschiert (für Spielberg nichts Neues), dafür aber zeitgleich - feel the pathos! - eine amerikanische Flagge in eine Szene reingesetzt. Ganz ehrlich, was soll denn der Blödsinn? Den flaggenfreien, bewaffneten Trailer kann man hier angucken.
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Iron Man
Oh, F*@% Yeah! Iron Man: In den Händen eines fähigen Autors einer der besten Zweitligaspieler des Marvel Universums. Einfach weil hier das Alter Ego um einiges interessanter ist als bei den meisten anderen Superhelden. Klar, den Milliardär als Superheld gibt es schon in Bruce Wayne, aber der ist kein alkoholkranker, zynischer Waffenfabrikant mit ‘nem Herzschrittmacher. Und den Part scheint Robert Downey, Jr. (gutes Casting!) hier verdammt überzeugend zu geben. Könnte endlich mal ein Superheldenfilm werden, bei dem mich die Origin nicht langweilt, weil ich schon aus den Comics weiß, was alles passieren wird.
Und sie haben sogar die alte Iron-Man-Rüstung aus seinem ersten Auftritt im Jahre 1963 in den Film eingebaut. Sehr cool. Bonuscool: Samuel L. Jackson spielt Nick Fury (Agent of S.H.I.E.L.D.), nachdem ihn Mark Millar in The Ultimates schon seit einiger Zeit so zeichnen ließ, als wäre er Samuel L. Jackson. Ich mag ihn zwar in der einäugigen Weißbrotversion lieber, aber trotzdem: Nick Fury. Nifty. Der Trailer sieht in jeder Hinsicht so aus, als wenn das hier einer der besten Superheldenfilme werden könnte, seitdem die Superheldenfilmwelle begonnen hat. Ich freu mich drauf.
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Kiss the Bride
Bevor ihr den selben Fehler macht wie ich und euch den Trailer anguckt (inklusive einer Szene wo ein Kerl auf dem Klo zwei andere Typen in einer kompromittierenden Stellung erwischt und glaubt sie wären schwul… oh the fun never ends in Hollywood, does it?): Hier ist was die Wiki zu dem Film zu sagen hat.
Kiss the Bride is an upcoming romantic comedy, directed by C. Jay Cox, scheduled for a limited release in April 2008. It stars Tori Spelling…
Danke, reicht schon. Next!
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Leatherheads
George Clooney schreibt, produziert, regieführt und hauptrollt eine romantische Sportkomödie, die im American-Football-Milieu der 1920er spielt. Verdammt noch eins, irgendwie wird sich Georgeboy diesen Regieoscar schon noch holen, und wenn es das letzte ist was er tut. Der Trailer ist derweil ein seltener Erfolg: Der Romanzenteil wirkt charmant, der Komödienteil wirkt amüsant und die Sportszenen sehen gut gefilmt aus. Und obwohl ich Michael Clayton eher mäßig fand, vertraue ich Mr. Clooneys Fähigkeit gute Filme zu machen auch weiterhin. Werde ich mir wohl im Kino angucken.
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The Midnight Meat Train
Basierend auf einer Kurzgeschichte von Clive Barker, umgesetzt von Ryuhei Kitamura. Photograph gegen Serienkiller in der U-Bahn. Sieht rostig, blutig, klaustrophobisch und nicht unspannend aus. Und ich freue mich ja über jeden Horrorfilm, der nicht dem Genre “Asiageisterhorrorremake” angehört. Vielversprechend.
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Prom Night
Ich frage mich ja, wie Hollywood immer auf diese verwegenen Ideen kommt. Also Ideen wie: “Hey, erinnert ihr euch noch an diesen 1980er Horrorfilm mit Jamie Lee Curtis und Leslie Nielsen? Warum drehen wir den nicht nochmal.” Alle üblichen Slasherfilmzutaten sind vorhanden: Gutaussehende, aber hohle Teenager und ein Slasher. Was ich am Trailer mag, ist dass er fast bis zur Hälfte so wirkt, als wäre das hier ein regulärer Collegefilm. Was ich am Trailer nicht mag, dass er mir einen verflixt überraschungsarmen und blutleeren Streifen verspricht. Was auch daran liegen könnte, dass der Film es geschafft hat sich für ein PG-13 Rating zu qualifizieren. PG-13 für einen Slasherfilm? Ganz im Ernst Hollywood, wie kommst du immer auf diese verwegenen Ideen? Man kann ja über die Achtziger sagen was man will, aber zumindest hat man damals mit Horrorfilmen im Kino noch nicht explizit Kinder anlocken wollen…
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Repo! The Genetic Opera
Eine Firma stellt künstliche Organe her und holt sie sich dann - gewaltsam - von den Kunden wieder, die nicht bezahlen können? Klingt nach einem SciFi-Film den es prinzipiell schon mal gab, der aber durchaus unterhaltsam sein könnte. Sogar damit, dass es ein Musical ist, könnte ich mich vielleicht - trotz meiner musicalophoben Grundhaltung - arrangieren. Hat ja bei Sweeney Todd auch geklappt. Aber ein Düsterrockmusical? Hey, ich bin ja musikalisch sehr tolerant: Aber dieses hochnotschrille Tarja-Trullala krazt bei mir doch meist schon in der Mitte eines einzigen Liedes an den Nerven. Wie soll ich sowas dann erst einen ganzen Film durchhalten? Könnte aber den Freunden dunkelbunter Musik und fetter Clownsschminke im Gesicht vielleicht interessant erscheinen.
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The Ruins
Ein Horrorfilm der von der Machart her ein wenig aussieht wie The Descent mit einer Aztekenpyramide. Basierend auf einem Buch das ich noch nicht gelesen, von dem ich aber bisher nur Gutes gehört habe. Der Teaser verrät mir fast nichts über den Film, macht mir aber trotzdem Lust darauf den Film zu sehen. A jorb well done.
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Der Rote Baron
Und wieder einmal beweisen wir Deutschen, dass wir nicht gewillt sind aus der Geschichte zu lernen. Hey, ich mag fast alles was mit dem Luftkampf im Ersten Weltkrieg zu tun hatte. Ich hab’ das Spiel gespielt, ich hab den Corman-Film gesehen, ich kenne sogar die Blackadder-Episode.
Und ganz ehrlich: Die Luftkampfszenen im Trailer sehen sehr opulent aus, der unfähige Kaiser Krüppelfinger hat einen Gastauftritt, was kann da schief gehen? Oh ja! Wir haben die grandioooose Idee einen Kriegsfilm mit einer Romanze zu kombinieren. Weil die Genres Kriegsfilm und Romanze ganz natürlich zusammenpassen. Das hat sich ja historisch in Hollywood bewehrt. Und dann betont der Regieschnösel auch noch, dass er gar keine Lust auf eine historisch korrekte Umsetzung hat und sich auf das konzentriert, was das Publikum heute so interessiert.
Wer aus der Geschichte nichts lernt, der ist verdammt sie zu wiederholen. Ich habe aus Pearl Harbor gelernt und werde passen.
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Semi-Pro
Will Ferrell. In einem Sportfilm. Wieder mal. Dieses Mal in den Siebzigern. Als Basketballspieler und -coach. Mit einem Whitefro. Will Ferrell ist der Teil des Frat Packs, der mir eigentlich am egalsten ist und genau so sieht diese Komödie auch wieder aus: Egal. Könnte sicher 90 Minuten füllen, wenn gerade nichts anderes in der Glotze läuft, sieht aber auch nicht nach etwas aus, dass ich im Kino oder auch nur auf DVD frequentieren muss. Zumindest ein guter Soundtrack sollte dabei rauskommen. Immerhin.
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Sex and the City: The Movie
Uh, uh, uh! Endlich! Der Sex and the City-Film! Und Carrie wird Mr. Big heiraten und… oh Moment. Das ist Sex and the City, eine Serie von der ich nicht eine Folge gesehen habe, weswegen mir auch der Film schnurzpiepegal ist. Mein Fehler.
Aber wo ich eh schon aufgeregt bin: Das hier ist der Teaser, der eigentlich gar nichts zeigt und mich trotzdem wie ein kleines Schulmädchen in Vorfreude auf einen Film verfallen lässt, der erst in einem Jahr rauskommt. Und das, obwohl ich mich von dem Franchise losgesagt hatte. Curse you, J.J. Abrams.
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Shine a Light
Martin Scorsese dreht einen Film über eine Gruppe Rentner, die sich beweisen wollen, dass sie noch einmal einen Konzertsaal rocken können. Beeindruckend ist hier besonders das Make-Up, auch wenn man vielleicht ein bisschen dick aufgetragen hat. So steinalt sieht doch kein echter Mensch au… was? Oh! Das ist ein Konzertfilm über die Rolling Stones. Uh, verdammt ist Mick Jagger alt geworden. Besonders wenn man die reingeschnittenen Interviewsequenzen aus den Sechzigern sieht. Vom Rest der Kapelle mal ganz zu schweigen. Wird Keith Richards eigentlich noch legal als Mensch klassifiziert? Und würde irgendjemand den Unterschied bemerken, sollte er sich spontan in einen Zombie verwandeln?
Ich schweife arg ab: Musikalisch sind die Stones nicht unter meinen Lieblingskapellen verzeichnet, aber es ist auch nicht so, dass ich aktiv etwas gegen ihre Musik hätte. “Sympathy for the Devil” ist sogar ein verdammt feines Stück. Und Scorsese mag ich auch. Gut möglich, dass ich mir das hier angucke. Hey, sieben Euro für’s Kino ist immer noch einen guten Meter billiger als ein paarhundert Ecu für ein Konzertticket.
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Shutter
Sagt bescheid, wenn euch hier irgendwas bekannt vorkommt: Amerikanisches Remake von asiatischem Geisterhorror. Ist nötig weil der durchschnittliche westliche Zuschauer die verschiedenen asiatischen Darsteller nicht unterscheiden kann. Heute: Ein thailändischer Film in dem es um Geisterphotographie geht. Wie bei allen Filmen aus dieser Welle halte ich das mal für dezidiert unnötig und warte weiter auf den Moment, wenn sie endlich bricht und zurückrollt. Bis dahin werde ich solche Filme wie Shutter mal geziemt ignorieren.
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Sleepwalking
Der Trailer verspricht ein dick besetztes “Lebe dein Leben!”-Melodram, unterlegt mit bedeutungsschwangerer Musik und angekündigt von der ernsten, einfühlsamen “relevanter Film”-Stimme. Vermutlich nicht schlecht, aber einfach nicht mein Genre.
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Speed Racer
Oh hey, die Wachowskis sind zurück. Von Hollywoods Wunderknaben zu den meistgehassten Kindern in Tinseltown innerhalb von zwei Filmen. Nicht schlecht. Jetzt trauen sie sich an Speed Racer und bringen ihre alte Affinität für Computereffekte mit. Da ich die Animeserie nie wirklich aktiv verfolgt habe, werde ich hier einfach nur den Trailer kommentieren. Und, wow, der ist sicher… schnell und bunt. Erinnert mich irgendwie an Extreme G fürs N64, damals.
Aber das ist in diesem Fall nichts Schlechts: Denn das Bunt im Trailer sieht nach einem sehr stylishen Bubblegum-Bunt aus, und mit der Art Direction kann ich mich sogar anfreuden. Falls sie keinen epileptischen Anfall bei mir auslöst. Das sieht auf eine große, irrsinnige Art und Weise verdammt schick und ziemlich unterhaltsam aus. Speedlines in einem Realfilm? Warum denn nicht. Und: Anders als bei The Matrix wird von den Wachowskikowskys hier nicht erwartet, dass sie das größte philosophische Werk herausbringen, seit Hegel damals Kant in der siebten Runde auf die Bretter schickte. Simple Unterhaltung reicht hier schon. Das könnte ihnen gelingen. Und falls nicht. Eine alternative Realversion der Materie gibt es ja schon.
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Stop-Loss
Wenn selbst MTV inzwische sozialkritische Filme über den Irakkrieg dreht, dann darf man den Konflikt im Zweistromland vielleicht so langsam wirklich als massiven Fehlschlag und das Vietnam unserer Generation bezeichnen. (Wobei der zumindest billiger war.) Hier wird die stop-loss policy der US Army thematisiert und ganz im ernst, nach dem etwas fragwürdigen Start (Irak-Action unterlegt mit “Bodies” von Drowning Pool) sieht das doch ziemlich brauchbar aus. Scheint thematisch in Richtung Deer Hunter zu gehen und sich mit den Problemen an der Heimatfront zu beschäftigen. Kimberly Peirce hat jedenfalls mit ihrem letzten Film Boys Don’t Cry (sic: die Dame hat keinen anderen Film gedreht in den letzten neun Jahren) bewiesen, dass sie emotionale Themen einfühlsam auf die Leinwand bringen kann. Sieht vielversprechend aus.
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Street Kings
Forest Whittaker, Hugh Laurie und die Mundwinkellähmung von Keanu Reeves in einem Cops-versus-Gangstaz-Streifen, der im Trailer ganz ordentlich einen auf dicke Hose macht. Eigentlich macht der Trailer ein bisschen zu bemüht einen auf “bad ass”, was mich normalerweise abschreckt. Aber das Kreativteam hinter dem Streifen kann sich sehen lassen. James Ellroy hat einen Haufen verdammt dreckiger, aber keineswegs schlechter Romane verfasst und David Ayer hat Training Day geschrieben (dann wiederum: S.W.A.T. stammt auch aus seiner Feder). Könnte also durchaus mehr werden als hohles Actiongeschleime (nicht dass damit irgendwas verkehrt wäre). Stilistisch macht der Trailer auf jeden Fall so einiges her.
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Superhero Movie
Gut, es war wohl beim noch immer anhaltenden Superheldenfilmwahnsinn und dem ebenfalls immer noch anhaltenden Filmparodienparodiewahnsinn nur eine Frage der Zeit bis eine Superheldelfilmwahnsinnsparodie in die Kinos kommt. Das Gute daran: Die Parodie wird nicht von den Verbrechern gedreht, die hinter Epic Movie oder Meet the Spartans stecken, sondern von David Zucker, Robert K. Weiss und Craig Mazin. Das spricht zwar immer noch nicht für einen guten, aber zumindest für einen nicht unerträglichen Film. Zucker, Weiss und Mazin haben sich eine Komfortzone geschaffen, die sie nicht verlassen und in der sie nichts riskieren: Die Körperfunktionswitze und die sexuelle Innuendo nicht überhand nehmen, irgendwo Leslie Nielsen auftauchen und ansonsten immer fröhlich Menschen gegen Gegenstände laufen lassen, denn Physical Comedy geht immer. Hey, die Nagelpistolenszene hat mich zum Schmunzeln gebracht. Schön dass ihr was gefunden habt, dass euch glücklich macht, Leute…
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What Happens in Vegas…
Haha! Dieses Mal habe ich den Wikitext gelesen bevor ich den Trailer angeguckt habe:
What Happens in Vegas… is a 2008 comedy film from 20th Century Fox starring Cameron Diaz and Ashton Kutcher.
Danke, reicht schon. Next! … Der Fairness halber: Ich habe mir den Trailer trotzdem angeschaut. Sieht als Ehekriegskomödie gar nicht mal so unlustig aus, wie ich im ersten Moment vermutet hätte. Könnte trotz sogar ganz unterhaltsam sein, wenn man einen Film ertragen kann der nicht nur Cameron Diaz sondern eben auch noch Ashton Kutcher in der Hauptrolle hat. Okay, wenn ich es recht überlege muss das hier der lustigste Film aller Zeiten werden um das diabolische Duo zu rechtfertigen.