30 Jahre Star Wars - Die Liste

Weil ja zum 30. Geburtstag von Star Wars (oder zum 30. Todesstag von New Hollywood, wie die Zyniker es nennen) überall jubiliert und zelebriert wird, kann ich als alter Star-Wars-Haudegen und Übergeek ja nicht außen vorstehen. Auch wenn meine Zuneigung zu Star Wars in den Filmen in den letzten acht Jahren stark abgenommen hat, mag ich die Filmserie immer noch sehr: Ich bin zwar zu jung um Warsler der ersten Generation zu sein, aber seitdem ich im Kindergarten- oder im frühen Grundschulalter das erste Mal Jedi gesehen habe (damals noch auf Beta… willkommen in der Steinzeit) hatte mich die Filmserie gepackt. Und so sehr ich Jedi auch in der Folgezeit verhöhnt habe: Die Mischung aus Teddybären und Action mag dem erwachsenen Nerd sauer aufstoßen, aber im Kindesalter gibt es nichts was besser sein könnte.

In der Folgezeit entwickelte ich mich dann zum Star-Wars-Übernerd: Comics, Bücher, Spiele… ich verschlang alles was mit dem Star-Wars-Universum zu tun hatte. Ich wusste was SoroSuub war, konnte die technischen Spezifikationen des Millenium Falcon runterrattern, wusste von welchem Planeten Bossk kam (nicht zu verwechseln mit Boussh, der ganz eindeutig einer Rasse angehörte, die später im Star-Trek-Universum als Breen bekannt wurde) und sprach fließend Bocce.

Dementsprechend war ich auch ungeheuer aufgeregt, als die Nachrichten des neuen Star-Wars-Film Ende der Neunziger die Runde machten. Ich kaufte das Star Wars Magazin, die Cinema, den Harsewinkler Kaninchenzucht-Anzeiger… alles was mir neue Infos über diesen Film versprach. Und als der Film dann endlich in die deutschen Kinos kam war ich den ganzen Tag aufgeregt wie ein Schulmädchen vor dem ersten Date. Ich würde ja schließlich Zeuge davon, wie Filmgeschichte geschrieben würde…

Suffice to say: Ich kam ernüchtert aus dem Kino. Nicht total enttäuscht - und bis heute bin ich gewillt Episode I vor dem Vorwurf zu verteidigen, der Streifen wäre ein Totalausfall gewesen - aber schon ziemlich enttäuscht. Darauf hatte ich jahrelang gewartet? Meh. Meine Begeisterung flachte daraufhin ab. Die Gerüchte, dass Episode II ein neues Empire würde - düsterer, überraschender, anspruchsvoller - genoss ich mit Vorsicht. Was nicht ausreichte um mich vor der Enttäuschung zu schützen, die der Film am Ende für mich war. Denn Attack of the Stupid Title würde ich schon als Totalausfall bezeichnen. Obwohl ich’s nicht wollte, sah ich mir Episode III noch an, aber meine Begeisterung für Lucas Filmserie war da schon komplett ruiniert. Obwohl der Film besser war als Episode II… aber das sind Pickel am Arsch halt auch.

Trotzdem: Wenn alle feiern, dann will ich mal nicht so sein und den besten (und später auch ein den schlechtesten) Dingen an der Filmserie in Form von fünf Listen gedenken. Denn gelegentlich blättere ich ja schon gerne nochmal durch mein Buch mit den wunderschönen Produktionsskizzen von Ralph McQuarrie und denke an die Zeit zurück, bevor Star Wars mit vollem Tempo an die Wand gefahren wurde. Better days.


Die beste Schurken

1. Grand Moff Tarkin

Image Hosted by ImageShack.us

Jajaja, Gotteslästerung. Schon klar. Ich weiß, in jeder guten Schurkenliste wird Darth Vader möglichst weit vorne genannt und wie wir auf Platz 2 sehen dürfen: Agitpop hat nichts gegen den dunklen Lord der Sith. (Nicht dass man uns noch Rassismus vorwirft.) Aber Tarkin ist als Schurke halt noch eine Ecke besser. Das geht schon damit los, dass der fiese alte Mann keine Gimmicks wie Fernwürgegriffe oder einen coolen schwarzen Helm braucht um bedrohlich zu sein. Ihm genügt die kantige Visage von Peter Cushing. Was auch ein definitives Coolness-Plus ist: Schließlich ist Peter Cushing das Gesicht der Hammer-Horror-Filme.

Aber von der Schauspielebene zurück in die weit, weit entfernte Galaxie: Während Darth Vader am Ende den Heldentod sterben darf geht Tarkin so unter, wie er gelebt hat. Als ultimativer Fiesnick. Wer hat die Tarkin-Doktrin erfunden und beschlossen, dass Angst vor dem Todesstern die beste Methode ist um die Kontrolle über die Galaxie zu behalten? Tarkin. Wer ist, neben dem Imperator, die einzige Person im Universum die Vader ganz nebenbei sagen darf, dass er aufhören soll irgendwelche Lakaien (in diesem Fall: Admiral Motti) zu strangulieren, ohne dass Vader ihn dafür umbringt? Tarkin. Wer hat laut Leia Vader “an der Leine”? Tarkin.

Und zu guter letzt: Wer gibt mal locker aus der Hüfte das Kommando einen ganzen Planeten voller Zivilisten in die Luft zu jagen, nur weil ihm Dantooine gerade zu weit weg ist und er eine einzelne Person ärgern will? Tarkin. Das nennen wir Konsequenz. Gut, er hat sowohl den Informationen der olle Organa-Bratze als auch der Sicherheit seines Todessterns etwas zu sehr vertraut. Aber Tarkin war im Orbit um Yavin IV dichter dran die Rebellion auszulöschen als es Vader oder der Imperator je wieder sein würden. Und zu guter Letzt bleibt einfach die Statistik, die belegt warum Wilhuff Tarkin unser Schurke der Herzen ist:

Zerstörte Planeten? Vader: Null. Tarkin: Eins. (Danke. Bitte.)

***

2. Darth Vader

Okay, das Doctor-Doom-Institut für Superschurkenforschung an der Universität von Latveria mag festgestellt haben, dass Vader nicht ganz so cool wie Tarkin ist, aber das ändert ja nichts daran, dass Vader als solches immer noch einer der verdammt besten Superschurken aller Zeiten ist. Und das hat George Lucas nicht einmal dadurch kaputt machen können, dass er uns Hayden Christensen und dieses Animatronic-Blag in der Prequel-Trilogie aufs Auge gedrückt hat.

Neben der unglaublich lässigen Rüstung und dem ikonischen Atempumpensound hat uns vor allem eines von den schurkischen Fähigkeiten des Sith-Lords überzeugt: Sein Hobby die Macht dazu einzusetzen im Vorbeigehen Leute zu erwürgen, ohne sich die Hände selbst schmutzig zu machen. Wenn schon kleinste Fehler mit lethalem Sauerstoffentzug bestraft werden, dann hält das die Handlager auf Trab. (Außer es sind Sturmtruppen… da hilft gar nichts mehr.) Besonders wenn es selbst über eine Distanz von tausenden Kilometern geschehen kann.

Als Bonus hat Vader auch noch einen der besten Sprüche aller Star-Wars-Teile: “Der Imperator ist nicht so nachsichtig wie ich es bin.” Gesprochen nachdem er gerade wieder einen Handlager aus dem Leben befördert hat. Pures Comedygold. Und dass er am Ende den Hippies von der Rebellion half und das alte Froschgesicht Palpatine in den Schacht geschmissen hat, das sehen wir ihm mal nach. Wegen der guten Szenen die er bis dato hatte. Besonders die Szenen auf Bespin (sowohl das Arbeitsessen mit Han und Leia, als auch das Duell mit Luke) sind göttlich.

Bliebe noch etwas zu sagen? Ja: Lucas! Ich will dass am Ende von Jedi wieder der gemütliche, etwas mollige Anakin Skywalker mittleren Alters auftaucht (gespielt von Sebastian Saw) und nicht der verquastete Hayden Christiansen. Scheißegal ob das anders nicht zu den Prequel-Filmen passt. Saws warmes, sympathisches Lächeln war die Rückkehr von Vader zur hellen Seite der Macht wert… bei Chirstensen, der eh nur zwei Gesichtsausdrücke auf Lager hat, wünschte ich mir er hätte den Helm wieder auf der Omme. Schreckliche Änderung. Nicht mal in der alten Trilogie ist man sicher vor den neuen Filmen…

***

3. Großadmiral Thrawn

Ein Charakter aus dem Expandend Universe? ZOMG! Obwohl das Expanded Universe inzwischen aufgequollener ist, als es Jabba der Hutte am Ende seines Lebens war und ich irgendwo beim siebzehnten Todesstern (”Die Rebellen werden nie damit rechnen das wir schon wieder einen Todesstern auspacken.”), Alkoholikerarschloch Han Solo und der vierten Generation an neuen Jedis die Lust am Expanded Universe verloren habe, muss ich einfach festhalten, dass Großadmiral Thrawn ein verdammt guter Charakter ist. Vielleicht der beste Star-Wars-Charakter der es nie auf die Kinoleinwand geschafft hat. Und ja: Fuck Mara Jade!

Das coole an Thrawn ist, neben der total grandiosen Farbgebung (blaue Haut, rote Augen, weiße Uniform), dass er so ganz anders auftritt als Vader, Tarkin oder die restlichen Imperialen aus den Filmen. Thrawn wird als meisterhafter Taktiker dargestellt, der sich nicht allein auf überlegene Waffen und Angst verlässt, sondern der auch weiß, wann er Gnade walten lassen muss um sich der Loyalität seiner Untergebenen zu versichern. Zuckerbrot und Laserpeitsche. Dieses unterkühlte, berechnende Auftreten lässt Thrawn so wundervoll bedrohlich wirken und macht jede Szene mit ihm zu einem kleinen Highlight. Und wenn Lucas irgendwann das Bedürfnis hätte den Großadmiral digital in einem seiner Filme auftauchen zu lassen, dann würde ich mich nicht beschweren.

***

4. Boba Fett

Wir lieben den Fettmeister, auch wenn George Lucas selbst hier wieder sein Familienmotto zum Tragen kommen ließ: “Es gibt nichts was so cool ist, dass ich’s nicht versaubeutelt bekäme.” Wobei: So ganz hat es nicht geklappt. Fett ist in vielerlei Hinsicht das Total Package. Er hat die unglaublich coole mandalorianische Rüstung, er hat die Wookiee-Skalps am Gürtel, er hat den Raketenrucksack, er hat mehr Gimmicks als James Bond in vier Filmen zusammen und er hat einen Helm den ich persönlich noch cooler finde als den Helm von Herrn Vader. Dazu kommt der Mystery-Faktor, der Fett lange Zeit so cool gemacht hat: Wer ist dieser Mann? Was ist seine Geschichte? Warum ist er so cool?

Dass Lucas ihn zum Klonknirbs von Jango Fett machen musste… uncool. Aber nicht uncool genug um unseren Respekt vor dem besten Kopfgeldjäger des Universums verschwinden zu lassen. Und an all die Hater da draußen: Richtig. Fett macht in Empire gar nichts. Auch das macht ihn so cool: Vader erledigt seine Drecksarbeit und Fett hat auch noch die Eier das Imperium anzuschnauzen, dass sie ja aufpassen sollen, dass seine Ware (der Han-Solo-Wandschmuck) keine Macken abbekommt. Großartig.

***

5. Darth Maul

Als Old-Skool-Warsler wird die Prequel-Trilogie in diesen Listen relativ wenig Liebe und Zuneigung erhalten. Aber: Ehre wem Ehre gebührt. Und Darth Maul war als Schurke absolut spiffy. Eines der Probleme der beiden letzten Filme war auch, dass die Filme keinen richtig lässigen Bösewicht hatten: Sarumans größte Waffe war es seine Gegner zu Tode zu langweilen und der Hustinettenbär Grievous in Episode III war total für den Arsch. Und Darth Sideous… oh mein Gott, es ist der loyale Palpatine. Das hätte ja nun gar keiner kommen sehen. (Ich gestehe, ich ging immer davon aus, dass Sideous nicht Palpatine ist, weil es zu offensichtlich und es jedem Zuschauer der Episoden IV bis VI klar wäre…)

Aber Darth Maul war ein Schurke von echtem Schrot und Korn. Unglaublich cooles Design, unglaublich coole Waffe, die Angewohnheit seine Coolness nicht zu zerquatschen und ein Bewegungsrepertoire, dass jede Figur aus der ersten Trilogie vor Neid erblassen ließ, dabei aber nicht so albern wirkte wie die Flummi-Moves von Gummi-Yoda. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Lucas vor Ärger in den Arsch beißt, dass er Darth Maul so vergeudet hat. Aber, hey, in der digital remasterten Version zum 50. Geburtstag kannst du Maul ja auch in Episode II & III einbinden. Hast du ja schon immer so geplant, George, nur die Technik war halt noch nicht so weit.


Honorable Mention: Nien Nunb

Yep. Es ist Landos Co-Pilot aus Return of the Jedi. Okay, ich weiß selbst nicht warum, aber irgendwie ist uns bei Agitpop der kleine nörgelnde Muppet ans Herz gewachsen. Vielleicht liegt es einfach an der schnieken Lederkappe, vielleicht ist es auch der Jive in dem er und Lando sich unterhalten, vielleicht finden wir auch einfach dass segelohrige Weltraumpiloten nicht den Respekt bekommen, den sie verdient hätten… was auch immer der Grund sein mag, es gibt im Internetz einfach nicht genug Liebe für den sympathischen Sulluster. Darum diese Erwähnung.


Beste Aliens

1. Jabba the Hutt

Image Hosted by ImageShack.us

Jabbas Design (in Jedi) ist perfekt. Schlicht und ergreifend. Selten findet man Charaktere, bei denen das Äußere und das Innere so hervorragend zusammenpassen. Jabba ist fremdartig, abstoßend und ekelhaft. Visuell ein wenig wie Don Corleone wenn er mal zwei Wochen sturmfreie Bude hat und sich darum so richtig gehen lässt. Und dabei wirkt das Jabba Modell (was genau ist Jabba eigentlich? Muppet? Animatronic?) bis zum heutigen Tage nicht veraltet oder lächerlich. Das müssen die CGI-Figuren aus der neuen Trilogie erstmal nachmachen.

Zusätzlich hat Jabba all diese kleinen Dinge, die den Charakter noch besser machen: Die träge Art auf die er seine Wasserpfeife raucht, das parasitäre Haustier (siehe unten) dass er in seinen Speckfalten hält, die extrem voluminöse Lache und die Nebensächlichkeit, mit der er Tänzerinnen zum Tode verurteilt. (Sowieso: Der Mann hält sich einen Rancor!) Sicher, nicht mit viel charakterlicher Tiefe ausgestattet (wer ist das schon in den Filmen), aber genau so hat ein Archetyp zu funktionieren.

***

2. Yoda

Yoda habe ich erst schätzen gelernt als ich älter wurde. Aber dafür habe ich ihn inzwischen auch sehr zu schätzen gelernt. Hier ist eines der weisesten Wesen im Universum (das ein bisschen aussieht wie Johnny Cash im Booklet der American IV) und was macht es in Empire? Es führt sich auf wie ein totaler Sack. Und egal was man mir erzählen will: Yoda tut das nicht nur um Luke zu testen, sondern auch weil er einfach Spaß daran hat ein kleiner Bastard zu sein. Einfach mal Weisheit Weisheit und die Macht die Macht sein zu lassen und den Rucksack eines wildfremden Supplikanten zu durchwühlen. Einer der besten Yoda-Momente ist der, wenn er von R2D2 einen Elektroschock verpasst bekommt.

Gut, den Hopps-Klopps-Yoda aus der neuen Trilogie finde ich eher albern und die Philosophie von Yoda sollte man bitte auch nicht mehr zitieren, wenn man die zehnte Klasse hinter sich gelassen hat (das gilt auch für Gandalfs Abwatsch’n der Todesstrafe in Herr der Ringe), aber in Episode II hat er trotzdem so ziemlich den besten Spruch der gesamten Prequel-Trilogie, wenn er Obi-Wan vor den kleinen Padawanen dafür verspottet, dass er ein ganzes Planetensystem verloren hat. Was beweist: Yoda war schon immer ein kleiner Bastard. Und das finden wir hier sehr symapthisch. (By the way: Yoda könnte richtiges Basic sprechen… er will nur nicht.)

***

3. Chewbacca

Chewbacca. What a wookiee. Man muss kein Nerfherder sein um den großen Pelzball vom Planeten Kashyyyk sympathisch zu finden. Weil er zwar einerseits die gute Seele des Millenium Falcon ist, andererseits aber kein Problem damit hat, ein Schachspiel zu gewinnen indem er droht (gut, drohen lässt) dass er sonst dem Gegenüber den Arm aus dem Gelenk drehen würde. Und so sehr C3PO nervt, die Szenen in Empire in denen Chewie mit dem demontierten Goldjungen durch Bespin läuft sind pures Comedygold.

Außerdem hat er die beste Szene des Guerillaschnickschnacks auf Endors Waldmond, wenn er einem AT-ST von oben auf die Luke klopft und dann die Besatzung entfernt. Dass er nebenbei noch Zeit hat um seiner Religion nachzugehen und gerichtlich aktiv zu sein: Beeindruckend. Wenn George Lucas wirklich geglaubt hat, dass Jar-Jar Binks der Chewbacca der Prequel-Trilogie werden könnte, dann sollten wir dem Mann alle zusammen helfen seine Medikamente wiederzufinden.

***

4. Der Weltraumwurm

Die “Das ist keine Höhle”-Szene in Empire ist einfach toll und das Viech, obwohl es nur kurz vorkommt, hat meine Fantasie schon stark beflügelt. Besonders wenn man feststellt, wie klein der Millenium Falcon im Vergleich zu diesem überdimensionalen Raketenwurm ist. Wie entsteht so ein Biest evolutionär und sind die Mynocks sowas wie die Putzerfische des Weltraumwurms? Eine schöner Beleg dafür, wie Abwechslungsreich das Star-Wars-Universum sein kann und dass es auch coole Kreaturen außerhalb von Palästen und Kantinen gibt.

***

5. Admiral Ackbar

Ein Tintenfischkopf vom Planeten Mon Calamari? Ach, George Lucas, du linguistisches Genie. Muss hier trotzdem erwähnt werden, weil er der Schutzheilige der Image macros im Internet ist:

Image Hosted by ImageShack.us


Honorable Mention: Salacious Crumb

Bekommt im Internet einfach nicht genug Liebe zugestanden, die kleine Beutelratte, die sich gemütlich in den Speckfalten des Hutten Jabba einquartiert hat, Jabbas Freunde und Feinder verspottet und zudem noch dem Goldjungen C-3PO die optischen Rezeptoren aus dem Kopf kratzen darf. Darauf habe ich in den vorherigen zwei Filmen gewartet. Scheißegal was man mir erzählen will: Der jammernde Protokolldroide ist weder cool noch lustig, sondern er nervt einfach nur. Danke dafür, Salacious. Ich brauche auch so eine Affenechse, die in der Uni meinen Feinden die Augen auskratzt…


Beste Han Solo Momente

1. Han schoß zuerst

Image Hosted by ImageShack.us

Wie wiederholt festgestellt: Ich bin Mitglied der ersten, internationalen Kirche von “Han schoß zuerst”. Es ist eine so simple und so effektive Szene, dass ich bis heute nicht begreife warum Lucas darum rumfuhrwerken musste. Weil sie die Essenz des Corellianers wiedergibt: Der Grund warum Solo so lange überlebt hat, obwohl er gerne mal Gewürzlieferungen verliert, ist dass er nicht fair spielt. Während er noch gemütlich mit Greedo plauscht baut er den Blaster unterm Tisch zusammen und brutzelt dann den Grünkohlkopf ohne mit der Wimper zu zucken. Warum auch nicht? Am Ende des Gesprächs hätte Greedo das ja auch versucht.

Es ist also nicht so, als wenn Captain Solo hier als eiskalter Mörder dargestellt würde. Er schlägt nur präventiv zu. Was als Kriegsgrund ausreicht, dass reicht auch aus um eine Schießerei in Mos Eisley zu legitimieren. Und es hilft, ohne lange Debatten, klar zu machen, dass Solo ein Trickser und ein Schlitzohr ist. Jemand der sein Glück erzwingt. Auch einer der Guten, aber eben längst nicht so sauber wie Milchgesicht Skywalker. So geht effektive Charakterisierung: Showing, not telling. Und mit dieser wunderbaren Szene hat sich Han Solo sofort einen Platz in tausenden Fanherzen gesichert.

***

2. I love you. - I know.

Diese Szene wird ähnlich heiß diskutiert wie die Schwertschwinger-Szene in Jäger des verlorenen Schatzes. Von vornherein so geplant oder von Harrison Ford improvisiert? In letzter Instanz ist es ganz egal, denn diese Szene beweist, dass George Lucas sein Publikum mal verstanden hat. Empire war ein Film für heranwachsende Jugendliche, deren extrem kurze Aufmerksamkeitsspanne schon durch die Luke-Yoda-Sequenzen extrem stark belastet sein dürfte. Ihnen dann auch noch ein käsige Romanze vorzusetzen, dass hätte zu Ausschreitungen in Kinos quer durch die USA geführt.

Also: Romanzencontent total heruntergeschraubt und in dieser Szene kondensiert. Leia gesteht Han ihre Liebe, Han - der sich auf eine Ewigkeit als Wandornament von Jabba einstellen muss - gesteht Leia seine Liebe… und darf neben bei seine Rolle als coolster Typ in der Galaxie verteidigen. Bloß weil das eigene Leben gleich endet muss man ja nicht plötzlich emotional werden. Han, dafür lieben wir dich. Aber das weißt du ja.

***

3. Han Solo gegen das Mikrophon

Wieder zurück in A New Hope und wieder mit einer Szene, die Hans Charakter ziemlich gut erfasst. Der olle Solo mag zwar eine extrem zweidimensionale Figur sein, aber er hat unzählige Szenen die seinen Charakter ungeheuer effektiv unterstreichen. So auch diese hier. Nachdem man gerade ein paar Imperiale ausgeschaltet hat, versucht Han der Funkzentrale klar zu machen, dass es keine Probleme gibt. Wobei sich seine Schilderung von “keine Probleme” über “Waffenfehlfunktion” hin zu einem “großen Reaktorleck” (sehr gefährlich) steigert… ehe er das Gespräch permanent beendet indem er die Komm-Konsole mit seinem Blaster röstet. (”War sowieso ein langweiliges Gespräch.”) Was nicht nur ziemlich lustig ist, sondern Hans Tendenz zeigt alle seine Probleme mit der Knarre lösen zu wollen.

***

4. Han rettet Luke den Arsch

Einfach eine hübsche Szene, die mir beim ersten Mal sehen gefallen hat und die mir bis heute gefällt: Vader und seine Wingmen scheinen Luke im Graben des Todessterns aufs Korn genommen zu haben, nur um dann von den Überraschungsgästen Han und Chewie im Millenium Falcon zu Klump geschossen zu werden. Hans “Woohoo!” macht die Szene nur noch besser.

***

5. Han tritt Jabba auf den Schwanz

Die Jabba-Sequenz in der Special Edition von A New Hope wurde zu Recht verspottet: CGI der Hutte, der ständig seine Größe ändert, sieht kacke aus und in der Szene scheinen zwei Chewies vorzukommen. Trotzdem ist es schön, dass die Szene wieder eingefügt wurde, hat Han doch auch hier ein paar brilliante Momente. (Wieso ist eigentlich die Sequenz mit Luke und Biggs Darklighter auf Tattooine bis heute nicht in den Film eingefügt worden?)

Wenn die Greedo-Szene zeigt warum Han bisher überlebt hat, dann zeigt diese Szene warum Han immer kurz vor dem Exitus steht: Bei aller Coolness, Han ist halt auch ein Vollidiot. Statt dem reichen, bösartigen und rachsüchtigen Paten den Arsch zu küssen (hat Jabba überhaupt… öh… Themenwechsel) tritt er Schnecki McFett erst auf den Schwanz und nennt ihn dann “ein wunderbares menschliches Wesen”. Gutes Kino, schöne “devil may care”-Attitüde gezeigt… aber trotzdem eine ganz dumme Aktion, Solo.


Honorable Mention: Der halbfertige Todesstern

Image Hosted by ImageShack.us

Scheiß auf den ersten Todesstern. Ich fand das Ding immer irgendwie öde. Ja, coole Waffe und alles… aber optisch machte es nicht soviel her. Der zweite Todesstern ist da schon ein ganz anderes Kaliber, einfach weil er in seiner halbfertigen Form viel besser aussieht, als es der erste Todesstern je tat. Die Stahlträger und die fehlenden Stellen ober- und unterhalb des Äquators, diese “Narbe” im unteren Drittel… das gab dieser Raumstation mehr Charisma als dem fertigen Todesstern. Gute Schurken brauchen Narben. Irgendwie erinnert mich der zweite Todesstern über dem Waldmond von Endor ein wenig an eine Zombieversion des ersten Todessterns. Der Zombie-Todesstern. Wenn das nicht ausreicht um Angst und Schrecken in der Galaxis zu verbreiten, dann weiß ich auch nicht mehr. Sofern die Planetenkillerkanone funktionsfähig ist, sollte man den Todesstern einfach in dieser Form belassen. Ein paar Antriebsdüsen dran und los geht’s. Dank der fehlenden Atmosphäre im All muss das Teil ja glücklicherweise nicht einmal windschnittig sein.


Die beste Szenen

1. Jabbas Palast

Image Hosted by ImageShack.us

Den ganzen Endor-Teil von Jedi mag ich nicht sonderlich, aber ich liebe die Szenen in Jabbas Palast. Im Grunde ist es ein wenig wie die Cantina-Szene in Mos Eisley, nur dass der Verstärker hier auf 11 gedreht wurde. Wir sehen dutzende extrem coole und extrem fremdartige Aliens, die unsere Fantasie anregen. Wir erleben den Mobboss in Hochform, wie er seine ganze Widerlichkeit raushängen lässt. Jabbas siffig-verkommener Palast strahlt exakt die bedrohliche Atmosphäre aus, die diese Szenen brauchen. Und dann all die kleinen Momente, die diese Szene ausmachen: Die Robofolterkammer. Die verstörend-schweinischen Gamorreaner-Wachen, die ich als Kind so gar nicht mochte. Die arme Oola, die mir jedes Mal wieder Leid tut, wenn sie zu Rancorfutter wird. Und natürlich Luke, der später den Rancor eigenhändig erlegt. Kopfgeldjäger Boussh… und er hat einen Thermaldetonator. Und auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben sollte Leias Metallbikini, der auch zur popkulturellen Ikone wurde.

Die ganze Sequenz ist nicht sonderlich lang, aber in ihr kommen derart viele grandiose Star-Wars-Momente zusammen, dass ich sie wieder und wieder und wieder sehen kann und immer noch neue Dinge entdecke, die mir vorher nicht so aufgefallen sind. Ach ja: Loben muss ich auch die Max Rebo Band, die endlich mal einen Gig zusammen mit Dr. Tooth and The Electric Mayhem spielen sollten. Max Rebo, der Helmut Zerlett von Tattooine, ist der Mann. Äh, Ortolaner… äh… was auch immer. Und ich finde auch nicht, wie einige Puristen meinen, dass diese Szene ruiniert wird, weil in der Special Edition die Max Rebo Band “Jedi Rocks” spielt. Ich mag beide Tracks, wobei der 80s-Synthie-Pop-Einschlag von “Lapti Nek” im Originalfilm schon extrem knorke war. Welches der beiden Lieder nun besser ist? Darüber sollen die Philosophen streiten. Unbestreitbar aber dass die Palastsequenz eine der coolsten Stellen - wenn nicht sogar die coolste - in allen sechs Filmen ist.

***

2. Der Graben

Es gibt diese Filmszenen, die Popgeschichte schreiben. Indiana Jones Flucht vor der riesigen Steinkugel in Jäger des verlorenen Schatzes. Rocky Balboa der jene Stufen erklimmt, die inzwischen als “Rocky Steps” bekannt sind. Die Zerstörung eines vietnamesischen Dorfs in Apocalypse Now während “Der Ritt der Valkyren” aus den Lautsprechern dröhnt. Und definitiv die Grabensequenz, der klimatische Showdown, in A New Hope.

Scheiß auf die Speeder Bikes in Jedi (trotz der coolen Helme der imperialen Schwebemopedfahrer). Scheiß auf die endlos-lange Rennsequenz in Episode I. Das hier ist die ultimative Verquickung von Videospiel und Film… und zwar in einem Jahr als gerade mal der Atari VCS auf die Welt losgelassen wurde. Die Grabenszene hat alles: Unglaubliche visuelle Effekt. Rasante Kamerafahrten. Packende Action. Ungeheure Spannung. Große Explosionen. Sie hatte sogar mal einen emotionalen Moment, der dadurch verloren ging, dass der Zuschauer nie erfuhr wie nah sich Luke und Biggs Darklighter standen.

Wenn der Grabenflug für mich als Kind der Achtziger noch aufregend wirkte und ich dieser Szene bis heute ihre Dramatik nicht absprechen kann, obwohl man den SFX langsam ihr Alter anmerkt, wie beeindruckend muss diese Sequenz für jemand gewesen sein, der sie 1977 im Kino sah? Wie innovativ müssen diese Szenen gewirkt haben, in denen man den Graben quasi aus dem Cockpit der X-Wings oder TIE-Jäger sieht, in denen man sozusagen “selbst am Steuer” sitzt?

Inzwischen bin ich aktiv dutzende Male im Graben gewesen: In X-Wing, Rebel Assault, Rogue Squadron oder Super Star Wars. Aber trotzdem bin ich immer wieder davon beeindruckt, wie umwerfend und voller Energie die Grabenszene in A New Hope ist. Filmgeschichte, wie gesagt.

***

3. Mos Eisley

Aaah, Mos Eisley: “wretched hive of scum and villainy”. Ähnlich wie Jabbas Palast, aber nicht ganz so cool. Aber auch hier gilt: Ein ganzer Schwung an coolen Miniszenen in einem großen Haufen. Hier bekommen wir erstmals mit, was Star Wars ausmacht. Da ist die extrem lässige Szene in der Ben Kenobi den Imperialen erklärt, dass dies nicht die Droiden sind die sie suchen. Daraufhin werden uns erstmalig die bizarren Wesen präsentiert, die im Star-Wars-Universum heimisch sind und wir hören das funky Musikstück, dass die Bith-Band in der Catina spielt. Kurz danach bekommen wir zum ersten Mal ein Lichtschwert in Aktion zu sehen, wenn Kenobi einem Kneipenbesucher den Arm entfernt. Dann lernen wir Han kennen und sehen wie er Greedo wegpustet… wie viel coole Szenen kann man eigentlich in eine halbe Stunde Film packen? Abwechslungsreich, visuell interessant und ein netter Teaser der Dinge, die danach kommen sollten.

***

4. Der böse Baum auf Dagobah

“Wer hätte gedacht, dass Darth Vader der Vater von Luke Skywalker ist?” - Homer Simpson

Da ich ja den dritten Teil (man beachte: Teil, nicht Episode) vor dem zweiten gesehen habe, war mir das klar… was dieser Bespin-Szene viel emotionalen Impakt nimmt. Darum ist hier nicht Lukes Duell mit Vader in Cloud City aufgelistet, sondern das frühere Duell mit “Vader” auf Dagobah. Eine Szene, die für mich als Kind ein Mindfuck war und deren mindfuckige Qualität ich auch als Mittzwanziger noch zu schätzen weiß. Die unheimliche Atmosphäre des Sumpfplaneten macht das plötzliche Auftauchen von Vader nur noch bedrohlicher. Und wenn Luke dann die Maske des enthaupteten Vader entfernt, nur um sein eigenes Gesicht zu erblicken. Genial. Für mich die beste Szene in einem Film, der zum Ende eigentlich nur noch aus tollen Szenen besteht.

***

5. Hoth

Ein hervorragender Ausgleich dafür, dass Empire keine echte Raumschlacht zu bieten hat. Die AT-ATs (”Schneeelefanten”) wirken absolut gigantisch und die Szenen, in denen die Snowspeeder die riesigen Maschinen zum Stürzen bringen, indem sie zwischen ihren Beinen durchflien und dabei Kabel aufspannen ist Actionkino vom Feinsten.


Honorable Mention: Der Naboo N-1 Starfighter

Image Hosted by ImageShack.us

Die Prequel-Trilogie kommt hier nicht gut weg. Primär weil ein Großteil der coolsten Star-Wars-Dinge in den alten Filmen zu finden ist. Aber, wie gesagt, wir hier bei Agitpop haben uns der FOX News Doktrin verschrieben und wollen darum absolut “fair and balanced” sein. (”Study: 92 per cent of Democrats are gay.“) Und deshalb soll dem Naboo N-1 Starfighter hier die verdiente Ehre zu Teil werden: Der N-1 ist das vielleicht schönste Raumschiff in allen sechs Teilen.

Egal wie sehr die Fans den X-Wing lieben mögen (und, ehrlich, der A-Wing war schon immer der coolere Rebellen-Raumjäger), der N-1 Starfighter hat etwas, dass den späteren Raumjägern fehlt: Stil und Klasse. Die gelb-silberne Farbgebung und die geschwungenen Spitzen, die das Gefährt extrem schnittig wirken lassen? Das ist einfach ein wunderbares Design. Warum nicht mal einen Raumjäger bauen, der auch ästhetischen Ansprüchen genügt? Dass die N-1 Piloten statt Raumhelmen solche Retro-Lederkappen tragen, mit denen sie sich auch problemlos unter von Richthofens Fliegenden Zirkus hätten mischen können, ist da nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Eine Affenschande, dass wir in den Episoden II und III quasi nichts mehr von diesen Stilbombern gesehen haben.


Die unnötigsten Szenen

1. Die Liebesszenen in Episode II

Image Hosted by ImageShack.us

Meine Verachtung für Episode II brennt mit der glühenden Intensität von 1.000 Sonnen… aber es wäre zu leicht einfach den ganzen Film hier als “unnötigste Szene” hinzustellen. Auch wenn ich gut Lust hätte das zu tun. Aber da waren ja die Sequenzen in denen Natalie Portman bauchfrei rumlaufen durfte, also kann der Film nicht komplett schlecht sein. Nur zu 98 Prozent, oder so. Es gilt also, die unnötigsten Szenen aus einem Meer an Unnötigkeit herauszufischen.

Da fiele mir so einiges ein: Die grottenschlechte Mimik von Hayden C. wenn Anakin seine Mama bei den Tusken Raiders findet. Die schon 2002 beschissen künstlich aussehenden Special Effects im Effektoverkillfinale, die mit jedem weiteren Jahr nur noch peinlicher wirken. (Und nicht im “liebenswerten” Sinne, wie es Effekte von Ray Harryhausen tun… das Finale sieht einfach steif und künstlich aus. Siehe auch: Matrix Reloaded.) Aber, nein, es gibt einen klaren Sieger hier: Die Romanze.

Wie oben angegeben: Lucas wusste in den Siebzigern, dass sein Zielpublikum keine endlosen Romanzen will. Das hat er aber leider in den knapp zwanzig Jahren zwischen Jedi und Episode II vergessen. Und sehr zum Missfallen aller Teile des Publikums, außer den dicken Emo-Mädchen die auf Anakin stehen, hat Lucas nie gelernt wie man eine erträgliche Romanze schreibt. Wäre Episode II ein Roman, das Cover würde so, so oder vielleicht sogar so aussehen.

Nur dass der Roman nie das Tageslicht erblicken würde, weil ihn das Lektorat als zu schmalzig und zu hölzern abkanzeln würde. Okay, Zeit für ein Spielchen. Welche der beiden Passagen ist ein tatsächlicher Dialog aus dem Film und welche ist ein Stück Slash-Prosa die ein vierzehnjähriges Mädchen auf FanFiction.net veröffentlicht hat?

Passage 1:

From the moment I met you, all those years ago, a day hasn’t gone by when I haven’t thought of you. And now that I’m with you again, I’m in agony. The closer I get to you, the worse it gets. The thought of not being with you
makes my stomach turn over - my mouth goes dry. I feel dizzy. I can’t breathe. I’m haunted by the kiss you should
never have given me. My heart is beating, hoping that kiss will not become a scar. You are in my very soul, tormenting
me. What can I do? I will do anything you ask…

Passage 2:

I had just admitted that I loved him. To myself of course, I could never tell him. Not even under the cover of a dark tunnel, where dark secrets are told in whispers for only the walls to forget. To love her back, as my body wished me to do, was to live out the rest of my life in a shroud of lies. Snatching at passion in snippets of opportunity. Breaking my vows to the Jedi, just to make sacred vows to her. Promises built on deception and lies. To love him, as my heart wished me to do, was to live out the rest of my life in silence. Silently adoring the way his mouth curled when he got riled up. Silently committing each stroke he wove with his lightsaber to memory.

Richtig, der zweite Auszug stammt von FanFiction.net. Aber einen qualitativen Unterschied mag ich nicht erkennen. In Anbetracht der Tatsache, dass Lucas Skript sicher mal gegengelesen wurde, ist das ein schockierender Offenbarungseid. Und diese Dialoge haben uns durch ein Viertel von Episode II und einen kleinen Teil von Episode III gequält. Echt gezz, Lucas, was hast du geraucht als du dachtest, das wäre eine gute Idee?

***

2. Jar-Jar tritt in Bantha-Kacke

Jaja, George, Jar-Jar ist als Figur so angelegt, dass auch Kinder deine neuen Filme mögen. Was zwei Fragen aufwirft: Wieso hasst du Kinder so? Und: Wie kommt es dass Kinder deine alten Filme mochten, wo es keine Figur gab die ansatzweise so nervig war wie Jar-Jar? (Gut, C-3PO.) Nichts gegen komödiantische Sidekicks, aber selbst Kinder können zwischen Qualität und Scheiße unterscheiden. Und, speaking of which: Die Szene in der unser Lieblings-Gungan in Bantha-Kacke tritt, zeigt relativ deutlich das von Episode I angepeilte Niveau. Kleinster gemeinsamer Nenner. Leider. Das hätten selbst die Gebrüder Wayans weniger plump hinbekommen.

***

3. Ewoks versus Imperiale

Ich habe nichts gegen die Ewoks per se. Ich war schließlich im richtigen Alter um die Ewoks zu mögen, als ich Jedi zum ersten Mal gesehen habe. Ich finde optisch auch Karavane der Tapferen und Kampf um Endor ansprechend. Lucas möchte flauschige Merchandisingartikel in seinen Filmen unterbringen? Kein Problem, Lucas soll genau das tun. Nur soll er dabei bitte nicht den letzten Rest Glaubwürdigkeit der Imperialen Armee untergraben, die ja bisher schon extreme Zielschwierigkeiten demonstriert hatte. (Ich lache bis heute wenn Obi-Wan in A New Hope festhält, dass nur Sturmtruppen so präzise schießen können. Mann, du hast lange auf Tattooine festgesessen, was?)

Hey, ein guter Guerilla-Krieg kann eine überlegene Armee in echte Schwierigkeiten bringen. Siehe die Fälle: Che Guevarra gegen Fulgencio Batista, Ho Chi-Minh gegen Kennedy bis Nixon und George Washington gegen den König von England. Aber dass die Imperiale Elite von einem Haufen Teddybären mit Steinzeitfallen total abgeschlachtet wird? Meh. Trotzdem sind die Szenen auf dem Waldmond von Endor nicht komplett vergeudet: Immerhin tauchen hier die AT-STs auf. Und rein optisch sind die AT-STs so ziemlich das beste Stück Equipment, dass uns die Imperialen präsentieren. Aber ob sich die Ewok-Guerillas dafür gelohnt haben?

***

4. Han schoß danach

Ich will nicht schon wieder eine endlose Hassschrift gegen diese Szene rauskloppen. Darum lese man einfach meine Ausführung über den besten Han-Solo-Moment und frage sich dann: Warum diese Szene kaputt machen?

***

5. Die Midi-Chlorians

Gemäß dem Lucas Motto “If it ain’t broke, fix it anyway”: Die Macht. Ich hasse zwar Mystizismus in meiner Skiffy - und Star Wars ist schon immer Borderline-SF gewesen und war eher Fantasy mit Raumschiffen -, aber ich kann damit leben, dass die Macht irgend so ein religiöses Gedöns ist, dass wir nicht genauer erklären brauchen. Es funktioniert halt, einige Leute sind dafür empfänglich und gut ist. Aber die Macht mit irgendwelchen symbiontischen Viechern zu erklären macht die Sache nicht besser. Und wenn es einfach nur ein biologisches Phänomen ist, wie können Jedi nach ihrem Tod weiterhin Kontakt zu den Lebenden aufnehmen? Wieso verpassen sie Shmi Skywalker eine unbefleckte Empfängnis? Warum tun Yoda und Obi-Wan, die es besser wissen müssten, in den Episoden IV bis VI so als wenn die Macht ein komplett mystisches Religionsbrimborium wäre? Wenn man schon Mystik durch harte SF ersetzt, dann sollte es die Dinge leichter machen und nicht verkomplizieren. Dumme Idee.


Honorable Mention: Wedge Antilles

Image Hosted by ImageShack.us

Bei all dem Huibuh um Jedis, die Macht und Romanzen zwischen Schmugglern und Prinzessinen kann man ja schnell mal die militärische Seite des Sternenkriegs vergessen. Die von niemandem besser verkörpert wird als vom braven Soldaten Antilles: Der Mann hat Todesstern I, die Schlacht um Hoth und Todesstern II überlebt, was ihn im Wars-Universum zu einer einzigartigen Figur macht. Und wie wird’s ihm gedankt? Luke wird der erste der neuen Jedis, Han bekommt die Prinzessin, Lando wird zum General befördert… und Wedge muss mit Nien Nunb tanzen. Wie oben gesagt: Nichts gegen Nien, aber man hätte dem Rogue Leader da schon etwas mehr für seine Kriegsverdienste gegönnt. Oh, well. Zumindest unseren Respekt hat er.

32 Responses to “30 Jahre Star Wars - Die Liste”

  1. 30 Jahre Star Wars auf F!XMBR Says:

    [...] 30 Jahre Star Wars - Die Liste In der Folgezeit entwickelte ich mich dann zum Star-Wars-Übernerd: Comics, Bücher, Spiele? ich verschlang alles was mit dem Star-Wars-Universum zu tun hatte. Ich wusste was SoroSuub war, konnte die technischen Spezifikationen des Millenium Falcon runterrattern, wusste von welchem Planeten Bossk kam (nicht zu verwechseln mit Boussh, der ganz eindeutig einer Rasse angehörte, die später im Star-Trek-Universum als Breen bekannt wurde) und sprach fließend Bocce. [...]

  2. gloomy Says:

    Großartige Sachen hast du da ausgewählt, die mich als einen weiteren Star-Wars-Nerd alles noch mal Revue passieren lassen. Und ja, Thrawn war wirklich ein fantastischer Charakter, wie überhaupt die ganze Timothy-Zahn-Trilogie.
    Von Fan zu Fan zwei kleine Korrekturen: Leia sagt nicht, Tarkin habe Vader “an der Leine”, sondern Vader tanze nach Tarkins Pfeife. Falls das deine eigene Übersetzung war, nehme ich das zurück. Obwohl ich die Filme auf DVD habe, habe ich sie immer nur auf deutsch gesehen. Hab mich zu sehr an die deutschen Stimmen gewöhnt.
    Und R2D2 verpasst Jedimeister Yoda keinen Elektroschock, das ginge wohl doch etwas zu weit. Er versucht nur ihm die Taschenlampe mit einem Greifarm zu entreißen.

  3. Björn Says:

    Ja, die Thrawn-Reihe habe ich damals geliebt, die hat mich um 1994 rum nochmal so richtig zum Wars-Nerd werden lassen. Ich mag auch Captain Pallaeon und Talon Karrde sehr gerne. Schade, dass das Expanded Universe irgendwo ins total lächerliche abgedriftet ist. (Vader gegen Darth Maul; jeder Böse kommt mindestens vier Mal von den Toten zurück. Et cetera.)

    Die Yoda-Szene habe ich aus dem Gedächtnis geschrieben, da traue ich deiner Korrektur. Das mit der Leine bezieht sich auf die englische Version, da sagt Frollein Organa: ““Govenor Tarkin, I expected to find you holding Vaders leash.

  4. Andi Says:

    Wie, kein Platz für Palpatine? Was hast Du gegen die mit Abstand coolste Sau aller Filme, die die größte Geduld, die besten Sprüche und die tollsten Szenen hat, ganz abgesehen davon, daß Ian McDiarmid ein klasse Schauspieler ist?

    Wie er die unerklärlicherweise jedes Attentat überlebende Padmé in Episode I sichtbar haßt und ihr für ihn völlig überraschendes Auftauchen auf Coruscant trotzdem geschickt wie ein Fuchs für seine Pläne nutzt, nur um sie danach wieder in den scheinbar sicheren Tod zu locken.

    Wie er den armen, tragischen, dummen Anakin in Episode II ohne mit der Wimper zu zucken eiskalt manipuliert und Jar-Jar sowieso, um sich zu ermächtigen.

    Wie er in Episode III kompromißlos Dooku opfert, seine zehnjährige, am Ende fast schon offensichtliche (”Not for a Jedi.”) Bearbeitung Anakins endlich Früchte trägt, und wie er gegen den tatsächlich arroganten Yoda gewinnt. Ich glaube, Palpatine sagt überhaupt nur die Wahrheit in diesem Film, nur eben nicht die ganze.

    Und natürlich sein Auftritt in Jedi und wie er sich über Lukes Schmerz kaputtlacht. Am Ende ist seine “Overconfidence” sein buchstäblicher Fall, aber so oder so bleibt er der Meister der Improvisation, der Große Strippenzieher und der Mann mit der besten Villain-Lache. Auf die Liste!

    Ach so, eins noch: Vielleicht erinnern die Liebesszenen in Episode II deshalb so an Groschenromane, weil Anakin und Padmé beide keine Ahnung von Liebe haben. Skywalker wurde als Sklave und danach in einem mönchischen Orden großgezogen und Amidala mit dem goldenen Löffel im Mund, da bleibt nicht viel Platz für Erfahrungen in der wirklichen Welt. Im Gegenteil sind beide eher einsam und liebesdurstig, und so kommt eins zum anderen. Oder würde Padmé sonst ein Kleid mit einem Ausschnitt bis zum Arsch anziehen, wenn sie weiß, daß Ani auf sie scharf ist? Oder so schnell auf seine billigen Sprüche reinfallen? Oder oder oder…

    Außerdem möchte ich gerne wissen, wie die Kritiker der Liebesszenen geflirtet haben, als sie 18 waren.

  5. stefan Says:

    wer sind denn bitte die “Midi-Chlorians” und wo kommen die vor?

  6. Kolleteralschaden Says:

    @Andi
    Es geht nicht darum ob die Liebesszenen realistisch nachvollziehbar sind sondern ob sie gut ankommen. Schließlich sind die Star Wars Filme lediglich Filme und die Aufgabe von Filmen(zumindest von Filmen wie Star Wars) ist es das Publikum zu unterhalten. Allerdings ist das einzige was die Liebesszenen tun, den Film in die Länge zu ziehen und den Zuschauer hoffen zu lassen das der Film bald vorbei ist.

    Ach ja, Björn. Ich habe das Gefühl, dass du die neue Trilogie, oder besser gesagt die Tatsache, dass die neue Trilogie im Vergleich zur alten Trilogie lausig ist viel zu ernst. Wie schon gesagt, es sind blos Filme. Mittelmäßige Filme, aber jetzt mal ernsthaft: das war die alte Trilogie auch. Allerdings war sich George Lucas im Klaren darüber und hat fröhlich auf die Trash-trommel gehauen und so viele Stereotypen und Figuren, die aus einem Comic entsprungen sein könnten(von den Locations mal abgesehen) in die Filme gepackt, dass einfach gut und unterhaltsam war. Auch die Idee ein paar Teddybären Geruillakrieg spielen zu lassen finde ich gut. Okay es gab massig bessere Ideen, aber finde dass die Ewoks qualitativ noch immer im guten Bereich sind.

    In einem stimme ich aber mit dir überein: das beste an der neuen Trilogie war die Zeichentricksrie. Pure Action und ein saucooler General Grivous(der eine viel größere Rolle im Film verdient hätte). Auch der total überzogene Zeichenstil hat mir sehr gut gefallen. Naja, die Action in Episode 3 lässt sich noch immer sehen, aber dennoch kann man mit Recht sagen dass das Experiment “neue Trilogie” gründlich in die Hose gegangen ist.

  7. Aulbath Says:

    GENAU SO! Der Imperator war immer langweilig ~ Tarkin und Thrawn FTW!
    Gerade letztens wieder bemerkt was für eine coole Sau Tarkin ist :)

    Beim N1 stimm’ ich dir zwar überhaupt nicht zu (mal ganz ehrlich, wie käme man als Designer von so einer schnittigen Form auf die klotzigen Eps 4-6 Jäger!?) ansonsten sehr, sehr schöner Text ~ da kriegt man direkt Lust (schon) wieder Star Wars zu gucken.

    Ziehst du selbiges jetzt auch nochmal mit den Games durch ~ Gametrailers hat das ja gründlich verkackt (keine Erwähnung von Rebel Assault II aka bestes FMV Spiel ever, und Tie-Fighter nur auf Platz 2, kein X-Wing vs. Tie-Fighter at all… usw. usf)

  8. Sons Says:

    Ich sass 1977 im Kino und bin durch den Graben “geflogen”. Ich habe Stunden gebraucht um von dem Trip runterzukommen.

  9. marcel Says:

    “Meine Verachtung für Episode II brennt mit der glühenden Intensität von 1.000 Sonnen”

    Hahaha, danke für diesen Satz.

  10. Björn Says:

    @Andi:

    Den Herrn P. fand ich halt nie so toll. Ganz nett im dritten Teil, aber nicht so cool wie Vader oder Boba Fett. Ich bin da sehr leicht von glänzendem Spielzeug abzulenken. Und in der Prequel-Trilogie… vielleicht lag’s daran dass ich wusste, dass Palpatine mal der Imperator wird, aber irgendwie hat der Mann mich da gar nicht mehr begeistert.

    Zur Lovestory: Wie ich mit 18 geflirtet habe hat nun echt wenig mit irgendwas zu tun. Mit der gleichen Argumentation darf ich beschissene Actionszenen nicht kritisieren weil ich so ‘n M-60 nicht mal hochgehoben bekäme. Ich garantiere aber, dass keine Sätze fielen wie: “My heart is beating, hoping that kiss will not become a scar.

    Das ist, so weit es mich betrifft, einfach schlecht geschrieben und ohne künstlerische Ambition oder Absicht. Und, wie in den Comments schon angemerkt wurde: Es zieht die Filme wie Käsefondue.

    ***

    @stefan:

    Midi-chlorians… hmm, hat jemand Lust eine Elektropopkapelle zu starten, die Lieder aus Star Wars covert und sich MIDI-chlorians nennt?

    ***

    @Kolletaralschaden:

    Du lieferst ja selber schon die Argumente, die ich hier anbringen würde. Die neuen Filme scheitern, neben der immensen Erwartungshaltung, daran dass zu sehr versucht mehr zu schaffen als liebenswerten Schund.

    ***

    @Auli:

    Ja, die Evolution der Designs und der Technik ist generell seltsam. Ich hatte überlegt Spiele in die Liste aufzunehmen, aber ich kenne echt zu wenig von den neuen Spielen. Ich habe beispielsweise KOTOR bis heute nicht gespielt. Und generell habe ich, glaube ich, außer Rogue Squadron und Jedi Knight II kein Wars-Spiel mehr gezockt seit Jedi Knight I.

    Aber ich denke drüber nach was über die Retro-Spiele zu machen, die ich ja fast alle gezockt habe und die größtenteils echt schnieke waren. Tie Fighter ist immer noch ein totaler Favorit…

  11. Nerdcore — links for 2007-06-03 Says:

    [...] agitpop - 30 Jahre Star Wars - Die Liste (tags: star_wars starwars film) [...]

  12. Heide Says:

    Bei der Brautwerbung fragt man sich ja doch schon manchmal ob Anakin wirklich Lukes Vater ist. Zumal der gute Mann auch reichlich vernagelt zu sein scheint. Wer erklärt den kleinen Jedis eigentlich die Sache mit den Bienen?

  13. mkraxx Says:

    Wunderbar, das hat jetzt aber echt Spass gemacht, hab kürzlich gerade erst alle SE-Teile im TV gesehen, und finde die SpecialFX heut noch besser als so manches was einem als CG verkauft wird.

    Möge die Macht mit dir sein….

  14. Avaron Says:

    Antilles bekommt ja wenigstens im Expanded Universe (welches ich gar nicht so schlimm finde, klar gibt es böse Fehltritte, aber die ignoriere ich) die gebührende Aufmerksamkeit und Bedeutung zugesprochen. Die X-Wing-Reihe mit der Sonderstaffel und der Gespensterstaffel ist eine der besten Reihen des gesamten EU.

  15. Björn Says:

    Die erste Serie an X-Wing-Romanen von Stackpole (dessen Battletech-Bücher auch durchaus unterhaltsamer Schund waren) hat mir tatsächlich gefallen. Aber mit den Büchern von Allston bin ich einfach nicht warm geworden.

  16. Aulbath Says:

    “Ich hatte überlegt Spiele in die Liste aufzunehmen, aber ich kenne echt zu wenig von den neuen Spielen.”

    Du solltest wissen, daß mir Nichtkenntnis aktueller Spiele aber mal sowas von Banane ist ;)

    Wobei man Empire at War, X-Wing Alliance, die Battlefronts und KotOR auf jeden Fall mal testen sollte.

  17. Heide Says:

    X-Wing Alliance war zwar gut allerdings nicht so gut wie TIE-Fighter. Empire at War und die Battlefront haben mich nie so wirklich gereizt. KotOR ist jedoch ein absolutes Muss!

  18. Aulbath Says:

    Empire at War ist leider das einzig brauchbare Strategiespiel im SW-Universum. Rebellion/Supremacy und Force Commander sind beide leider ziemlicher Rotz. Ersteres ist nur gegen Menschen brauchbar und letzteres braucht einfach kein Mensch.

    EaW hat zwar auch Macken (Bodenmissionen!!1!elf) sieht aber wenigstens sehr geil aus :)

    X-Wing Alliance war das letzte, brauchbare SciFi-Weltraumflugsimdingsich… Freespace, Wing Commander V und all die anderen Genrevertreter danach haben einfach nicht so sehr reingehauen wie die Lucas Spacesims.

    Battlefront ist so prinzipiell so herrlich simpel, und bietet einige wirklich nette Maps - ist halt für dejenigen die keinen Bock auf 2. WK oder “Modern Combat” haben. Und man kann mit ‘nem Haufen SW-Gerät rumgurken, und das ist doch die Hauptsache XD

    An dieser Stelle sei auch nochmal das kurzweilige, und sehr eigenwillig-abgedrehte (positiv) Lego Star Wars zu erwähnen.

  19. Aulbath Says:

    EDIT: SW Battlegrounds habe ich noch vergessen, das stinkt aber auch…

  20. Andi Says:

    Die Romanze kann einfach nur schlecht geschrieben sein, ja. Oder eine gut geschriebene Romanze von Menschen, die nur schlecht flirten können. Vielleicht hätte man letzteres aber klarer machen können….

  21. Björn Says:

    Wenn der Rest des Films auch mit eher peinlichen Szenen und Dialogen drapiert wäre, ich wäre gewillt der zweiten Interpretation eine Chance zu geben.

  22. Heide Says:

    Stimmt. Das zweite Lego Star Wars war wirklich witzig. Das erste fand ich etwas schwächer. Bei Battlefront habe ich eher das Problem das es ein Online-Shooter ist. Erstens bin ich für diese Art Spiele nicht wirklich gut genug und zweitens hat mir die Battlefield-Reihe dramatisch vor Augen geführt was für Leute sich so im Internet aufhalten.

  23. Aulbath Says:

    @Heide: Bei den LSWs geht’s mir genauso, der Zweite ist einfach irgendwie besser. Liegt aber vielleicht auch einfach an den “klassischen SW” Szenen die veralbert werden. Hat einfach was.

    Battlefront kann man auch ganz nett allein spielen, oder halt mit Freunden im Netzwerk. Was die Leute im Internet angeht, das ist eine andere… traurige Geschichte.

  24. Andi Says:

    Daß der Rest des Filmes nicht so peinlich war, spricht doch eher für die zweite These…

  25. Thomas Says:

    Mmmhh LSW 1 fand ich um einiges besser als das 2er… ok das Setting vom 2er is klar um einiges cooler, aber ich bin nie das Gefühl los geworden, daß im 1er mehr Liebe drin steckt als im 2er… die Kamera stresst im 2er öfters, was sie im 1er nie getan hat und die spielbaren Chars sind im 1er cooler gewesen. (Chewy ist hier eine Ausnahme - der kann Legoarme ausreißen!) Wobei man hier auf jeden Fall die PC-Versionen spielen sollte, denn nur hier kann man - soweit ich weis - die 1er Chars im Freeplay-Mode im 2er spielen! Der größte Pluspunkt ist in meinen Augen aber der Bonus-Level im 1er (will hier für alle die es noch spielen wollen nix verraten). Weiterhin ist mir der Schwierigkeitsgrad im 2er zu hoch… da gab es ne menge Frustmom. die es so im 1er nicht gab. Letzte Tipps: Immer zu zweit zocken und mit Pads!

    PS: Lego Batman ist auch schon angekündigt! Wobei mir Indy Jones lieber gewesen wäre… alleine wegen den Legonazis ;)

  26. phabe Says:

    Jabbas Palast steht mitnichten auf Endor. Vielmehr lebt der Hut auf Tatooine (Tunesien).
    Sonstigen kleinen Fehlern kann man mit Ignoranz begegnen.

    alas, p.

  27. Björn Says:

    @phabe:

    Richtig. Ich behaupte auch nirgendwo dass der Palast auf Endor stünde. Ich sage ja “die ganzen”, nicht “die restlichen”. Aber um die Aussage deutlicher zu machen: Ich mag den Teil von Jedi nicht, der auf Endors Waldmond spielt. Aber: Ich mag den Teil von Jedi am Anfang der in Jabbas Palast auf Arrakis spielt. So klarer?

    ***

    @Thomas:

    Lego-Nazis?

  28. Oliver Says:

    Also nur mal als Einwurf und so völlig subjektiv. Ich habe damals die erste Trilogie komplett im Kino verfolgt, war damals klasse und auch heute. Und selbst wenn ich dem Technik-Fetisch hörig bin und auch alle “verbesserten” Versionen besitze, das Orginal schaue ich mir immer noch weitaus lieber an. Die neuerliche Trilogie, ich ärgere mich heute noch über den DVD-Kauf, aber war einfach nur *peep* und dieser Naboo Fighter ist toll? Omfg :D dann gefällt dir sicher auch Colani Design ;)
    Nichts geht über … Achtung … die Tiefighter. Die hatten imo ohnehin immer die cooleren Gefährte :D

  29. Ozzie Says:

    Hm, bis darauf, dass der Imperator in der Liste fehlt (hätte ich auf Platz 1 oder 2 gesetzt) und der Naboo Fighter gewürdigt wurde ist es eine Liste mit der ich absolut einverstanden bin.

  30. Avaron Says:

    Jabbas Palast? Arrakis?

  31. agitpop - this is your brain on drugs » Blog Archive » Bloody Stupid B-Movies: The Star Wars Holiday Special Says:

    [...] Das Schöne ist: Das Star Wars Holiday Special ist Teil des großen Kanons. Irgendwie. Auch wenn wir nicht darüber reden. Das ist ein wenig wie mit dem missgestalteten Cousin, den man in Ketten liegend in einem dunklen, abgesperrten Raum im Keller hält. Sicher, er hat seit zwanzig Jahren das Tageslicht nicht gesehen und ist gezwungen sich von Ratten, toten Katzen und Hobos zu ernähren… aber irgendwie ist er doch Teil der Familie. Auch wenn man ihn lieber totschweigen würde. Und als alter Star-Wars-Nerd ist es damit absolut legitim das Special so zu behandeln, wie ich auch jeden regulären Film behandelt hätte. Nicht dass mich das Fehlen dieser Legitimation daran gehindert hätte. Aber das ist wie mit geplanten Kriegen und der Legitimation durch den Weltsicherheitsrat. Klar, man braucht die Zustimmung der Veto-Mächte eigentlich nicht. Aber es ist trotzdem irgendwie nett, wenn man sie hat. [...]

  32. New Jedi Order 17 - Wider alle Hoffnung at Rara sunt cara Says:

    [...] vor rund zwei Wochen fertig gelesen und war himmelfroh, dass es vorbei war. Während an anderer Stelle der 30jährige Geburtstag von Star Wars zelebriert wird, beschäftige ich mich hier mit einem [...]

Leave a Reply