Rezi-Roundup: Descent, Hills Have Eyes
The Descent
Obligatorischer Popkulturreferenzenangriff am Anfang: Hunt the Wumpus, Cave Story, Platos Höhlengleichnis. Und jetzt wo das raus ist, werde ich wohl auch meinen Horrorfanmitgliedsausweis abgeben müssen. Ich habe seit langem nicht mehr so viele Leute kollektiv einen Film lobpreisen hören wie im Falle von The Descent geschehen. Von “bester Horrorfilm der letzten fünf Jahre”, über “sofortiger Klassiker” bis hin zu “der unheimlichste Film den ich jemals gesehen habe”, reichten die Palette der Lobhudeleien. Beim Metacritic hat der Film mehr als solide 71 Punkte abgeräumt. Und trotz alledem kam ich beim Sehen nicht über das Gefühl hinaus, dass der Film äußerst mittelmäßig war.
Dabei fand ich die erste Hälfte des Streifens sogar richtig gut. Eine Gruppe junger, englischer Frauen – darunter die Hauptfigur, die Vorjahr ihren Ehemann und ihre Tochter bei einem Autounfall verloren hat und mental ein wenig instabil ist – verbringt ihren Urlaub damit, ein Höhlensystem in den Appalachen zu erforschen. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass eine der Damen horrorfilmkonform nicht ganz smart gehandelt hat: Anstatt ein bekanntes Höhlensystem zu erforschen, hat sie ihre Freundinnen zu einem noch unerforschten Höhlensystem geführt. Und nachdem ihnen der Weg zurück verschütt geht, haben die Damen das Problem, dass sie nicht wissen wie sie aus den Höhlen herauskommen sollen und niemand anders weiß, in welchem Höhlensystem sie sich befinden.
Das ist die erste Hälfte des Films, die komplett ohne traditionelle Horrorelemente auskommt und die mir sogar ziemlich gut gefällt. Die Hauptfigur und ihre beste Freundin haben sogar charakterliche Tiefe (ihre vier Kumpeletten haben davon allerdings eher wenig… und wenn sie dann im Dunkel der Höhle mit ihren Helmen rumlaufen, wird es wirklich schwer die zukünftigen Leichen auseinanderzuhalten) und die Höhle selbst als “Feind” gefiel mir. Regisseur Neil Marshall setzt die beklemmende, klaustrophobische Atmosphäre gekonnt um, indem er die Kamera möglichst oft nah an den Figuren hält und indem von den Helm- und Taschenlampen der Klettermaxetten jeweils nur ein kleiner Teil des Höhlensystems ausgeleuchtet wird. Oder sie nur sehen was vor sich liegt, indem sie die Nightvision-Funktion ihrer Videokamera verwenden.
Dunkelheit, Enge und die Konflikte, die sich zwischen den eingeschlossenen Frauen aufbauen, schaffen eine wirklich beklemmende Grundstimmung. Bonuspunkte in Sachen bedrückender Stimmung bekam der Film für die Momente, in denen den Frauen klar wurde, dass offenbar schon jemand anders in dem Höhlensystem verloren ging… vor mindestens hundert Jahren.
Ernsthaft: Der Film hätte auch ohne Monster weiterlaufen können und hervorragend funktioniert. Genug aufgestaute Agression und bedrückende Enge existieren. Leider entwickelt er sich in Hälfte 2 in einen B-Movie-Schlockfilm, der nicht mit der intensiven Dramatik der ersten Hälfte mithalten kann. Dann tauchen nämlich die Crawler auf: Menschenfressende Verschnitte aus Gollum, Max Schreck in Nosferatu und einem Grottenolm. Und vergisst der Film seinen eher psychologischen Grusel und verlässt sich auf in Köpfe gerammte Kletterwerkzeuge und ausgeweidete Höhlenforscherinnen. Nichts gegen Ausweidungen und Spitze-Gegenstände-in-Köpfen (siehe die folgende Rezi), aber der rapide Wandel vom eher leisen Horror zum ausgewachsenen Screamfest tut der Kiste nicht gut.
Mit Day-Glo-Stäben und Fackeln ausgestattet sehen die Figuren (und damit auch die Zuschauer) jetzt den Großteil des Höhlensystems und der Crawler. Die Konflikte zwischen den Figuren werden in den Hintergrund gedrückt (auch wenn es am Ende eine ganz hervorragende Szene zwischen der Protagonistin und ihrer besten Freundin gibt), statt dessen werden massenhaft troglodytische Gollumverschnitte gemetzelt. Dazu kommen Momente, die zu sehr aus dem “Schockeffekte für Dummies”-Handbuch zu stammen scheinen: Monster die plötzlich hinter der Protagonistin stehen, tote Crawler die nicht tot sind… und dann ist da noch die Szene, in der die Hauptfigur aus einem See aus Blut auftaucht. Leicht käsig, das alles.
Das ist keineswegs schlecht gemacht, sondern solide B-Movie-Unterhaltung. Aber nach der ersten Hälfte des Films hatte ich einfach gehofft, dass das hier solide A-Movie-Unterhaltung würde. Dafür ignoriert Marshall die Stärken aber am Ende zu sehr für ein schnell-geschnittenes, aber auch völlig unkreatives Monsterfeeling. Vielleicht hätte das Monsterelement besser gepasst, wenn es nur ein paar Crawler gegeben hätte, die sich die Dunkelheit zu Nutze machen, die nur gelegentlich zuschlagen, die man nie ganz sieht. Crawler die den psychologischen Druck noch verstärken, unter dem die Frauen stehen. Also quasi die Art, wie das Alien in Alien eingesetzt wurde. Stattdessen ist die Stärke der Crawler nicht dass sie an das Höhlenterrain angepasst sind, sondern einfach nur ihre überwältigende Zahl. Die Frauen können zwanzig Crawler töten, es kommen doppelt so viele nach. Also, so wie die Aliens in Aliens eingesetzt wurden.
The Descent ist kein schlechter Film. In der ersten Hälfte verstand ich sogar, warum alle meine Bekannten diesen Film geliebt haben. Die erste Hälfte ist hervorragend. Und leider auch die Messlatte, die der Film konstant reißt oder unterbietet, wenn er ins altbekannte Monsterterritorium vorstößt. So blödsinnig das klingen mag: Es wäre für den Film vielleicht besser gewesen, wenn die erste Hälfte nicht so intensiv und beklemmend gewesen wäre. Dann hätte ich die zweite Hälfte genießen können ohne mir die ganze Zeit zu überlegen, wie viel Potential der Streifen gerade kübelweise verschenkt.
3/5
The Hills Have Eyes (Remake)
Und jetzt wird es kritisch, weil mir ein Film der gar nicht erst versucht hat auch nur im Ansatz kreativ zu sein, besser gefallen hat als The Descent. Ich kenne das Original von The Hills Have Eyes nicht, also bewerte ich den Film für sich selbst betrachtet. Und für sich genommen ist The Hills Have Eyes ein wirklich guter Splatterfilm.
Und das ist wichtig: Splatter. Nicht Horror. In gewisser Hinsicht sind Splatterfilme wie Pornos oder Adrian Carmacks Idee von 3D-Shootern: Scheiß auf die Story, was zählt sind die “money shots”. Und an der Front liefert Alexandre Aja ganz gehörig. Man weiß worauf man sich einlässt, wenn die Eröffnungsszene des Films wie folgt aussieht:
Männer in Strahlenschutzanzügen marschieren mit Geigerzählern durch die Wüste. Ein entstellter Kerl mit Spitzhacke taucht hinter ihnen auf und nimmt ihnen unschön das Leben. Den letzten Anzugsmann rammt der Mutant zu Boden, indem er ihm eine Spitzhacke durch die Brust jagt. Dann hebt er die Hacke wieder in die Luft und schlägt sie erneut zu Boden. Während Mr. Geigerzähler noch an der Hacke hängt. Und nochmal. Und nochmal.
Ist das unheimlich? Nein. Aber es ist unheimlich amüsant, zumindest wenn man diese Art von kranker Gewalt amüsant findet. (Tipp: Bier hilft.) Denn der Film wird nicht angenehmer: Spitze Gegenstände bohren sich in Köpfe, Hunde zerfleischen Mutanten, ein Mann bläst sich mit einer Schrotflinte in Nahaufnahme den Kopf vom Hals und Capt. Stottlemeyer aus Monk wird nur so als Ablenkungsmaneuver abgefackelt.
Angeblich wollte Mr. Aja dem Original von Wes Craven mehr Tiefe geben… um… wenn dem so sein sollte, dann hat Aja entweder sein Ziel verfehlt oder das Original war nicht nur flach, sondern schon ein Hügel. Denn: Subtext, Schmubtext. Ich habe keine Ahnung welche dezente Botschaft mir das fröhliche Mutantenmassaker vermitteln will: Dass Atomtest schlecht sind, weil sie kannibalistische Mutantenminenarbeiter in der Wüste Neu Mexikos erschaffen? Oder vielleicht, dass es gut ist, dass jeder Amerikaner das verbriefte Recht hat, eine Schußwaffe zu tragen, weil er sich nur so gegen die marodierenden Mutantenkannibalen verteidigen kann? Repräsentiert durch die Transformation eines liberalen, verweichlichten Waffengegners, der am Ende in bester Rambo-Manier besagte Mutanten aufmischt?
Um… yeah, whatever.
Wie erwähnt: Intelligent ist nicht das Wort der Wahl wenn es um The Hills Have Eyes geht. “Auf eine sadistische Art und Weise unterhaltsam”, trifft es da schon eher. Wenn ein Mutant von einer amerikanischen Flagge durchbohrt wird, dann ist das für mich ein “F*@% Yeah”-Moment.
Und ein Zeichen dafür, dass Troma seinen Job gut und total überzogene, widerlich-blutige Gewalt mainstreamtauglich gemacht hat. For this I congratulate thee, Mr. Kaufman. Allerdings zeigt der Film auch sehr nett die Doppelstandards: Platzende Köpfe? Check. Angedeutete Vergewaltigung? Check. Entblöste Brüste? Gott bewahre, denkt denn hier niemand an die Kinder?
Ich sage ja nicht, dass Nacktheit essentieller Bestandteil von Horrorfilmen ist, aber ich finde es faszinierend zu beobachten, wie in den Jahren seit… hm, sagen wir mal seit Scream blutige Gewalt sich immer weiter den Weg in den Mainstream bahnt, im gleichen Zeitraum aber jede Form von Nacktheit aus den Filmen verschwunden ist. (Musterbeispiele: Nispels Remake vom Texas Chainsaw Massacre. BH-tragende Hippies. Oder Sin City, mit den geschickt bedeckten Stripperinnen.) Nur so als Beobachtung.
Anyway: So weit wie trashig-blutige Mainstreamsplatterorgien gehen, macht The Hills Have Eyes seinen Job gut. Vielleicht hätte dem Film eine kleine Dosis zusätzlicher Ironie nicht geschadet. Vielleicht hätte man die Transformation des liberalen Weicheis zum Mutantenkiller sogar noch einen überzogenen Schritt weiter treiben können (ich denke hier an Ashs Verwandlung in Evil Dead II oder die Rasenmäherszene aus Braindead), aber alles in allem bekommen Genrefans hier neunzig Minuten sehr unterhaltsame B-Movie-Gewalt geboten. Es gibt schlechtere Methoden seinen Videoabend zu verbringen.
4/5

November 21st, 2006 at 10:52 am
Holla! Was “The Descent” anbelangt kann ich dir nur zustimmen. Allerdings hast du eins vergessen, dieses an den Haaren herbeigezogene Ende hat mir den Film so richtig verdorben. Genau wie bei dem von allen so hochgelobten “Haute Tension” (den ich übrigens auch nicht toll fand) völlig fehl am Platze und nur enthalten, weil Filme heutzutage anscheinend solche Twists haben müssen, um wirklich cool zu sein.
“Hills have eyes” fand ich mehr Durchschnitt, ala “Haus der 1000 Leichen” oder so. Sicher, zu nem Bier ganz nett, aber nicht so der Brenner.
Wenn ich dir ein paar Filme ans Herz legen dürfte, die dir anhand deiner obigen Erwähnungen gefallen könnten: Bubba Ho-Tep (Campbell in einer seiner grössten Rollen) und Severance (bisschen Splatter mit viel Ironie).
November 21st, 2006 at 10:57 am
Bubba Ho-Tep habe ich gesehen und auch sehr gemocht (wobei ich JFK fast noch besser fand als Campbell). Severance setze ich mal auf die mentale Videotheksliste.
Das Ende von Descent hatte offenbar noch die Bonusaufgabe, den amerikanischen Markt zu befriedigen. (ACHTUNG, SPOILER!) Da fand man es zu deprimierend, wenn sie in der Höhle bleiben würde und hat darum nach dem Schockmoment im Auto nicht mehr zurückgeschnitten.
Ich war vom Ende von Hills genervt, weil mich dieses “einer (der Bösen) kam durch”-Klischee ermüdet. Aber dazu mal in einem eigenen Post mehr…
November 21st, 2006 at 11:11 am
>>Ich war vom Ende von Hills genervt, weil mich dieses “einer (der Bösen) kam durch”-Klischee ermüdet. Aber dazu mal in einem eigenen Post mehr…
hört nicht jeder horrorfilm so auf? wobei…merke gerade, daß ich eigentlich mehr über bier zu berichten weiß. oder mich lieber für den netten read bedanke, auch wenn mein jungfräuliches nervenkostümchen nichts kränkeres als “army of darkness” verträgt und mir somit die rezis hier immer reichen.
November 21st, 2006 at 12:26 pm
zum thema ‘dezente Botschaft’ und ‘hills have eyes’ war mein gedanke beim gucken:
“Hillbillys: wenn euch die US amerikanische regierung sagt, ihr solltet doch aus gesundheitlichen gründen evtl besser umziehen, dann vergesst euren pseudo-patriotismus und verpisst euch. ist ja schliesslich nicht so, dass ihr eurer wüsten-drecks-kaff von euren ur-ahnen geerbt habt und es bis zur fallout-mutation verteidigen müsst. ausserdem will hier sowieso keiner tot über den zaun hängen.”
der gedanke mit den schusswaffen kam dann aber auch… aber das ist eigentlich bei allen filmen aus der ecke so.
ok, alles in allem fand ich den film echt mies und ich hab danach beschlossen, dass ich filme wie diesen in zukunft nur noch im TV gucken werde (TV schnitt hin TV schnitt her) und meine videothek kontingente für was anderes aufspare. alles in allem ein voller griff ins klo.
November 21st, 2006 at 6:46 pm
Gute Kritiken, geh ich konform mit. “Severance” ist echt GANZ grosses Kino, sofern solche Filme dies überhaupt sein können/wollen. Der beste Splatter der letzten zwölf Monate ist für mich allerdings nach wie vor “The Devils Rejects” von Rob Zombie.
November 22nd, 2006 at 4:36 pm
“Ich sage ja nicht, dass Nacktheit essentieller Bestandteil von Horrorfilmen ist, aber ich finde es faszinierend zu beobachten, wie in den Jahren seit… hm, sagen wir mal seit Scream blutige Gewalt sich immer weiter den Weg in den Mainstream bahnt, im gleichen Zeitraum aber jede Form von Nacktheit aus den Filmen verschwunden ist.”
Volle Zustimmung vom Filmhochschulklugscheißer an dieser Stelle. Erfreuliches Gegenbeispiel aus jüngster Vergangenheit: HOSTEL von Cabin-Fever-Regisseur Eli Roth, der die Stärken seines Erstlings (Respektvolle Orientierung an den TeenieHorrorklassikern aus den 70ern bei gleichzeitiger dramaturgischer Originalität) hier brilliant variiert und dabei seine Schwächen (miese Schauspieler, langweilige Hochglanz-Optik) vermeidet. Äßerst sehenswert!
@Vorredner: “The Devil’s Rejects” als Splatter zu bezeichnen ist aber durchaus gewagt. Ich meine, was die graphische Darstellung von Gewalt angeht, ist der Film zwar ganz gut dabei, aber von der reinen Menge her ein ganzes Stück harmloser als so manches was schon im Mainstreamkino zu sehen war. Das wirklich grausame ist hier die Stimmung, die absolute Dreistigkeit mit der man zur Indentifikation mit den Psychopathen aufgefordert wird (und verdammte Scheiße Rob Zombie hat es tatsächlich geschafft, dass ich beim Ansehen einer DVD zu zittern anfing, wie damals als ich mit 15 “Nightmare III” sah). Am ehesten würde ich hier die (gelegentlich auch für das Hills-Have-Eyes-Original verwendete) Bezeichnung “Terrorfilm” vorschlagen.
Ach ja, und “Haute Tension” (insbesondere die zweite Hälfte) ist wirklich scheiße!
November 22nd, 2006 at 4:42 pm
P.S. zu Sin City (in dem hier und da ja entsprechend der Vorlage durchaus auch Brüste zu sehen waren) noch:
Jessica Alba gab mal in irgendeinem Interview zu Protokoll, dass Rodriguez es ihr freigestellt hätte, ob sie ihr Top anbehält, oder nicht und fügte hinzu, wenn er auf einer Oben-Ohne-Szene bestanden hätte, hätte sie es vermutlich getan.
ROBERT, DU WEICHEI!
November 22nd, 2006 at 5:40 pm
“Terrorfilm” ist eine sehr gute Bezeichnung für Devil’s Rejects! Splatter im klassischen Sinne ist der wirklich nicht, da hast Du absolut Recht.
Umso mehr erstaunt mich, dass Du Hostel gut findest. Gerade die Schauspieler sind sowas von entsetzlich schlecht, wirklich schlimm. Okay, super, Brüste kommen vor – aber sonst ist das meiner Meinung nach noch nicht mal ein passabler C-Movie. Er ist lange nicht so blutig, wie er beworben wurde, die Story ist nicht vorhanden, die erste Hälfte des Films ist lächerlichster Teenie-Kiffer-Sex-Quatsch. Atmosphäre hat er in der zweiten Hälfte durchaus, aber da wird ein Grossteil der “Schauspieler” ja glücklicherweise sowieso gemeuchelt, so man ihr “Spiel” nicht weiter ertragen muss.
November 27th, 2006 at 4:59 pm
Selbstverständlich sind Titten an sich noch kein Qualitätsmerkmal, in diesem Fall aber zumindest ein Indiz dafür, dass der Filmemacher seine Vorbilder ernst nimmt.
Dass der Film “lange nicht so blutig [ist], wie er beworben wurde”, ist tatsächlich wohl ein Problem, aber meiner Meinung nach ein PR-Problem, kein künstlerisches. Auch in den hitzigen Diskussionen mit Freunden von mir, die den Film ebenso schlecht fanden fiel häufig das Statement “nicht brutal genug”. Für mich war das alles exakt richtig dosier. Eben Horor, nicht Splatter.
Hast du den Film auf deutsch oder im Original gesehen? Interessanterweise sahen alle, die ich bis jetzt die Schauspieler kritisieren hörte die Synchro-Fassung… Da kann ich jetzt natürlich argumentativ wenig sagen, mich hat das Spiel eben überzeugt.
Dass die erste Hälfte nahe an der Lächerlichkeit vorbeischrammt ist für mich nur konsequent und eben im Sinne von Genre-Referenzen wie Evil Dead 1 und dem Texas-Chainsaw-Massacre-Original: Erst Mal eine lässige, fast schon kitschige Hedonismusidylle aufbauen, langsam das Grauen einbrechen lassen, um dann relativ schnell zum brutalen Schluss zu kommen.
Eine “Story” habe ich durchaus gesehen. Eine sehr rudimentäre freilich, aber mehr hätte ich gar nicht sehen wollen, zuviel Charakterstudien hätten dem Film glaube ich eher geschadet.
Für mich einfach ein Mainstream-Horrorfilm durch und durch, aber einer der besten seiner Art, mit wohldosierten Schockmomenten und filmhistorischer Tiefe.
November 30th, 2006 at 6:39 pm
Also wir haben beide Filme überhaupt nicht gefallen. The Descent ist einfach nur Trash. Wie du schon geschrieben hast, geht er eigentlich ganz gut los, wird dann aber immer schlechter. Am Ende hab ich nur gedacht: “Shit, schon wieder so ne Zeitverschwendung!”
Ahh und The Hills Have Eyes ist mir schon am Anfang auf den Sack gegangen. Immer diese Einleitungen mit den doofen Abkürzungen. Dann läuft der eine auch noch alleine i.d. Wüste rum und dann diese unnötige, total übertriebene Vergewaltigungszene. Neee, was für ein Dreck. Und ansonsten, man der HUND!
January 23rd, 2008 at 1:15 pm
[...] Als einer von fünf Leuten die Brian de Palmas Mission to Mars mochten: Warum Danny Boyle, warum? Über drei Viertel der Strecke hinweg war das hier ein hervorragender SciFi-Streifen. Das die Science dabei eher schwammig bis unsinnig war? Drauf geschissen. Die ganze Konstellation war doch dramatisch genug: Wenn man die Sonne nicht kickstartet, dann stirbt die Erde. Gutes Drama. Und man hat nicht genug Sauerstoff um alle Crewmitglieder zurück zur Erde zu schaffen. Irgendwer wird sterben müssen, damit die anderen leben können. Noch besseres Drama. Viel Raum für Klaustrophobie und menschliche Konflikte. Stattdessen bekommen wir Captain Blurry und seine sinnfreie B-Horror-Brigade, womit der Streifen dann den Bach runtergeht. Ist wie mit The Descent, das hätte ohne Monster viel besser funktioniert. Wirklich schade, weil das Ende einen bis dahin richtig gefälligen Film absolut vermurkst… [...]
March 1st, 2008 at 3:22 pm
[...] Ein Horrorfilm der von der Machart her ein wenig aussieht wie The Descent mit einer Aztekenpyramide. Basierend auf einem Buch das ich noch nicht gelesen, von dem ich aber bisher nur Gutes gehört habe. Der Teaser verrät mir fast nichts über den Film, macht mir aber trotzdem Lust darauf den Film zu sehen. A jorb well done. [...]