Your Money @ Work: Frontal21, GEZ

Frontal 21

Den Anfang der “Your money @ work”-Woche machte (mal wieder) Frontal 21. Weil ja gerade in Leipzig diese ominöse Games Convention ist, sind die meisten vernerdeten Blogger derzeit dort unterwegs und versuchen sich die nächste Konsolengeneration doch noch schön zu saufen. (”Wenn ich blau bin, dann sind die Welten der PS3 gar nicht mehr so braun.”) Eine ideale Gelegenheit also für die Jugendverschützer vom Zweiten mal wieder Rainer Fromm einen professionellen und wertneutralen Bericht zum Thema “Killerspiele” aufsetzen zu lassen. Und zwar ohne dass einem gleich eine ganze Reihe böser Blogger an den Karren fährt.

Wussten Sie, dass das stundenlange und tägliche Computerspielen das Sehvermögen verbessern soll? Das wollen britische Forscher herausgefunden haben. Die Zahl der Studien zu Computerspielen ist so unübersehbar wie der herausgefundene Unsinn. Wes Geld ich nehm, des Spiel ich spiel. Es geht schließlich um einen Markt, in dem Milliarden verdient werden. Da ist „zwei Experten - drei Meinungen” ganz hilfreich.

So die Anmoderation von Theo “Wenn ich mal richtig crazy bin, krempel ich mir auch die Ärmel hoch” Koll. Okay, bis hierhin könnte das ganze sogar noch ein guter Bericht werden. Denn man kann wohl ziemlich sicher sein, dass sich auch die Videospieleindustrie gerne mal dem ein oder anderen Forscher ein paar Forschungsgelder zuschiebt, sofern der garantieren kann, dass die Ergebnisse am Ende dem eigenen Interesse entsprechen. Das ist ja nun wirklich kein neues Konzept. Man betrachte auch die allseits beliebten Klimawandelsstudien der Ölindustrie. “Eher entlastende Analysen“, weiß Koll zu berichten, “kommen gerne mal von der Fachhochschule Köln. Und die wird gerne von der Computerspieleindustrie unterstützt.

Interessant nur, dass die 21er von Frontal wohl nicht sehen können, dass dieses “des Lied ich sing”-Spielchen auch als Kanon funktioniert und bestimmten Forschungsinstituten vielleicht deshalb an primär negativen bis apokalyptischen Ergebnissen gelegen ist, weil sie so kostenlose Publicity im Fernsehen und damit die Aussicht auf mehr Fördergelder erhalten. Vielleicht bin ich aber auch nur zynisch und verbittert. Ah, es ist übrigens wissenschaftlich auch nur sehr schwach erwiesen, dass man mit dem Zweiten tatsächlich besser sieht. Solche Ergebnisse kommen meist von der Berufsfachschule Mainz und… a-hem…

Der Bericht startet dann mit dem nie altwerdenden Elternschreck GTA - San Andreas (ich glaube, bestimmte Fernsehleute erwarten Teil IV mehr als so mancher Hardcoregamer) und dem ewigen “wer hat das denn gekauft”-Klassiker Sniper Elite, in dem man - schockschwerenot - “tödliche Präzisionsschüsse” abgeben muss. Dinge gibt’s. Damit leitet man über auf die neueste Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachen und dem größten Rockstar unter den deutschen Wissenschaftlern seit Heisenberg sich tot gesoffen hat: Dr. Pfeiffer.

Womit wir wieder bei der Anmoderation wären. Böse Stimmen würden behaupten: “Die Zahl der Studien zu Computerspielen ist so unübersehbar wie der herausgefundene Unsinn. Wes Geld ich nehm, des Spiel ich spiel. Es geht schließlich um einen Markt, in dem Milliarden verdient werden.” Aber das hier ist natürlich das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Tendenziöse oder gar unseriöse Berichterstattung geht da natürlich gar nicht. Also, gleich weiter im Programm und zu Dr. P.

Ein absolutes Highlight ist dessen nun folgende Aussage:

In Verbindung mit anderen Belastungsfaktoren - prügelndes Elternhaus, mobbende Mitschüler, dass man Außenseiter wird, dass man nicht selbstbewusst mitten im Leben steht - bedeuten Computerspiele das Aufzeigen einer Handlungsalternative, die einem sonst gar nicht in den Sinn käme.

Hallo? Zett De Eff? Denkt bei euch auch jemand mit, ehe ihr die Berichte ausstrahlt? Also, der Mann darf - unwidersprochen - erzählen, dass bestimmte Schüler besonders gefährdet sind. Nämlich Schüler die von den Eltern verprügelt und von anderen Mitschülern gemobbt werden. Das heißt: Diese Gruppe erfährt in realitas Gewalt durch das Elternhaus und durch seine Mitschüler. Diese Gruppe erfährt Gewalt durch zwei andere Gruppen, die wahrscheinlich nicht so exzessiv spielen wie sie selber.

Und da wollt ihr mir erzählen, eine Person die im realen Leben konstanter Gewalt ausgesetzt ist, würde nie auf den Gedanken kommen selbst Gewalt anzuwenden, wenn ihr die Videospiele das Mittel nicht verraten würden? Mal abgesehen von dem Zynismus, dass “prügelndes Elternhaus” und “mobbende Mitschüler” nur als “andere Belastungsfaktoren” gelten? Sorry, das Brot kauf ich euch so nicht ab, da fress ich lieber Kuchen. Andere Studien, nicht nur von der Fachhochschule Köln, deuten darauf hin, dass das reale Erleben von Gewalt selbst gewalttätig macht. Aber das ist möglicherweise nur ein fieser Trick der Videospieleindustrie, y’know?

Der Markt boomt. Insgesamt stieg der Umsatz mit PC-Spielen und Konsolen in Deutschland vergangenes Jahr auf fast 1,8 Milliarden Euro. In den Hitlisten finden sich besonders brutale Spiele

Halb richtig. Brutale Spiele machen einen Großteil des Marktes aus. Bleiben zwei Fragen: Werden diese Spiele primär von Kindern oder Erwachsenen gekauft (der Bericht insinuiert, dass ersteres der Fall wäre)? Und: Ist es nicht so, dass der derzeitige Boom des Videospielemarktes nicht daran liegt, dass Gewaltspiele sich so gut verkaufen, sondern eher daran das man endlich anfängt Casual Gamer ins Boot zu holen, die statt einer ausgedehnten Marathonsitzung Medal of Heroes: Earned to Hill 2.0 lieber Partyspiele wie Mario Smash Football, Wii Sports, Mario Party oder Guitar Hero spielen? Vielleicht war der Bericht aber auch einfach zu kurz für eine ausführliche Marktanalyse. Das holt ihr doch sicher nach, oder?

Anschließend erklärt ein Mensch der Schulberatung Bayern, dass Videospiele bei Kindern und Jugendlichen “starke Hassgefühle” konditionieren, die die Jugendlichen weiterhin in ihrem Verhalten prägen. Dazu kann ich jetzt nichts sagen. Ich bin zwar Wissenschaftler, aber nur Doktor der Parapsychologie. (Nicht die Strahlen kreuzen.) Ich stelle daher nur die Frage, bis zu welchem Grade Hass auch auf andere Art aufgebaut wird und ob Videospieler mehr oder weniger Hassgefühle entwickeln als andere aggressive Jugendliche, die nur selten zocken. Ernst gemeinte Fragen, die ich gerne beantwortet hätte.

Und natürlich die alte Frage: Wieso gucken und zocken Kinder schon im “Grundschulalter” sowas? Sicher, Eltern können nicht alles wissen, was ihre Kinder tun, wir haben auch Wolfenstein gespielt als wir in der fünften Klasse waren… aber die kleinen Viecher sollten da doch trotzdem noch gar nicht drankommen. Und: Wenn sie jetzt schon an das Zeug drankommen, was bringt es dann Spiele und Filme zu verbieten, die bisher schon nur Erwachsenen zugänglich sind? Letzte Frage: Hat man die Statistik lügnerbereinigt? Ich und meine Kumpels haben uns schon in der Grundschule - weil wir nicht zugeben wollten, dass wir so cool nicht sind - Jahre lang angelogen welche unglaublich brutalen Filme wir schon gesehen hatten. Aber, damit man mir das nicht vorwirft: Das wäre ein Generalisieren des Einzelfalls. Vielleicht ist das heute ja anders.

Danach darf ein EA-Mann ein wenig Propagandasprech absondern (zusammengefasst: “Videospiele machen schlau, fähig und total irre sexy. Supermodels werden mit dir schlafen wollen, wenn du EA-Spiele zockst.”), den man auf Seiten der Frontal-Redaktion dann mit einem zynischen “Spiel frei!” abschießt. Okay, fair game. Das PR-Blabla hat das verdient. Nur: Jetzt kommt ein Kommentar eines Wissenschaftlers der kritisierten Kölner Fachhochschule:

Intensiv Spielen ist etwas, was sozusagen sehr human ist. Sich auf eine Sache einlassen - wir können nicht sagen, die können sich nicht mehr konzentrieren: Beim Spielen tun sie das.

Der wird auch abgeschossen mit einem zynischen “Spiel frei!”.

Wer aufgepasst hat, dem fällt hier wieder ein Beispiel dafür auf, wie man eine Meinung beim Zuschauer schaffen kann, ohne dass dieser das merkt. Zuerst kommt ein offensichtlich unsinniger Kommentar der Videospielelobby, dem mit einer schnoddrigen Erwiederung der Wind aus den Segeln genommen wird. Dem folgt ein - meiner Anischt nach gar nicht mal so unsinniger - Kommentar der FH Köln, dem mit dem selben schnoddrigen Kommentar der Wind aus den Segeln genommen wird. Obwohl er nicht so unsinnig wirkt wie die PR-Blase von Electronic Arts, wird er damit auf das gleiche Niveau von “das müssen wir nicht ernst nehmen, das ist der gleiche PR-Blödsinn” gestellt. Weil man die Aussage ja mit dem selben ironischen Spruch entwertet. Fieses Stilmittel, ZDF. Denn die Idee, dass intensives Spielen etwas sehr menschliches ist, das ist auch außerhalb der Videospieleindustrie durchaus verbreitet: Johan Huizingas Homo Ludens, anybody? Achja, die offizielle Antwort auf diesen Teil meines Posts von Seiten des Zweiten wäre: Spiel frei!

Kritisch kommentiert wird von Frontal 21 auch folgende Aussage:

Aber dass das, was dort gelernt wird, einen unmittelbaren Transfer in die reale Wirklichkeit hat, im Positiven nicht und im Negativen auch nicht, das denke ich, ist Stand der bisherigen Forschung.

Was mich wieder zu einer Frage kommen lässt, die ich oft stelle: Akzeptiere ich jetzt mal die Studie aus dem niedersten aller Sachsen, dann wird also Gewalt am Bildschirm gelernt und sofort in die Realität umgesetzt. Direkte Transferleistung. Fein. Aber: Muss man dann nicht im Gegenzug auch anerkennen, dass es positive Transferleistungen ebenfalls geben müsste? Utilitaristisch anerkennen, dass man meist selbst davon profitiert, wenn man anderen hilft (Stufenaufstieg, zusätzliche Items, et cetera)? Oder dass Uneigennutz sich meist auszahlt (geretteter Charakter hilft dem Spieler später im Spiel)? Oder auch nur, dass mancher Spieler selbst dann den “guten Weg” spielt, wenn ihm das Spiel einen “bösen Pfad” anbietet?

Nun erwähnt man - und es ist gut, dass man das erwähnt - dass die FH Köln von Videospieleherstellern gesponsort wird. Sowas sollte man wissen, ehe man sich auf deren Studien stützt. Wobei mich die Aussage irritierte: “Zu den Geldgebern gehört auch ein Hersteller besonders brutaler Spiele. Das ist für manche Wissenschaftler am Institut unerträglich.” Um, Rockstar Games? Electronic Arts über Bande? Midway? Was zeichnet ein besonders brutales Videospiel aus? Und wie viele der Wissenschaftler am Institut sind “manche”?

Das ZDF folgert dennoch absolut korrekt: “Wissenschaft dürfe nicht den Interessen der Industrie dienen.” Das unterschreibe ich absolut. Sobald wir deutlich machen, dass Industrie nicht nur die Zockbranche ist, sondern auch Film, Funk, Presse und Fernsehen sein können, die nicht selten den Instituten am meisten Aufmerksamkeit schenken, die die dramatischsten Ergebnisse hervorbringen. Übrigens nicht nur in Sachen Videospiele. Das Strickmuster findet man auch bei Katastrophenszenarien wie Klimawandel, Virologie oder potentieller Schaden durch bestimmte, neue Technologien. Denn, Kernaussage dieses Posts, in die andere Richtung läuft das Spiel ebenfalls.

Für Professor Pfeiffer und andere Wissenschaftler aber haben die Kollegen in Köln ihren guten Ruf verspielt.

Den ersten Teil des Zitats lasse ich mal total unkommentiert stehen. Beim zweiten Teil: Welche “anderen Wissenschaftler”? Wer? Namen und Zitate, bitte. In der Wiki käme man mit solchen Wieselworten auch nicht davon. Achja, auch nur total unkommentiert stehen lassen, werde ich folgendes Zitat von Professor Pfeiffer, dass mir zumindest eines zeigt… der Mann ist sicherlich der selbstironischste Party-Doktor der Republik. Anders als das ZDF, das total merkbefreit sein dürfte, wenn ihm die Ironie in der folgenden Aussage nicht auffällt. Ein Brüller:

Sie haben ihre Glaubwürdigkeit eingebüßt, wenn sie ihr Geld von denen beziehen, die ein Interesse daran haben, dass solche Art von Computerspielen verharmlost werden. Also von daher kann sie wissenschaftlich niemand ernst nehmen. Das Bedauerliche ist aber, dass Schulen und Eltern das ja nicht wissen.

Gibt es noch etwas zu sagen? Oh ja, Theo Koll darf ja noch mit total betroffenem Blick abmoderieren:

Während die Innenminister von vier unionsregierten Bundesländern mittlerweile ein komplettes Verbot von Killerspielen fordern, schlägt der Kulturrat jetzt vor, dass Computerspiele, genau wie Filme, staatlich gefördert werden sollten. Will sagen - dies war nicht der letzte Beitrag zum Thema.

Wer aufmerksam war, der merkt dass die Unionspolitessen von “Killerspielen” sprechen, während der Kulturrat von “Computerspielen” im Allgemeinen redet. Aber für Frontal 21 besteht da wohl kein Unterschied: Alles ein und die selbe Grütze. So wie es ja auch keinen Unterschied macht, ob man nun von Saw III und Hostel IV oder von Citizen Kane und Das Siebente Siegel redet. Gleiches Medium, darum alles gleichermaßen Böse. Denn bekanntermaßen ist ja das Medium die Message. Den letzten Satz von King Koll sehe ich derweil als Drohung an: Und wenn ich für meine gesetzlichen Rundfunkgebühren sonst nichts bekomme, zumindest zu einem Magengeschwür wird mir das Zett, das De, aber ganz besonders aber das Eff verhelfen.

Danke, Fernsehen.

Nachtrag - Wollen Sie mehr wissen?

*Ein ernstes Danke an Thomas Knüwer.
*Arkion zum selben Thema.


GEZ

Na, gemerkt: Ich schrieb im vorletzten Absatz von “gesetzlichen Rundfunkgebühren”. Das hat, Sie werden es schon mitbekommen haben, einen Grund. Die GEZ möchte wegkommen vom fiesen Image als Datenkrake und als das gesehen werden, was sie schon immer war: Ein sympathischer, menschlicher, volksnaher, perwollweicher Kuschelriese der am liebsten Regebögen aufhängend und Feenstaub schmeißend durch die Länder hüpft, während er ein fröhliches Liedchen auf den Lippen hat und ihm niedliche Disney-Vögel um de Kopf schwirren. Und wie schafft der Laden das? Mit der altbewährten Kuschelmaxime: Und willst du nicht mein Bruder sein, dann klag ich dir den Schädel ein.

Die GEZ mahnte nämlich das Portal Akademie.de ab. Ich werde das Portal, das mir bis gestern gänzlich unbekannt war, nicht verteidigen. Eben weil ich es nicht kenne und sowas schnell zu ziemlich peinlichen Situationen führen kann. Dieser Schutzreflex der Blogosphäre ist zwar sympathisch, aber mir fehlen da einfach die Details für eine echte Meinung über die Abmahnung.

Nur die Argumentation der GEZ betreffs eines Teils der Abmahnung, die werde ich trotzdem mal kritisch hinterfragen. Der ongelinte SPIEGEL hält fest, dass die GEZ in 32 Punkten Kritik an Akademie.de übt. Davon wurden zwei Punkte besonders öffentlich gemacht. Diese zwei Punkte kann man bezeichnen als: Linguistisches Schattenboxen.

Unter anderem monierten die Gebühreneinzügler, dass Akademie.de den Begriff “GEZ-Gebühren” benutzte, den es aber gar nicht gäbe. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Dass der Begriff zu dem Zeitpunkt schon über 200.000 Mal im deutschsprachigen Internet zu finden war, das ist dabei ganz egal. Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder Sprache so benutzen darf wie er will. Nicht umsonst hat sich der Staat die Deutungshoheit über die Sprache vom Duden mühsam zurückgeholt, da kann doch jetzt nicht jeder dahergelaufene Thomas, Dieter oder Harald einfach so reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Loose lips sink ships, und so.

Das Mindeste ist jawohl, dass man kurz schriftlich anfragt, ob ein Neologismus wie “GEZ-Gebühren” in Ordnung geht. Dann hätte man erfahren: Nein. Denn dieser Begriff dient nur dazu, der eigentlich total flauschigen und kinderlieben GEZ ein mieses Image anzuhägen. Stattdessen sollte man bitte den kuschelig-wertneutralen Begriff “gesetzlichen Rundfunkgebühren” verwenden.

So weit, so bizarr. Aber das ganze Gelöt driftet, dankenswerter Weise, von da an ins kafkaesque ab. Beispiel gefällig: Die Hater sprechen gerne (nur um der GEZ eine reinzuwürgen) total flappsig von “GEZ-Fahndern”. Da denkt man natürlich sofort an… öh… Serien wie Der Fahnder, was viele dieser tapferen Männer und Frauen - die jeden Tag ihr Leben riskieren um Rundfunkgebühren zu sichern, mit denen sie unsere informelle Grundversorgung bei ARD und ZDF garantiert wird (siehe oben) - zum Heulen bringt. Diese Leute haben nicht jahrzehntelang Phrenologie studiert, nur damit man sie jetzt als “GEZ-Fahnder” titulieren darf. Das sind natürlich Mitarbeiter des “Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragte”. Is’ klar.

Ganz großes Tennis ist auch: Aus “PC-’Wegelagerei-Gebühr’ der GEZ” hat “gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte” zu werden. Unsicher bin ich mir persönlich bei der Frage, ob ich jetzt noch von einem PC schreiben darf oder das Gerümpel unter meinen Fingern konstant als “neuartiges Rundfunkgerät” titulieren muss. Vielleicht sollte ich lieber auf Nummer Sicher gehen und die zweite Möglichkeit auswählen.

Ein letzter spöttischer Moment sei uns noch gewährt. Denn den totalen Oberhammer in Sachen “Neusprech für Anfänger” stellt der Änderungswunsch für den “GEZ-Brief” dar. Den gibt es natürlich auch nicht. Was es allerdings gibt ist das “Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird”. In diesem Moment weint George Carlin vor Freude. Ihr erwartet ernsthaft, dass man ein kurzes Kompositum (für mich ohne negative Konnotation… “GEZ-Brief” schlüssele ich auf als “Brief von der GEZ”, was ja nun mal eine Tatsache ist) ersetzen soll durch eine Formulierung mit mehreren Dutzend Silben? Echt gezz?

Was ich am traurigsten finde: Irgendwer bei der GEZ meint das alles toternst. Wenn ich daran glauben könnte, dass eine Gruppe an Mitarbeitern des “Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragte” um ein “neuartiges Rundfunkgerät” saß und sich schlapp lachte, während man diesen Sprachkäse formulierte… okay. Aber irgendjemand meinte das genau so, wie es da steht. Ganz großes Tennis.

Genug der Häme. Kommen wir zu den allgemeinen Einwürfen: Die GEZ darf damit nicht durchkommen. Es wird oft und gerne der Teufel “Ende der Meinungsfreiheit im Internet” an die Wand gemalt, aber das hier ist ein Fall, der uns wirklich einen großen Schritt in diese Richtung bewegen würde. Wenn eine quasi-staatliche Institution schon ein so dünnes Fell hat, dass sie bestimmte, von mir nicht einmal als sonderlich pejorativ empfundene, Begriffe nicht tolerieren kann und stattdessen die Begriffshoheit mit Androhung gesetzlicher Mittel zu erringen versucht, was spricht dann dagegen das andere Unternehmen, Behörden und Privatpersonen das auch versuchen werden?

Könnte mich etwa die Bundesregierung früher oder später abmahnen, weil ich irgendwo das Wort “Massaker” für eine misslungene Bundeswehraktion im Ausland verwendet hätte, obwohl der offizielle Begriff natürlich “Kollateralschaden” wäre? Klingt albern, aber ist das nicht in etwa die selbe Ebene wie sie hier stattfindet? Darf ich noch schlecht über Produkte schreiben? Darf ich zum Beispiel einen Markennamen abkürzen? Einfach den Begriff “Gorilladetektor” verwenden, statt jedes Mal “Honigtau Bunsenbrenners X-2000 Hochleistungsgerät zum Aufspüren von menschenfressenden Gorillas in ihrer Nähe” zu schreiben? Und was ist mit dem Fiat, den ich fahre? Darf ich den weiterhin als “feurrote Geldvernichtungsmaschine” bezeichnen? Oder wäre das schon Grund genug für Fiat mich abzumahnen?

Sollte die GEZ mit dieser Form des Begriffstalinismus durchkommen, dann hätte sie eines geschafft: Das deutschsprachige Internet, ohnehin ein rechtliches Minenfeld, würde noch etwas spannender werden. Weil jetzt zusätzlich von oben den ganzen Tag lang Clusterbomben auf die Nutzer regnen würden. Wohl gemerkt, GEZ betont:

Auf Anfrage des Medienmagazins DWDL.de bestätigte ein GEZ-Sprecher dass man akademie.de “sehr umfangreich und in vielen Aspekten” abgemahnt habe. Die Verwendung der fraglichen Begriffe mache nur einen “verschwindend geringen Anteil” aus, genauer 2 von insgesamt 32 abgemahnten Punkten. Demzufolge sei akademie.de auch die einzige Seite, die abgemahnt wurde. Nur aufgrund der Verwendung der fraglichen Begriffe müssen andere Seitenbetreiber also keinen Ärger mit der GEZ fürchten.

Das würde mich fast beruhigen, nur ändert es nichts an der Tatsache, dass zumindest diese zwei Punkte, in denen es um Begrifflichkeiten geht, so nicht durchkommen dürfen. Denn damit motiviert die GEZ nur wirklich unseriöse Firmen, die bloß darauf gewartet haben, dass ihnen jemand so einen juristischen Baseballschläger in die Hand drückt, mit dem sie kritische oder unangenehme Stimmen auf diese Art und Weise ruhigstellen können. Und genau das, darf nicht passieren.

Darum wäre es relevant, dass irgendjemand diese zwei Punkte kritisch und juristisch prüft und sie dann abschmettert. So wie es ohnhin an der Zeit wäre, dass wir in Sachen Meinungsfreiheit über amerikanische Verhältnisse nachdenken. Oder zumindest das System der Abmahnung komplett umstrukturieren. Das bisherige System (”Ich mahn mal ab. Der andere wird wegen der drohenden Kosten schon präventiv nachgeben und wenn nicht, dann habe ich auch nichts verloren.”) ist so nicht tragbar und eine ungesunde Belastung der Meinungsfreiheit. Weil dieses System, ohne es offiziell zu sagen, Menschen oder Gruppen mit viel Zeit, viel Geld oder vielen Anwälten potentiell mehr Meinungsfreiheit zugesteht als jenen Menschen, die sich keine langwierigen Prozesse leisten können. Aber Abmahnungen sind ein Thema für ein anderes Post.

Der GEZ könnte man derweil trotzdem andere Hinweise geben, wie sie ihr Image aufpolieren kann: Etwa indem sie sich in Zukunft ihren Kunden gegenüber freundlicher verhält, mehr Rücksicht auf den Datenschutz nimmt oder das Geld für unsägliche Werbekampagnen sinnvoller anlegt und sich eventuell mal schlank reformiert. Denn wie Dirk von Gehlen auf jetzt.de sehr schön festhält:

Zudem hat sich diese Institution, die eigentlich lediglich das Geld für die Sendeanstalten einnehmen soll, zu einem fetten Appart aufgebläht, der teure Werbeagenturen und Prominente (wie Julia Hummer) dafür bezahlt, dass diese wiederum auf teuren Sendeplätzen im Kino und im Fernsehen Werbung machen: für die GEZ. Und das, obwohl die allermeisten Menschen überhaupt nicht auf die Idee kommen, die Zeche zu prellen: 96 Prozent aller privaten Rundfunkteilnehmer - so meldet die GEZ im Rahmen der neuen Kampagne - zahlen ihre Gebühren bereits. Merkwürdig, dass man dennoch eine Agentur beschäftigen muss, um eine Werbekampagne zu entwicklen.

[...]

Damit sind wir beim zweiten Problem mit den Gebühren: Die Inhalte. Zwar bezahlten wir dafür, wir können aber in keiner Weise Einfluß darauf nehmen. Jedes Restaurant würde mit diesem Modell Pleite gehen: Unfreundliche Kellner, die zunächst Geld einfordern und dann Essen servieren, das man gar nicht bestellt hat. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten leben aber genau von diesem Prinzip.

Vielleicht würde man ja in der öffentlichen Wahrnehmung positiver ankommen, wenn man einfach mal versuchen würde die Realität direkt zu verändern: Weniger teure Kampagnen, mehr Datenschutz, freundlichere Mitarbeiter. Das ist sicherlich besser als der Versuch einfach auf juristischem Wege die Begrifflichkeiten verändern zu wollen, in der Hoffnung dass sich die Realität dann den neuen Begriffen schon anpassen wird.

Sicher Sprache erschafft Realität… aber möchte wirklich jemand in einer Realität leben, in dem ihm der Briefträger ein “Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird” zustellt? Eben.

26 Responses to “Your Money @ Work: Frontal21, GEZ”

  1. Patrik Says:

    Ich frage mich echt, ob die Leute der Frontal-21-Redaktion denken, sie seien Journalisten.

  2. halozination.de » Frontal21 did it again. Says:

    [...] Da man diesen kaum besser auseinander nehmen kann (mit "man" meine "ich"): Lesen sie bitte agitpop. [...]

  3. Real BAD dOdO Says:

    Nein! Die Leute von Frontal - 21 sind keine Journalisten. Sonder “Mitarbeiter im jounalistischen Fachbereich des ZDF, welche Ihr Gehalt sicherstellen lassen durch den Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragte”
    Entschuldigt aber sicher ist sicher……. ;-)

  4. CMS Says:

    Ich mochte Sniper Elite. Herrlich menschenverachtendes Killerpsiel.

  5. w00tnice Says:

    immer wieder der selbe scheiß überall..
    sniper elite ist gay.. waiting for postal 3..
    die leute bei frontal sind nicht mal in der lage richtig böse spiele zu finden, spak0s…gez.. verteidigt immer den kleineren mann, egal ob recht hat oder nicht =P

  6. Arkion Says:

    Sehr schön… deckt sich auch quasi mit meinem Artikel zum Frontal 21 Beitrag…

    Ich habe Fronatl 21 überigfens mal per eMail dazu aufgefordert den Fehler mit GTA SA (Bilder der US Version statt Deutscher Version, also nicht ab 16 etc.) und der Sache mit dem Zeigen von ab 18 Bildmaterial vor 23 Uhr, öffentlich richtigzustellen…

    Freu mich schon auf deren Antwort…

  7. Björn Says:

    Klingt gut. Ich hatte mir immer überlegt die Nasen mal anzuschreiben, wollte aber nicht dass die eine meiner Formulierungen aus dem Kontext reißen im nächsten “Bericht” zum Thema… so frei nach dem Motto: “Hier sieht man, was Videospiele mit diesen Leuten anstellen.”

    Würdest du hier ‘nen Link setzen, falls (falls… ich wage es ja ehrlich gesagt zu bezweifeln) du mehr bekommst als ‘ne Standardantwort aus dem Baukasten?

  8. Nerdcore — links for 2007-08-26 Says:

    [...] agitpop - phoney beatlemania has bitten the dust » Blog Archive » Your Money @ Work: Frontal21, GEZ (tags: abmahnung GEZ fernsehen games) [...]

  9. Sebastian Says:

    Es gibt wahrscheinlich keine bessere Antwort, da auch gute Mails in der Flut von hilflosen Hassmails pubertierender Zocker untergehen, die die Redaktion nach jedem dieser Berichte erreichen.

  10. Björn Says:

    Dass das ein Problem ist, sehe ich ja auch. Unbefriedigend finde ich es trotzdem. Besonders da es eben auch schnell zu einer bequemen Ausrede werden kann sich nicht mit ernsthafter Kritik auseinanderzusetzen. Frei nach dem Motto: Zwischen den Säuen fanden wir die Perlen halt nicht.

    Es sei denn, man wittert eine Story, dann funktioniert das System plötzlich doch.

  11. stefan Says:

    laut dwdl.de ist das durchschnittliche zdf-publikum 60,4 jahre alt…
    alle, die schon mal einen schwiegerpapa/arbeitskollegen/etc. in diesem alter allein mit argumenten von etwas überzeugen konnten: hände hoch!
    was? niemand?

  12. Sebastian Says:

    Ist zwar grade offtopic, aber ich wollte mal eben loswerden, dass das hier das erste Blog mit solch langen Texten ist, das ich tatsächlich jetzt bis weit ins letzte Jahr rückgelesen habe (hab’s nämlich erst kürzlich entdeckt). Nur mal als Lob an dieser Stelle ;-)

  13. Avaron Says:

    Danke. Es tut gut, sowas zu lesen…

  14. David Says:

    “Es gibt wahrscheinlich keine bessere Antwort, da auch gute Mails in der Flut von hilflosen Hassmails pubertierender Zocker untergehen, die die Redaktion nach jedem dieser Berichte erreichen. ”

    Im Allgemeinen empfiehlt es sich ohnehin, beim Anschreiben höherer Wesen Papierbriefe zu verschicken. In diesem Fall besonders - ich glaube nicht, daß da viel gedruckte Hatemail ankommt. Man dürfte dann wesentlich besser wahrgenommen werden.

  15. Chris Says:

    “Ich habe Fronatl 21 überigfens mal per eMail dazu aufgefordert den Fehler mit GTA SA (Bilder der US Version statt Deutscher Version, also nicht ab 16 etc.) und der Sache mit dem Zeigen von ab 18 Bildmaterial vor 23 Uhr, öffentlich richtigzustellen…”

    Dass das angeblich die US-Version sein soll etc. kann man seit dem ersten Frontal-21-Artikel mit San Andreas überall und immer wieder lesen. Letzten November fälschlicherweise auch bei uns.

    Das Problem an der Sache ist: So ungern ich Herrn Fromm in dieser Sache auch in Schutz nehme, die beiden gezeigten Szenen lassen sich in der deutschen Version (ab 16) ohne Schwierigkeiten nachstellen. Auch der Schnitt durch die Kehle ist möglich, wenn man sich anschleicht und die Person vorher in den Fokus nimmt. Hab das gerade eben mit meiner deutschen Version noch einmal ausprobiert.

    Auch wenn ich der übrigen geäußerten Kritik an dem Beitrag zustimme: Warum Vice City selbst ohne Blut keine Jugendfreigabe bekommen hat, während in San Andreas offenbar selbst das Kehlendurchschneiden die 16er-Bewertung nicht verhindert hat, das verstehe, wer will. Eine logische Einstufung ist das jedenfalls nicht.

  16. Björn Says:

    @Sebastian:

    Danke sehr. Freut mich immer wenn mein Schreibstil gefällt.

    ***

    @Avaron:

    Bitte. Das Schlimme ist ja: Ich predige zum Chor. Ich gehe mal davon aus, dass 99% der Leute die hier aufschlagen selbst wissen, was Frontal da für Bollocks verzapft. Sicher, tut gut sich gegenseitig in diesem Wissen zu bestätigen, aber es bringt nur sehr wenig. Irgendwie müssen wir raus aus diesem Circle Jerk und die Sache (im positiven Sinn) zu den ÖRs tragen. Nur wie, das ist die Frage

    ***

    @David:

    Guter Einwand. Gilt, wie ich ja aus Erfahrung weiß, auch für Behörden. Die andere Alternative wäre ein Anruf bei den zuständigen Redakteuren und der Versuch ein direktes Gespräch zu erzwingen. Wobei man auch da befürchten darf, dass die Leute im Gespräch total sozialpädagogisch sind, doo… und dann der lieben Quote wegen sofort den nächsten Artikel zum Thema “Videospiele = teh ev1l” aufsetzen.

    ***

    @Chris:

    Danke für die Hinweise. Das mit der Bewertung ist generell so eine kritische Frage… da liegt die “Schwäche” wenn einzelne Menschen entscheiden, die Dinge unterschiedlich einschätzen. Aber ein fester Katalog (Kopf ab immer gleich ab 18, grünes Blut immer gleich ab 16) wäre wiederum zu rigoros und unflexibel. Fiese Situation, für die es wohl keine Musterlösung gibt.

  17. David Says:

    “Gilt, wie ich ja aus Erfahrung weiß, auch für Behörden.”

    Beim Anschreiben höherer Wesen, schrieb ich ja.

  18. Björn Says:

    Womit sich die Frage aufdrängt: Wieso antworte ich eigentlich noch auf E-Mails?

  19. David Says:

    Und Gott ward Mensch…

  20. Stephen Says:

    Meiner Meinung nach ist eines der Probleme, dass die Gamer an sich keine Lobby haben. Während sich die Videospielhersteller in einem Verband organisieren, stehen die Gamer einsam in der Heide. Und bei einem Verband von Wirtschaftsunternehmen winkt man ja auch immer gleich ab und sieht dahinter nur das Interesse, die eigenen Games zu verkaufen. Zumal die Pressesprecher der Unternehmen sich durch ihre Aussagen auch meistens selbst eine Grube schaufeln.
    Ich weiß, dass es wohl Quatsch ist, aber die Gamer brauchen eine Art Lobby, die halt einigermaßen Gewicht hat, um bei solch hanebücherner Berichterstattung gegenzuhalten. Die sollte sich an alle Spieler wenden und z.B. nicht nur an die Leute aus der E-Sports-Szene. Aber das sind nur meine Träumereien. Ansonsten weiter so.

  21. Arkion.DE » Blog Archiv » Post an Frontal 21 Says:

    [...] Hyperlinks zum Thema: “Your Money @ Work: Frontal21, GEZ” bei agitpop “Thomas Knüwer zum Thema” bei Indiskretion Ehrensache [...]

  22. Arkion Says:

    “Das Problem an der Sache ist: So ungern ich Herrn Fromm in dieser Sache auch in Schutz nehme, die beiden gezeigten Szenen lassen sich in der deutschen Version (ab 16) ohne Schwierigkeiten nachstellen. Auch der Schnitt durch die Kehle ist möglich, wenn man sich anschleicht und die Person vorher in den Fokus nimmt. Hab das gerade eben mit meiner deutschen Version noch einmal ausprobiert.”

    In dem Zusammenhang wie Frontal 21 das darstellt ists dann aber doch nicht ganz so richtig: Da wird erst von Karrieremachen als Ganster gesprochen und dann das Ermordern ganz normaler Passante zum Spielvergnügen gehört… eine Belohnung erfährt der Spieler dadurch nämlich nicht- zumindest in der deutschen ab 16 Version…

  23. Kolleteralschaden Says:

    Guter Trick! Du hast feuerrote Du-weist-schon-was falsch geschrieben, dass Fiat dich nicht googeln und abmahnen kann.

    Das mit den Internet-Abmahnungen…ähh…Abmahnungen von bösen Zitat-und-Liedtext-Raubkopieren und interentischen Verunglimpfern und Rufmördern nimmt inzwischen WIRKLICH paradoxe Ausmaße an.
    Guter Bericht. Wie fast immer!

    PS: Sind nicht eine Menge deutscher Gesetze von Bismarck persönlich noch gemacht worden? Bin mir nicht sicher. Das würde erklären warum sich die deutsche Rechtsprechung so schwer mit modernen Sachen wie dem Internet tut.

  24. Taluien Says:

    Mal so nebenbei, anscheinend haben die Netzmeister von Frontal21 beim hochladen die “Spiel frei!” Aussagen zu Meister-EA-Propper und dem Mensch der FH Köln herausgeschnitten. Anstatt dessen (weiss nicht obs im Original auch schon da war.) kommt nach der EA-PR ein undokumentiertes Fatality aus irgend einem Mortal Kombat Teil. Auch irgendwo recht subtil, allerdings auch nicht wirklich für ne vor 23 Uhr Ausstrahlung geeignet, wenns denn im Original war.

  25. » Read a motherf***ing Book! Says:

    [...] Da kann sich der linksextreme Agitpopblock so lange wie er will über die Öffentlich Schlechtlichen und ihm seinen Feldzug gegen die Killerspiele aufregen , die “Debatte” die beim großen Bruder geführt wird, zeigt, wieviel wir da noch nachzuholen haben. So aggressiv meinungsbildend, einseitig und verhohnepiepelnd können selbst unsere WannabeMurdocks es nicht hinbekommen. Die Amis hams einfach drauf. Eine weitere Empfehlung zu dem Thema Wildschweinjournalismus ist die Dokumentation Outfoxed. Good night and good luck. [...]

  26. Wanted! Mediablog! « about media and other stuff Says:

    [...] Warum gibt es kaum Blogs, die andere Medien beobachten? Warum berichten nur so wenige Fachblogs über katastrophal schlecht recherchiert und deformierende Berichte im (öffentlich-rechtlichen) Fernsehen? [...]

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