Same old stories
There is always an easy solution to every human problem
— neat, plausible and wrong.
–H. L. Mencken
“Killerspiele.” Dann also doch… ich hatte überlegt, ob ich etwas zu dem Thema schreiben sollte, primär weil mir die Debatte zum Halse raushängt. Und weil genug andere ihre Meinungen zum Thema zum Besten gegeben haben. Und weil ich der Debatte eigentlich überdrüssig bin. Trotzdem, hier meine zwei Cent zu ein paar Bereichen, die - wie ich finde - bisher eher wenig betrachtet wurden:
Reflexe
Das Traurigste an den Reaktionen ist, dass wir ein Trinkspiel aus der Debatte machen können. Immer wenn einer der folgenden Sätze fällt, dann wird eine Flasche Brandy getrunken. Am Ende sind wir alle Alkoholiker, aber auch zu dicht um einen Abzug betätigen zu können. Und damit meine ich nicht nur die Aussagen der üblichen Verdächtigen, dass man jetzt sofort ein Verbot braucht (wer richtig punkten will, der fordert ein Herstellungsverbot… die amerikanische Regierung wird sich bedanken, wenn Morgen bei Valve Angehörige des BKA vor der Tür stehen und die Rechner beschlagnahmen), sondern auch die Standardphrasen “unserer” Seite, der Gamer. Aber ich spiele doch seit 100.000 Jahren solche Spiele und habe nie einen Menschen umgebracht. Alle Amokläufer essen Brot, warum verbieten wir kein Brot. Die Gesellschaft ist Schuld. Hitler hat nie Doom gespielt. Blablabla.
Das sind auch Allgemeinplätze und Phrasen, die keinen Meter besser sind als die Verbotsforderungen. Und einige schießen richtig übers Ziel hinaus:
Ich kann Menschen nur Spass bringen wenn sie zusammenspielen. Spass. Darum geht es bei mir. Und nichts anderes. Das Judentum des 21. jahrhunderts: Computerspiele. Ego-Shooter. Nie war es einfacher für Verbrechen einen Sündenbock zu finden, als in unserer heutigen Gesellschaft.
Computerspiele sind das Judentum des 21. Jahrhunderts? Glückwunsch. Das kommt aus dem gleichen Mund, aus dem auch Sätze kommen wie “Falschparker werden härter bestraft als Kinderficker” (zu denen kommen wir gleich noch). Die Idee, dass man eventuell bald keine Action- und Horrorspiele mehr kaufen kann mit der Geschichte des Judentums gleichzusetzen (mal ein schneller Abriss: Sklaverei in Ägypten, regelmäßige Pogrome im Mittelalter, Versuche der arabischen Staaten Israel auszuradieren und die Juden ins Meer zu treiben und - vielleicht auch nicht ganz irrelvant - die Shoa) ist an Dreistheit kaum noch zu überbieten. Und das bei allem Respekt für den Wunsch sich in die Opferrolle zu stellen.
Und es ist auch zu leicht jeden Einfluss von Videospielen auf Kinder und Jugendliche wegzudiskutieren. Es gibt bis heute keine schlüssige Studie zu dem Thema. Wenn ich von Politikern also erwarte, dass sie nicht so tun, als gäbe es Beweise, dann erwarte ich von Spielern auch, dass sie nicht so tun als gäbe es Beweise für das Gegenteil. Absence of proof is not proof of absence.
Genau das kotzt mich an: Dass wir - Spieler und Volksvertreter - seit Erfurt nicht den geringsten Konsens gefunden haben. Dass beide Seiten auf ihren absoluten Forderungen beharren, nicht gewillt sind den Dialog zu suchen. Reden wir - und das habe ich schon mal gesagt - über den Jugendschutz. Reden wir über Möglichkeiten den Jugendschutz zu verbessern und die USK effektiver arbeiten zu lassen. Gerne. Aber reden wir bitte ehrlich, unpolemisch und mit offenem Visier. Und vor allem: Reden wir mal miteinander, nicht immer nur übereinander.
Leider - und das ist der andere Punkt - verstehe ich auch woher die pawlowsche Reflexhaftigkeit auf Seiten einiger Spieler kommt. Wenn ich das hier lesen muss, dann habe ich plötzlich auch keine Lust mehr mich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dann betrete ich auch die Zone in der ich keine Kompromisse akzeptiere:
Der bayerische Innenminister Günther Beckstein forderte, “Killer-Spiele” sollten “in der Größenordnung von Kinderpornographie eingeordnet werden, damit es spürbare Strafen gibt”.
Kinderpornographie? Beckstein, hast du sie noch alle? Wenn das oben mit dem Judentum ein verbaler Fehlgriff ist, dann ist es diese Polemik keinen Deut weniger. Und Mr. Law & Order weiß genau, wie man ein solches Spiel spielt. Das ist der andere Punkt. Wenn ich Killerspiele in einem Atemzug mit Kinderpornographie nenne, dann ist das ein rethorisches Stilmittel, das einem Metallrohr auf den Schädel gleichkommt. Ein Totschlagsargument.
Jeder ist gegen Kinderporn, also muss auch jeder gegen Killerspiele sein. Wer Killerspiele befürwortet, der kann nicht gleichzeitig gegen die Legalisierung von Kinderpornographie sein. Und wer Killerspiele spielt, der… naja, es wird deutlich, was so eine Aussage impliziert. Frage: Gilt das Strafmaß nur für die Produzenten, oder lande ich wegen meiner “Killerspiel”-Sammlung auch gleich für ein Jahr im Knast?
Ist ein altes Argumentationsmuster, das man in der Politik kennt. Wenn ich morgen meinem Gegner vorwerfe, dass er… sagen wir mal altmodisch… “ein Kommunist” wäre, dann berichten die Nachrichten und erwähnen meinen Gegner und Kommunist in einem Satz. Die Verknüpfung bleibt hängen. Und wenn er sich verteidigen will, muss er darauf eingehen: Wenn die Medien darüber berichten, dann erwähnen sie wieder meinen Gegner und “Kommunist” in einem Satz (also, sie wiederholen meinen Vorwurf). So kann man sich auch Realität zurecht biegen. Man beobachte mal, ob das ein einzelner Ausfall war, oder ob solche indirekten Verknüpfungen weiterhin erstellt werden.
Anyway… genau solche Phantomdebatten (”Wir sind die Juden des 21. Jahrhunderts” vs. “Ihr seid mindestens so schlimm wie Kiddieporn-Downloader.”) finde ich ermüdend. Wie Don Rosa (nicht der Comicautor und -zeichner) schon festhielt:
Aber: Die Diskussion ätzt mich aus dreierlei Gründen an. Erstens: sie ist inhaltsarm und ineffektiv. Zweitens: ohmygosh, das Melodrama! Das Auskosten der Sache seitens der Blogger, das bequeme Wiedereinfinden in die Opferrolle (aus der Form geriet sie nie wirklich), die Formulierungen, world-weary in extensis. Drittens: sie ist keine Diskussion. Blogger bloggen, Politiker reden, Journalisten berichten, aber alle aneinander ziel- und ergebnislos vorbei.
[...]
Es wird sich wiederholen, noch zwei oder drei mal, und die komplette Maschinerie setzt wieder ein; zweitrangige Politiker mit Profilierungssucht, tobsüchtige Bloggermeute, Theo Koll hebt eine besorgte Augenbraue in die Höhe, bevor er zum lebensgefährlichen Pfusch des Gesundheitsamtes Braunschweig überblendet. Das ist so beliebig wie repetitiv wie bullshit.
Die Rolle der Medien
Damals, als ich noch jung und unschuldig war, wollte ich Journalist werden. Weil viele meiner Helden Journalisten waren. Ambrose Bierce, Mark Twain, H.L. Mencken, Seymour Hersh, Helen Thomas, Hunter Thompson und (ja, der ist fiktiv) Spider Jerusalem. In gewisser Hinsicht hatte ich immer die nostalgisch verklärte Vorstellung von einer “sinnvollen Presse”. Der Presse als vierter Instanz, als zusätzlichem Kontrollgremium, als einer Institution, deren Ziel es ist zu belehren und aufzuklären. Einer Presse, die der Wahrheit verpflichtet ist.
Natürlich ist das idiotisch. Vielleicht mehr denn je zuvor. Wir leben nun einmal in einer Welt, in der in den Nachrichten (und ich spreche hier von den Tagesthemen) der Bericht über Ufo-Feste in Süddeutschland drei Mal soviel Zeit zugesprochen bekommt, wie der Bericht über die Reitermilizen in Darfur. In der der Bereich “Panorama” vor dem Bereich “Politik” bei Deutschlands größtem Online-Boulevardmagazin steht. In der es auf beiden Seiten Sender gibt, die sich der politischen Interpretation von Nachrichten verpflichtet fühlen. Die quasi Spin Doctor für Konservative oder Liberale spielen, sich aber nicht mit der Suche nach der Wahrheit beschäftigen. Verflucht, wir leben in einer Welt in der Michael Moore als politischer Aufklärung gelten darf.
Kotzt mich das an? Natürlich kotzt mich das an. Warren Ellis hat seinen Spider Jerusalem sagen lassen:
“Journalism is just a gun. It only has one bullet. But if you aim it right, that’s all you need. Aim it right and you can blow a kneecap off the world.”
Damit liegt er nicht daneben: Journalismus kann zum Agendasetting verwendet werden. Man bedenke die Casa “Florida Rolf”, in der die ZEITUNG praktisch im Alleingang ein (unnötiges) Gesetz erzwang. Man bedenke auch, dass die selbe ZEITUNG Jahre zuvor nicht komplett unschuldig daran war, dass ein Verwirrter Rudi Dutschke anschoss. (Und man beachte den Unterschied zwischen “nicht ganz unschuldig” und “schuldig”.) Springer schoß mit, ging damals der Slogan… die ZEITUNG in der Rolle der Videospiele.
Wenn ich medial ein Thema drücke, dann kreiiere ich eine Realität. Die Vogelgrippe war so lange ein öffentliches Problem, wie sie die Presse diskutierte. Als das Thema fallen gelassen wurde, war die Vogelgrippe plötzlich keine gefühlte Bedrohung mehr. (Obwohl das Risiko einer Pandemie nicht größer oder kleiner geworden ist.)
Darum erwarte ich von Journalisten, dass sie Verantwortlich mit ihrer “Macht” umgehen. Die aktuelle Debatte zeigt erneut, dass das nicht zwangsläufig der Fall ist. In Zeiten des Internets muss man schnell berichten können. Wenn man noch keine Fakten hat, dann argumentiert man erst einmal mit gefährlichem Halbwissen.
Stellt sich gestern Abend doch glatt raus, dass die Geschwister-Scholl-Schule, die als Counterstrike-Map erstellt wurde, gar nicht die betroffene Geschwister-Scholl-Schule war. Und dass die Map auch gar nicht von dem Täter erstellt wurde. Uups. Wie kann sowas passieren und fast anderthalb Tage lang nicht bemerkt werden? Checkt ihr eure Fakten nicht? Besonders wenn ihr darüber berichtet wie unglaublich realistisch die Schule hier dargestellt war. Sind beide Schulen exakt baugleich?
Wenn das einer einzelnen Zeitung passiert wäre… okay… aber alle Fernsehsender und so ziemlich jedes Printmedium? Das klingt für mich nach einem Musterbeispiel für etwas, dass Tim Crouse in seinem The Boys on the Bus (dem feinsten Stück Journalismus über Journalismus) als “pack journalism” beschrieben hat. Als “Rudeljournalismus”. Auch hier macht das Internet die Sache schlimmer, nicht besser. Wenn Zeitung A eine Information hat, aber Zeitung B nicht, dann ist die Frage nicht mehr: “Stimmt die Information?”. Die Frage lautet dann: “Warum steht das bei uns nicht und wann steht es endlich bei uns.” Fakten kann man hinterher checken, die größte Angst ist, dass man einen potentielle Scoop versäumt, dass es wirkt als wäre man nicht auf dem Laufenden. Sorgfalt bringt keine Werbeeinnahmen.
Und wenn der Fakt einen Tag draußen war, dann ist er Realität. Die klassische Maxime der ZEITUNG: Niemand liest die Gegendarstellung. Im öffentliche Bewusstsein sind jetzt dieser Amoklauf und Counterstrike verknüpft. Das ist für mich als Gamer ärgerlich, aber keine Katastrophe. In anderen Fällen kann dieses Verhalten aber beträchtlichen Schaden anrichten. Ist der Ruf erst ruiniert… und ganz peinlich wird es, wenn selbst am Mittwoch, mehr als einen halben Tag nach der Feststellung, dass die Counterstrike-Connection nicht korrekt ist, immer noch an dieser Version festgehalten und im Fernsehen die “erschreckend realistische Darstellung” der Geschwister-Scholl-Schule präsentiert.
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Nachtrag: Es gibt offenbar doch eine vom Täter erstellte Map der GSS. Damit muss ich Teile meiner vorherigen Schelte revidieren, zumindest falls man im Fernsehen und in den anderen Medien tatsächlich über diese Map berichtete. Ansonsten ist das ein “glücklicher Zufall” für die berichtende Zunft. Revidieren muss ich damit aber auch meine Kritik weiter unten, dass man CS und den Amoklauf fälschlicherweise verknüpft habe. Ende des Nachtrags.
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Was auch die Frage aufwirft, ob man bei neuen Medien keine Experten einsetzen muss? CS ist grafisch ungeheuer realistisch und extrem gewaltverherrlichend, wie die ZEIT festhält? Gut dass nie jemand F.E.A.R. gesehen hat. Die Aussage, dass der Schütze hier seinen Amoklauf bis ins Detail planen und üben konnte? Der Kerl ist mit einer Waffe in eine Schule gegangen, die er seit Jahren besuchte. Ob er eine CS-Map brauchte um sich da zurecht zu finden wage ich zu bezweifeln. Das gilt auch für das Üben.
Nur hypothetisch: Wieviel Übung brauche ich für die “Heldentat” Unbewaffnete auf kurze Distanz anzuschießen? Und zum Übungseffekt: Die ZEITUNG betont, dass die Spezialität von CS “Headshots” wären. Als ich vor einiger Zeit mit einem Kumpel sprach, der beim Bund war (ich lag während der Diskussion auf dem Sofa und las im Reibert wie ich im Kriegsfalle einem Sowjet mit dem Klappspaten den Schädel spalten könnte), betonte der, dass es die blödsinnigste Idee wäre mit einer Faustfeuerwaffe auf den Kopf zu zielen. “Zu klein. Wahrscheinlich triffst du nicht. Das erste was du in der Grundausbildung lernst, ist dass du auf den Torso zielst. Das reicht normalerweise aus, um den Gegner auszuschalten.” Ob ein Kofpschuss den ich via Maus und mit Fadenkreuz auf dem Bildschirm hinbekomme nun wirklich dafür sorgt, dass ich auch im echten Leben ein “Kopfschußprofi” werde, wage ich zu bezweifeln.
Aber, der Fairness halber, ich war nur Zivildienstleistender, ich weiß also nicht ob diese Aussage korrekt oder nur eine Anekdote ist. Alles in allem sind das Kleinigkeiten, die nur Gamern auffallen… die aber nicht auftreten würden, wenn man solche Berichte von einem Experten überarbeiten ließe. Und auch das erwarte ich von den Medien. Wenn ich über das Thema Nahost spreche, dann lade ich ja auch einen Experten ein und nicht Peter Scholl-Lat… schlechtes Beispiel.
Es ist das Geheische nach einer möglichst spektakulären Story, die das alles so widerlich macht. (Und zwar nicht nur in diesem Fall. Man frage sich auch: Wem nutzt es, wenn Paparazzi die junge Frau Kampusch jetzt auf Schritt und Tritt verfolgen und jedes Detail aus ihrer neuen Freiheit in deutsche Haushalte tragen?) Besonders wenn selbst seriöse Zeitungen wie die Süddeutsche oder die taz auf den Hysteriezug aufspringen. Zumindest hat man dieses Mal darauf verzichtet, den “Todesweg” des Schützen in einer 3D-Simulation darzustellen, wie dass RTL damals bei Robert Steinhäuser machte und was einer gewissen Ironie nicht entbehrte.
Nachtrag: Antigames berichtet von einem positiven Gegenbeispiel.
Nachtrag 2: Und Medienrauschen über ein mustergültiges Negativbeispiel.
Natürlich lassen sich Medien auch instrumentalisieren: Wann haben wir beschlossen, dass “Killerspiele” ein akzeptierter Begriff ist? Und wer hat das beschlossen? Der Begriff ist jetzt ein Standard, wird oft genug ohne Anführungszeichen verwendet. Das ist auch in anderen Fällen so, man denke nur an Münteferings “Heuschrecken”. Und wenn Worte Realitäten erschaffen können, dann sollte man überlegen, ob man emotional aufgeladene Begriffe völlig unkritisch übernimmt.
Aber das nur so am Rande. Ein weiterer relevanter Gedanke zu den Medien kommt von Gunnar Lott:
Ich glaube fest, wenn man nicht in extenso über Columbine oder Erfurt berichtet hätte, gäbe es Nachahmer wie diesen Kerl in Emsdetten nicht. Allein die Art wie er das angekündigt hat, spricht doch Bände. Und seine Columbine-Videos auf Youtube. Verdammt.
Ist wie mit den Selbstmördern: Wenn in der Zeitung steht, es sind von der oder der Brücke zwei gesprungen, springen morgen drei weitere von derselben Brücke. Deshalb gibt es eine Art stillschweigende Übereinkunft bei Tageszeitungen, in solchen Fällen sensibel oder gleich gar nicht zu berichten. Aber okay, das ist natürlich bei extremen Taten wie den so genannten »Amokläufen« nicht möglich.
Freiheit
Das ist ein Umstand, der mich bis heute wundert… bei Steinhäuser, wie auch in diesem Fall. Das war kein Amoklauf, keine Affekthandlung. Der Täter hat seine Handlung geplant. Rohrbomben gebaut. Und in letzter Instanz hat er selbst den Finger am Abzug gehabt. Wir stellen uns die Frage, was ihn dazu getrieben hat. Wer Schuld ist: Die Gesellschaft? Der Leistungsdruck? Die “Killerspiele”?
Wir stellen uns nicht - und das liegt vielleicht am deutschen Menschenbild - die Frage wieviel Schuld der Kerl selber trägt. Fuck… natürlich gibt es Affekthandlungen. Natürlich gibt es Menschen die nicht zurechnungsfähig sind. Deren moralischer Kompass so “out of whack” ist, dass sie keinerlei Gefühl für richtig und falsch haben. Aber sollten wir immer von diesem Fall ausgehen?
Das Bild des leicht formbaren Menschen ist beliebt und nicht komplett falsch. Politik und organisierte Religion versuchen nicht umsonst Menschen früh zu formen. Aber wieso glaubt man immer, dass es nur negative Einflüsse sind, die den Menschen formen. Er begegnet “Killerspielen”, also wird er zum “Killer”. Gleichzeitig gibt es in unserer Gesellschaft aber auch genug “Positivbeispiele”, die moralische Richtlinien aufzeigen. Das hat keinen Einfluss? Der Mensch ist nicht in der Lage von sich aus Gutes anzustreben? Und ganz im Ernst: Wir können über darüber diskutieren wie moralisch es ist eine CD zu kopieren, aber Unbewaffnete auf kurze Distanz erschießen? Ich muss nicht Einstein sein um zu wissen, dass das moralisch falsch ist. Period.
Das Wissen, dass ich nicht zu morden habe (im Alltag… lassen wir Situationen wie Kriege oder Diktaturen mal außen vor) ist ein Grundstein unserer aufgeklärten Gesellschaft. Grundgesetz. Zehn Gebote. Gesunder Menschenverstand. Kant. Take your pick. Und ein paar “Killerspiele” reichen aus um Menschen dieses essentielle Wissen zu rauben? Hallo? Vielleicht bin ich hier wieder zu schwarz-weiß, zu simpel, zu sehr in meiner Comicwelt… aber für mich hat ein halbwegs intelligenter Mensch zu wissen, dass er nicht zu töten hat. Und genug freien Willen um zu entscheiden, dass er nicht töten wird. In der Hinsicht glaube ich an Eigenverantwortung. Und auch darum finde ich die ganze Debatte verlogen.
Vielleicht war der Kerl kein Medienopfer ohne freien Willen. Vielleicht hat der Typ diese Entscheidung zu töten ganz aktiv getroffen. Ich glaube jeder von uns hatte mal die Lust anderen weh zu tun, egal ob physisch oder psychisch… und manchmal - in Kurzschlußsituationen - tun wir es, was schlimm genug ist. Meistens sind wir aber in der Lage darüber nachzudenken, unsere Wut runterzuschlucken und - Scheiße nochmal! - zivilisiert zu handeln. Freier Wille. Eigenverantwortung. Common fuckin’ sense. Und wenn diese Eigenverantwortung dem… pardon… Wichser abgesprochen wird, dann kotzt mich das auch an.
Was aber nicht zuletzt daran liegt, dass der Staat dieses Denken seit Jahren fördert. Auch durchgestrichene Hakenkreuze gehören verboten, weil der Mensch so weit formbar ist, dass schon das Erblicken eines durchgestrichenen Hakenkreuzes zum neuen Holocaust führen muss. Brutale Spiele gehören verboten, weil selbst Volljährige nicht in der Lage sind zwischen “richtig” und “falsch” zu unterscheiden oder logisch zu verstehen, aus welchen Gründen sie nicht zu töten haben. Das würde eine kognitive Leistung erfordern, die man ja von niemanden erwarten kann. Oder schlicht: Der Aufenthalt im Gefahrenbereich des Baggers ist verboten.
Man kann sich nicht an die Intelligenz eines Menschen wenden, also verbietet man. Viel schneller, viel effektiver, wird viel stärker bejubelt. Jeder Bürger ist potentiell eine Gefahr und potentiell nicht zum eigenständigen Handeln fähig. Darum muss ihn der Staat so weit wie möglich führen. Ich glaube nicht an eine totale Liberalisierung, an ein Ende des Staats… aber ich glaube, dass die derzeitige Tendenz (sei es bei der Spieledebatte oder bei der Terrordebatte) den Bürger als unmündiges Wesen ohne Reflexionsfähigkeit anzusehen, dem der Staat darum jede Verantwortung abnehmen und von dem jedes potentielle Risiko im Vorfeld abwenden muss, ein echtes Problem ist.
Das ist natürlich keine neumodische Erscheinung. Alexis de Tocqueville drückte dieses Phänomen schon 1835 in Democracy in America wie folgt aus:
It profits me but little, after all, that a vigilant authority should protect the tranquillity of my pleasures and constantly avert all dangers from my path, without my care or my concern, if this same authority is the absolute mistress of my liberty and of my life, and if it so monopolizes all the energy of existence that when it languishes everything languishes around it, that when it sleeps everything must sleep, that when it dies the State itself must perish.
Oder kürzer mit Mencken (mal wieder):
It is the fundamental theory of all the more recent American law…that the average citizen is half-witted, and hence not to be trusted to either his own devices or his own thoughts.
Bei dem Weg: Zu Glauben, dass das Verbot von “Killerspielen” das einzige wäre, das auf dem Programm steht. Ha, weit gefehlt:
Ein Verbot könne außerdem dazu führen, dass solche Spiele verstärkt unkontrolliert übers Internet oder als so genannte Grau-Importe nach Deutschland gelangten. Viele Spiele würden in Asien oder den übrigen europäischen Ländern entwickelt und dann werde eine deutsche Version auf den hiesigen Markt gebracht. Ein Verbot bedeute, dass es lediglich diese deutschen Versionen nicht mehr gebe, sagte Wolters. [...]
In einem solchen Fall schlagen die Gutachter des Bundestages vor, «auch eine Regelung zur Zugriffsbeschränkung für Internetseiten mit entsprechenden Inhalten zu erlassen». Das sei schon deshalb sinnvoll, da «die Verbotsregelung grundsätzlich geeignet ist, den Vertrieb von ‘Killerspielen’ zu unterbinden oder zumindest erheblich einzuschränken».
Sayonara, play.com und Schnittberichte.com. Und wer glaubt, dass das nicht passieren wird… sowas ähnliches ist ja bereits geschehen:
In einer Art vorauseilendem Gehorsam hat zumindest ein Düsseldorfer Internetprovider, die Firma “ISIS” (http://www.isis.de) den Zugriff auf mehrere Seiten im Internet behindert. Diese Behinderung erfolgte durch eine Änderung des DNS-Eintrages auf dem ISIS-Nameserver. Dem Chaos Computer Club Düsseldorf wurde dieser Zensurversuch gestern bekannt.
Am 13. November fand in Düsseldorf eine Anhörung der Bezirksregierung Düsseldorf statt, zu der u.a. diverse Internet-Provider eingeladen wurden. Auf der Anhörung wurde beraten, mit welchen Mitteln die Provider den Zugriff auf diverse ausländische Web-Seiten unterbinden können.
Dabei ging es in erster Linie um Seiten, auf denen rechtsextremistisches Gedankengut verbreitet wurde, aber auch rotten.com (http://www.rotten.com), die sich auf die Sammlung von mehr oder weniger geschmackvollem Bildmaterial aus dem Internet spezialisiert hat, wurde als zensurwürdig erachtet. Rotten.com versteht seine extreme Fotosammlung u.a. von Unfallopfern als ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Gut der freien Rede.
Und in einer Gesellschaft die so denkt, die allen Ernstes glaubt, dass nur totale Abschottung gegenüber jedweder potentiellen Gefahr ihre Sicherheit garantiert, weil es ihren Bürgern unmöglich ist von sich aus moralische Entscheidungen zu treffen, ist es doch kein Wunder, wenn die Frage der Eigenverantwortung des Schützen hinter der Frage nach der Schuld der Videospiele zurücksteht.
Want a second opinion? Das meint der Hivemind:
*d-frag.
*Gruselgrotte #1.
*Gruselgrotte #2.
*Kantenflimmern.
*Gunnar Lott.
*Grind that Authority.
*TITANIC.
*Antigames.
*Jauchetaucher.
*Spreeblick.
*Abspannsitzenbleiber.
*Gamequickie.
November 22nd, 2006 at 7:45 pm
Tach auch!
Hast hier ja ein richtig nettes Textchen geschrieben. Im großen und ganzen kann ich dir wirklich zustimmen. Dennoch möchte ich zu folgendem Absatz noch einen Kommentar abgeben.
“Computerspiele sind das Judentum des 21. Jahrhunderts? Glückwunsch. Das kommt aus dem gleichen Mund, aus dem auch Sätze kommen wie “Falschparker werden härter bestraft als Kinderficker” (zu denen kommen wir gleich noch). Die Idee, dass man eventuell bald keine Action- und Horrorspiele mehr kaufen kann mit der Geschichte des Judentums gleichzusetzen ([...]) ist an Dreistheit kaum noch zu überbieten. Und das bei allem Respekt für den Wunsch sich in die Opferrolle zu stellen.”
Ich habe mich da wahrscheinlich selbst ein bischen unsauber formuliert. Mit dem “Judentum des 21. Jahrhunderts” sind nicht automatisch die 4-5 Metzelspiele gemeint die pro Jahr erscheinen, sondern viel mehr die Spielergemeinschaft die dahintersteckt. Es ist in meinen Augen falsch eine, nicht kleine, Gruppierung innerhalb unserer Gesellschaft zu bevormunden, zu zensieren und schlussendlich durch solche Debatten zu diffamieren und Vorurteilen auszusetzen die durch liebgewonnene Schundblättchen, wie zum beispiel der BILD-Zeitung, in die Köpfe der Masse transportiert werden.
Ich gebe zu, der Vergleich mit dem Judentum, ein Volk das, wie du schon geschrieben hast, in der Menschheitssgeschichte nicht unbedingt glimpflich davongekommen ist, ist überzogen und in höchstem Maße polarisierend (wie man an deiner Stellungnahme wunderbar sehen kann
), was aber auch meine Absicht darstellen soll.
Ähm, ja. Das wars soweit.
November 22nd, 2006 at 7:51 pm
Gerade wenn ich mir das Verbot von Internetseiten überlege, komme ich mir schnell so vor, als säße ich in China…
November 23rd, 2006 at 12:16 am
Großartiger Text, as usual.
Wie in Deutschland vor allem von Seiten der Politik und des Boulevards mit dem Thema umgegangen wird, erinnert mich stark an die österreichische Diskurs(un)kultur - da ist es dann halt noch um einiges provinzieller. Allerdings sind “Killerspiele” (ich liebe dieses Wort, es ist so putzig) bei uns (noch) überhaupt kein Thema. Wir kriegen im Moment ja nicht mal eine Regierung zustande.
November 23rd, 2006 at 5:05 pm
Mir hängt das Thema so zum Halse raus…
Was ich an der Debatte diesmal jedoch bemerkenswert finde, ist, dass Politik und Medien nicht alle am gleichen Killerspiele-verbieten Strang ziehen. Nach Erfurt ist inzwischen wohl schon einiges passiert. Die Entwicklung geht zwar quälend langsam aber ein Umdenken zeichnet sich langsam ab.
Das Hardliner wie Beckstein nicht anders können ist klar, aber die gemäßigten scheinen zur Besinnung gekommen zu sein und immer häufiger liest man, dass Killerspiele nun zwar scheisse seien aber bei weitem nicht allein die Schuld an solchen Tragödien tragen. Dass ein Verbot nicht viel bringt scheint ebenso anzukommen.
Besonders positiv überrascht war ich von NRW-Kultusministerin Sommer die zwar nach wie vor unsympathisch ist, aber eine sehr akzeptable Meinung schon gleich nach der Tat vertreten hat, dass man jetzt eben nicht vorschnell wieder nach Verboten schreien sollte.
November 23rd, 2006 at 5:31 pm
@Julian:
Dass du mit deiner Aussage polarisieren wolltest, das habe ich schon verstanden. Und ich verstehe auch worauf du hinaus willst, stimme dir ja im Kern auch zu. Das ändert aber nichts daran, dass ich den Vergleich als daneben empfinde.
Wenn du “Judentum” in diesem Zusammenhang sagst, dann meinst du: Opfer. Und wenn du den Konnex hast, dann kannst du den Holocaust nicht ausblenden. Und selbst wenn die Spielergemeinde von Theo Koll oder den Leuten bei Hart aber Fair brutal angegangen wird, ja selbst wenn uns Günni Beckstein mit Pädophilen gleichsetzt… selbst dann ist das in keinster Weise mit dem zu vergleichen, was das Judentum in seiner Vergangenheit durchgemacht hat.
Manchmal hilft es bei diesen Debatten, wenn man sie erstmal niedriger hängt und nicht gleich beim ersten Schuß “Godwin’s Law” streift…
@San Andreas:
Naja, indirekt bekommt ihr es in Österreich doch auch mit, oder? Die meisten Spiele werden doch für den deutschen Markt entschärft und dann in dieser entschärften Form auch auf den österreichischen Markt geworfen, oder? Insofern würde ich nicht ausschließen, dass Spiele die in Deutschland ein Verkaufsverbot erhalten auch in Österreich gar nicht erst erscheinen, weil sich das finanziell nicht rechnet.
Wobei euch dann noch der Importhandel bliebe, den man in Deutschland ja auch gerne dichtmachen würde. Ha, wenn die ersten an der österreichischen Grenze gestoppt werden, weil sie illegal Quake 5 in die BRD schmuggeln wollten. Good times…
@Jan:
Du hast Recht, die panische “nur die Spiele waren’s!”-Fraktion sind primär unsere wertkonservativen Freunde aus Bayern (Stoiber, Beckstein und als Ausländer im Boot der Focke-Wulff). In den Zeitungen hatte ich bisher das Gefühl, dass es zwar durchaus gute Texte zum Thema gab, dass aber auf jeden guten Text immer noch zwei Texte kamen, die wahlweise panisch-hysterisch oder polemisch-uninformiert waren.
Und stellenweise wirkte das seltsam: Bei der Süddeutschen gab’s relativ schnell einen Leitartikel der betonte, dass ein sofortige Verbotsforderung plumper Aktionismus wäre, der an den eigentlichen Problemen vorbeiginge. An Tag 2 hatte man dann einen anklagenden Text, in dem man betonte, dass diese Spiele nach Erfurt verboten werden sollten, die Politik aber die letzten Jahre geschlafen hätte.
Ich bin ja für den Meinungspluralismus in Zeitungen, aber so wirkte das etwas konzeptlos. Wäre vielleicht besser gewesen, wenn man die Artikel als Pro-&-Contra-Gegenüberstellung gebracht hätte.
November 23rd, 2006 at 5:43 pm
Hallo Björn,
Sehr netter Artikel. Aber eine Anmerkung habe ich da noch. Es stimmt schon, was Don Rosa und Du andeuten, dass es nämlich eine Art Automatismus nach solchen Taten gibt. Die eine Seite schreit “Verbot”, die andere Seite schreit “Könnt ihr doch nicht machen”, aber miteinander reden tut keiner. Vielleicht ist es eine Art Beißreflex der Blogsphäre, wie man immer so schön sagt. Aber ich finde schon, dass man sich gegen eine Pauschalisierung wehren muss. Und wie soll das anders stattfinden, als über die Blogs derjenigen, die sich mit Games beschäftigen? Vielleicht passt da die eine oder andere Formulierung nicht, aber grundsätzlich bleibt den Freunden des virtuellen Vergnügens kaum eine andere Möglichkeit. Ich habe gestern Teile von Hart aber Fair gesehen im WDR. Fünf Leute jenseits der 50 und nur ein Gamer, der dann per Einspieler zu Wort kam, also nicht wirklich an der Diskussion teilhatte. Ich bin auch nicht unbedingt dafür, sich jetzt in eine Opferrolle zu begeben, aber man sollte schon versuchen, die Diskussion in eine andere Richtung zu drängen und zu schauen, warum er jetzt durchgetickt ist und was man vielleicht hätte vorher bemerken können.
Für eine Diskussion auf gleicher Augenhöhe muss man auch zu dieser Diskussion geladen werden und an ihr teilhaben können. Im Moment ist dazu keiner bereit, vor allem die Medien sind eher an schnellen Schlagzeilen interessiert als an einer wirklichen Auseinandersetzung mit der Tat, denn das nächste interessante Thema wartet hinter der nächsten Ecke und bis dahin muss man das jetzt halt ausschlachten.
November 23rd, 2006 at 6:24 pm
Natürlich kann keine Kommunikation auf gleicher Augenhöhe stattfinden, wenn Gamer an den Katzentisch gesetzt werden und sich nur fachfremde “Experten” über, aber nicht mit uns unterhalten. Gar keine Debatte.
Aber ich finde schon, dass man sich gegen eine Pauschalisierung wehren muss. Und wie soll das anders stattfinden, als über die Blogs derjenigen, die sich mit Games beschäftigen?
Und da stelle ich mir die Frage: Was bringt’s? Natürlich agiert die Blogsophäre, agitpop eingeschlossen, hier wieder als Hivemind. Die Spieleblogs ganz besonders. Das ist verständlich, das ist ihr gutes Recht. Aber wenn Richard auf Antigames, jetsetradio auf Kantenflimmern oder ich hier bei agitpop diese Themen aufgreifen… dann predigen wir, seien wir doch ehrlich, nur zu den Bekehrten.
Von den paar Lesern die ich hier habe glaubt doch sicher kaum jemand den Schmarrn das ein “Verbot von Killerspielen” mehr ist als Aktionismus. Bei den reinen Spieleblogs, etwa bei d-frag, dürfte das gar keiner mehr sein.
Das ist der Nachteil der Blogosphäre: Klar reden wir über das Thema, aber wir reden mit Gleichgesinnten. Gut zu wissen, dass die da draußen sind, aber im Kern haben wir hier eine Echokammer. Und aus der müssen wir raus. Womit wir vielleicht bei der wichtigeren Frage wären: Wie schaffen wir das?
November 23rd, 2006 at 6:40 pm
>>Wie schaffen wir das?
in dem wir selber politisch aktiv werden, dazu wurde dieses demokratie-dingens ja erfunden. um zwanzig jahre später mit unseren dann doch recht dicken hintern in irgendwelchen gremien sitzen und uns gedanken darüber machen, wie wir mit dem verbot dieser furchtbaren neuronal-chips die doch so offensichtlich mangelhafte erziehung einer jugend geradebiegen können, die zu unserer zeit noch so viel besser funktioniert hat, wir haben uns ja wenigstens noch im netz sozialisiert, aber die sitzen ja nur noch in ihren scheinwelte…na und so weiter.ich fürchte, das wird alles nichts. oder nimmt ein ähnliches putziges ende wie mit den grünen.
November 23rd, 2006 at 11:10 pm
>> Naja, indirekt bekommt ihr es in Österreich doch auch mit, oder?
Klar bekommen wir es mit, ich meine nur, dass unsere Medien und Politiker nicht darüber sprechen, obwohl wir sonst die ersten in Europa mit Allüren sind.
Kann sein, dass ich die Lage falsch einschätze, aber sollte es in Deutschland eines Tages tatsächlich zu einem Verbot kommen, nehme ich an, dass die Spiele bei uns und in der Schweiz weiterhin vertrieben werden würden, wenn auch nicht lokalisiert, das würde sich tatsächlich nicht rentieren.
Ob so oder über Import: Ich plane bereits fieberhaft, im Ernstfall mit nach Deutschland geschmuggelten LKW-Ladungen “Duke Nukem Forever” das große Geld zu machen.
November 24th, 2006 at 1:21 am
Wo man jetzt schon so schön dabei ist, da frage ich mich langsam, ob das Konzept “Freiheit von unten” nicht endlich konsequenterweise implementiert werden sollte. Man verbietet erst einmal alles, und höchstens in sehr gut begründbaren Ausnahmefällen wird ein Verbot aufgehoben. Konzept mit Zukunft. Siehe.
November 26th, 2006 at 10:47 am
Klasse Text! Das Beste was ich bisher im Netz gelesen habe…
November 30th, 2006 at 5:18 pm
[...] Bitte weitergehen, Bürger, es gibt hier nichts Wesentlicheres zu lesen. Gut und wortreich wird die ganze Sache drüben bei Björn behandelt. Mit jeder Menge weiterführendem Linkmaterial. Und in der Formulierung von ein paar Grubenlampen ausgeleuchtet, die sich jede Seite zwecks Verständnis an ihre Helme stecken sollte. [...]