Sex, Lies & Video

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Ich verstehe ja, dass die Presse Spaß daran hat der ZEITUNG und Präsident Bush eins reinzuwürgen. Ich verstehe das sehr gut. Ich habe immerhin, wie es Bloggerpflicht ist, auch das Bildblog in meiner Sidebar verlinkt. Aber manchmal wird es affig. Gut, über die gerudelte Entrüstung von Süddeutsche bis SPIEGEL darüber, wie die ZEITUNG mit Heide Simonis in Let’s Dance umgegangen ist, sei mal vergessen. Ich denke zwar, dass Frau Simonis als Person des öffentlichen Interesses mit sowas rechnen musste, als sie sich für das RTL-Kasperletheater hat einspannen lassen, aber wegen mir soll der Aufschrei der Entrüstung da akzeptiert sein.

Was aber gar nicht geht, ist dass man sich darüber echauffiert, dass Kai Diekman beim Interview mit dem George Bush kurz davor steht ihm entweder in die Hose zu krabbeln oder sich vor ihm auf den Boden zu werfen, sich auf den Rücken zu drehen und darum zu betteln, dass ihn der POTUS doch bitte kraulen möge. Die ZEITUNG verweigert also ihre Journalistenpflicht und gibt offen zu, dass sie Gesinnungsjournalismus betreibt? Die ZEITUNG? In deren Gründungsprinzipien schon festgelegt ist, dass sie sich für Amerika auszusprechen hat? Ja, da halte doch jemand die Druckerpressen an, wir haben eine Schlagzeile für morgen früh.

Echt gezz. Ja, man kann das noch einmal erwähnen, aber um ganz ehrlich zu sein: Mangelnde journalistische Standards bei der Springerpresse zu monieren, das ist als wenn man Fische aus einem Faß angelt. Denn mal ganz im Ernst: Von der ZEITUNG erwarte ich gar keinen fairen Journalismus. Aber an einige andere Medien, an die Süddeutsche, an den SPIEGEL, an die FAZ, an die ZEIT, an die Frankfurter Runschau, habe ich höhere Ansprüche als an die ZEITUNG.

Wenn Deutschlands größtes Boulevardmagazin sich einmal mehr im schnellen Bush-Bashing übt, dann ist das zwar emotional befriedigend, aber es bringt niemandem etwas. Ich sehe hier kein Anzeichen für einen generellen Anti-Amerikanismus, wie das einige Kommentatoren tun, die eine mangelnde Erdung in der Realität durch exzessive Paranoia, überschäumende Phantasie und einen ungesunden Messianismus aufwiegen, aber eine gewisse grundsätzliche Schadenfreude möchte ich dem SPIEGEL und Konsorten nicht absprechen.

Als der Irakkrieg gerade in vollem Gange war - und ich meine jetzt dezidiert den eigentlichen Krieg, nicht die “Nebenkampfhandlungen” die seit dem 1. Mai 2003 laufen - da titelte der SPIEGEL ganz lustvoll: “Supermacht im Sand: Amerikas stockender Blitzkrieg“. Kurze Zeit später war der Krieg vorbei, Saddam Hussein untergetaucht und Bagdad, zumindest nominell, unter US-Kontrolle. Ooops. Nicht ganz so spektakulär wie die Fehleinschätzungen von Comical Ali, aber schon ein kleiner Faux Pas.

Wobei die Berichterstattung sowieso mehr als durchwachsen war, irgendwo zwischen dieser reflexartigen Schadenfreude und einem Aufgeilen an überlegener amerikanischer Militärtechnik und schicken, computergenerierten Landkarten die man mit Pfeilen und Bildern von F-117A Bombern und amerikanischen G.I.s schmücken konnte. War Porn, Baby. Wir hier bei Agitpop finden zwar, dass Grafiken vom Führerbunker als Wichsvorlagen besser kommen, aber man nimmt ja mit was man kriegen kann.

Und der selbe SPIEGEL, der sich nie für so einen kleinen, reflexhaften Tiefschlag zu Schade ist (und das gleiche gilt leider auch für die Süddeutsche) versagt dafür journalistisch in anderer Hinsicht: Warum zum Teufel hakt ihr nicht nach? Seit einiger Zeit, mindestens seit einem Jahr, vielleicht länger, hat sich ein Paradigmenwechsel in der Kriegsberichterstattung eingestellt. Vielleicht weil die US-Regierung ihre neue Marschrichtung sooft genannt hat, dass daraus eine Realität wurde. Vielleicht weil man es leid ist, keine Antworten zu bekommen… aber trotzdem…

Wenn ich in Presseberichten die Formulierung lese, dass der Krieg im Irak geführt wurde um einen Regimewechsel herbeizuführen oder das irakische Volk zu befreien, dann rollen sich mir die Fußnägel hoch. Lebe ich auf einem anderen Planeten? Sicher, der Regimewechsel war eines der Ziele. Und vielleicht wollte man dem irakischen Volk wirklich bessere Lebensbedingungen schaffen, obwohl der Zyniker in mir das doch stark bezweifelt, besonders da man momentan nicht sonderlich interessiert ist dem tatsächlichen Genozid in Dafour ein Ende zu bereiten, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht der Grund war, aus dem dieser Krieg vom amerikanischen Parlament abgenickt wurde. Ich erinnere mich da vage an Colin Powell vor der UN und an gewisse britische Dokumente. Die deutsche Presselandschaft tut das scheinbar nicht mehr.

Ich war damals für den Irakkrieg. Buhen Sie bitte jetzt. Warum war ich dafür? Weil ich blöd und arrogant war. (Und oft genug bin ich das immer noch.) Weil ich verächtlich auf die Kriegsgegner mit ihren Pace-Flaggen und ihren “Kein Blut für Öl”-Schildern geguckt habe und mir sicher war, dass die US-Regierung es schon besser wissen wird. Die haben immerhin CIA und NSA, während die neue Friedensbewegung Stumgeschütze wie taz oder Jungle World zu bieten hatte.

Und: Dick Cheney sagte in Interviews, dass es klare Verbindungen zwischen Saddam Hussein und dem 11. September, respektive al-Quaida gäbe. Rumsfeld tat das gleiche und bezeichnete die Saddam-Al-Quaida-Verbindung als kugelsicher. Cheney sprach auch davon, dass vom Irak eine “BLANK>mortal threat” ausgehe. Colin Powell präsentierte der UN-Vollversammlung Bilder von Saddams mobilen Massenvernichtungswaffenfabriken. Und dann war da noch ein britisches Dokument, dass klarstellte, dass Saddam Hussein binnen 45 Minuten die Londoner Innenstadt mit Giftgas attackieren könnte.

All das war vor dem Irakkrieg, zumindest in meiner Wahrnehmung, um einiges präsenter als die Interviews in denen man betonte, dass man hier primär das irakische Volk befreien müsse. Ich wage auch zu bezweifeln, dass das Argument alleine ausgereicht hätte um den Kongress hier einen Blankoscheck für den Krieg ausstellen zu lassen. Oder ob es als Argument ausgereicht hätte, dass man diesen Krieg notfalls auch an der UN vorbei führen müsste. Was ich in bestimmten Situationen durchaus vertretbar finde. Aber anders als im Kosovo gab es keinen konkreten Anlass, keinen akuten Genozid der sofort gestoppt werden musste. Man kann den Regierungen Blair und Bush hier, so denke ich, Panikmache vorwerfen. Scare mongering. Und zumindest auf mich hat das Eindruck gemacht: Die werden schon wissen, wovon sie reden, sonst würden sie nicht so klare Beispiele bringen. Tja: Schön blöd.

Aber genau darum bin ich im Rückblick so kritisch dem Krieg und der Presseaufarbeitung gegenüber. Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass die Verbindung zum 11. September ebenso falsch war, wie der Vorwurf Saddam habe nicht nur Massenvernichtungswaffen, sondern er könne sie sogar binnen 45 Minuten gegen Zentraleuropa verwenden. Und darum akzeptiere ich auch die Frage nicht, ob es den Leuten im Irak heute nicht besser ginge als unter Saddam (kann ich nicht beurteilen, für mich klingt beides nach Lebensverhältnissen auf die ich lieber verzichten würde). Das ist nicht der springende Punkt. Der springende Punkt ist: Hier wurde ein Krieg geführt der bisher zehntausende Menschenleben gekostet hat und der den Nahen Osten möglicherweise weiter destabilisiert, statt ihn zu demokratisieren. Und er wurde geführt wegen… tja, wegen was? Entweder wegen fehlerhafter Geheimdienstinformation oder wegen blatanter Lügen. Und ich würde gerne wissen, was von den beiden Dingen nun die Ursache war. Was darf es sein, Mr. Bush? Dumm oder böse?

Genau darum erwarte ich von meiner Presse heute, nach dem Krieg, dass sie sich auf diese Fragen konzentriert und nicht den mangelnden Standard der ZEITUNG kritisiert oder sich in sinnloser Schadenfreue darüber ergeht, dass Bushs Approval Rating im Keller ist und der Nachkriegsirak sich in ein heilloses Chaos verwandelt hat. Das ist so wie das kleine Kind, das ruft: “Der Kaiser trägt keine Kleider.” Alle lachen ganz herzlich über den Kaiser, aber am Ende des Tages bleibt der Kaiser Kaiser und das Kind machtlos. Keiner gewinnt.

Stattdessen erwarte ich, dass man diese Kernfrage “dumm oder böse” immer und immer wieder stellt. Und das man versucht, und ich weiß, das ist extrem schwer bis unmöglich für ausländische Medien, diese Frage beantwortet zu bekommen. Aber man sollte es zumindest versuchen. Und man sollte, egal ob in normalen Presseartikeln oder in Interviews, die Aussage, dass die USA in den Irak gegangen wären um die Bevölkerung zu befreien, bitte in irgendeiner Form kommentieren… oder zumindest nicht einfach so akzeptieren. Gerade in Interviews bietet sich da eine Chance nachzuhaken. Was aber nicht mehr passiert. In der neuen Konsensrealität ging es noch nie um Massenvernichtungswaffen oder die al-Quaida.

Und wo wir schon bei Dingen sind, die nie stattgefunden haben: Anthrax. Nein, nicht die Band, das Pulver. Erinnert sich noch jemand an die Milzbrandpanik die am 18. September 2001 begann? Briefe wurden unter anderem an US-Senatoren geschickt (darunter an Tom Daschle) die Anthraxbakterien enthielten. Fünf Menschen starben. Großes Trarara, große Panik. Jeder Scherzkeks in Deutschland begann seiner Steuererklärung ein bißchen Backpulver hinzuzufügen. Einfach aus Jux. Waschpulverpakete wurden sicherheitshalber im Supermarkt von der GSG9 gesprengt und dann…

*PUFF*

Als habe es all das nie gegeben. Die Presse hat nie wieder wirklich darüber berichtet. Da hat irgendjemand fünf Leute mit einem biologischem Kampfstoff umgebracht, die gesamte Welt eine Woche nach 9/11 noch weiter in Angst und Schrecken versetzt (und somit gut mitgeholfen, dass Dinge wie der Patriot Act im US-Kongress durchgewunken wurden)… und auf einmal interessiert es keinen Menschen mehr wer der Verrückte war, ob er sich das Anthraxbakterium selbst gezüchtet oder aus irgendwelchen Labors geholt hat und ob sowas noch einmal passieren könnte? WTF? Presse, hallo? Lass unst nicht allein hier, okay?

Und gerade wegen dieser Enttäuschung von der Presse, die immer größer wird, finde ich respektabel was Raymond McGovern vor wenigen Tagen gemacht hat. McGovern war 27 Jahre lang Analyst für die Central Intelligence Agency und gründete dann, kurz vor dem Irakkrieg, die “Veteran Intelligence Professionals for Sanity” (VIPS), die nach dem Irakkrieg kritisierten, dass man Geheimdiensterkenntnisse gefälscht oder zumindest so zu Recht gebogen hätte, dass man damit den Krieg legitimierte. Also ist das, worum es hier gehen soll, politisch motiviert. Was auch gleich wieder kritisiert wurde.

Aber die Motive von Mr. McGovern sind in diesem Falle egal, der Mann könnte von mir aus auch ein transsexueller Außerirdischer sein, der die Regierung hasst weil sie seinem Plan im Wege steht allen Jungen gleich nach der Geburt Vaginatransplantate an den Kopf zu nageln. Denn die Methode die er am 4. Mai verwendete, als er bei einer Frage-und-Antwort-Stunde mit Verteidigungsminister Onkel Donald das Wort bekam, war absolut legitim.

Während der Q&A-Sitzung ging McGovern wegen der fehlenden Massenvernichtungswaffen knallhart mit Rumsfeld ins Gericht. Ein Auszug:

RAY McGOVERN: And so, I would like to ask you to be up front with the American people. Why did you lie to get us into a war that was not necessary and that has caused these kinds of casualties? Why?

DONALD RUMSFELD: Well, first of all, I haven’t lied. I did not lie then. Colin Powell didn’t lie. He spent weeks and weeks with the Central Intelligence Agency people and prepared a presentation that I know he believed was accurate, and he presented that to the United Nations. The President spent weeks and weeks with the Central Intelligence people, and he went to the American people and made a presentation. I’m not in the intelligence business. They gave the world their honest opinion. It appears that there were not weapons of mass destruction there.

RAY McGOVERN: You said you knew where they were?

DONALD RUMSFELD: I did not. I said I knew where suspect sites were, and we were –

RAY McGOVERN: You said you knew where they were, “near Tikrit, near Baghdad, and northeast, south and west of there.” Those were your words.

Anschließend schnitt er das Thema “Saddam & al-Quaida” an:

RAY McGOVERN: We’re talking about lies and your allegation that there was bulletproof evidence of ties between al-Qaeda and Iraq. Was that a lie or were you misled?

DONALD RUMSFELD: Zarqawi was in Baghdad during the prewar period. That is a fact.

RAY McGOVERN: Zarqawi, he was in the north of Iraq, in a place where Saddam Hussein had no rule. That’s where he was.

DONALD RUMSFELD: He was also in Baghdad.

RAY McGOVERN: Yeah, when he needed to go to the hospital. Come on, these people aren’t idiots. They know the story.

Genau das erwarte ich eigentlich von der Presse. Primär natürlich von der amerikanischen, weil die größeren Zugang zur Regierung hat, aber auch von der deutschen Presse. Nicht einfach nur simples Draufhauen auf die ZEITUNG, sondern ein aktives Nachhaken bei bestimmten Themen die von Bedeutung sind. Und die “Beweise” der US-Regierung dafür, dass ein Irakkrieg unbedingt nötig sei, sind von Bedeutung. Wenn die Sache mit den Massenvernichtungswaffen und der al-Quaida nicht stimmt, und genau danach sieht es aus, dann hat man da einen zweiten Golf von Tonkin. Und dann hat entweder der Geheimdienst die US-Regierung in einen Krieg gestürzt oder die US-Regierung hat diese Entscheidung selber gefällt. So oder so, jemand muss verantwortlich sein. Und man komme mir nicht mit: Jeder kann mal Fehler machen. Schon. Aber es ist ein kleiner Unterschied ob man versehentlich ein Glas Milch umkippt oder irrtümlicherweise einen militärischen Konflikt vom Zaun bricht.

Das von McGovern izitierte Statement fiel allerdings erst, nachdem der Krieg gegen den Irak bereits begonnen hatte. Auch das sollte man erwähnen. Wobei es eben nicht so ist, dass ähnliche Statements vor Kriegsbeginn nicht gefallen wären.

Natürlich muss man sich nicht verbatim an alles erinnern was man gesagt, aber grobe Aussagen von solcher Wichtigkeit sollte man schon im Kopf behalten. Gerade das man sowas heutzutage relativ einfach kontrollieren kann macht es schwieriger damit davon zu kommen, dass man behauptet man habe etwas nie gesagt, wenn man es wohl doch gesagt hat. Und da sollte die Presse doch auch in der Lage sein, einfach mal kurz nachzugucken wie weit es her ist mit den Anschuldigungen, die McGovern da erhoben hat.

Tut sie nun mal nicht. Entweder McGovern wird als besonders wütender Kriegsgegner und Zwischenrufer weggeschrieben oder man berichtet “fair & balanced”. Erst was McGovern sagt (”Du hast gelogen.”), dann was Rummy geantwortet hat (”Gar nicht.”).

Wer das ganze nicht nur lesen, sondern sehen möchte: Hier war ein Link zum Video des besagten Q&A-Segments. Beeindruckend zu sehen, wie sehr Rumsfeld bei seinen Antworten ins Schwimmen und Stottern gerät und ähnlich beeindruckend zu sehen, wie feindlich gesinnt der gesamte Saal McGoverns Fragen ist. Wer das ganze gerne mit ein bisschen Fact-Checking garniert hat: Hier ist war Keith Olbermanns Aufarbeitung der Sache. Olbermann, der Countdown auf MSNBC moderiert, ist einer der letzten Moderatoren im US-Fernsehen, denen noch regelmäßig die “liberal bias” vorgeworfen wird. In diesem Video gibt er gleich mit an, wo McGoverns Zitate herkommen und wann Rumsfeld sie tätigte.

SPIEGEL, Süddeutsche, ZEIT, habt ihr zugeguckt? Klasse. Das was der McGovern da getan hat - ja? - sowas erwarte ich von euch. Regierungsbeamte mit Fragen in die Ecke drängen und sich nicht abschütteln lassen, bloß weil behauptet wird man habe etwas nie gesagt oder weil man einen kleinen Scherz macht. Und in Zukunft bitte keine künstliche Entrüstung mehr darüber, dass die ZEITUNG Lumpenjournalismus betreibt.

So. Und jetzt geht raus und tut was…

Edit: Einige Links aus rechtlichen Gründen entfernt.

7 Responses to “Sex, Lies & Video”

  1. Heide Says:

    Das für den Krieg warst hätte ich nicht erwartet. Allerdings mal wieder ein sehr guter Text von dir wie finde.

  2. Björn Says:

    Hey, wie gesagt, ich war ein Idiot und habe die Regierungspropaganda damals total gekauft… ich hatte ja nicht geglaubt, dass die (also wahlweise die CIA oder die Regierung) so offensiv lügen würden und dann auch noch damit davonkommen.

  3. Heide Says:

    War nicht als Vorwurf gemeint. Hätte es nachdem dem lesen deiner bisherigen Texte die sich mit Politik und/oder politischem Journalismus auseinandersetzen nur einfach nicht erwartet. War zwar damals dagegen würde aber Leute wegen einer anderen Meinung nicht als Idioten bezeichnen. Höchstens wenn sie immer noch der Ansicht sind :-).

  4. Michael Says:

    Hallo,

    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen. Genau sowas will ich lesen, sehr fein!

    Die Zeitungen stehen ja unter einem gewissen “Veröffentlichungsdruck”, sie können also nicht jeden Tag neue Enthüllungen präsentieren, wenn sie keine vorliegen haben. Und ein Platzhalter auf der Kommentarseite mit dem Vermerk “Nichts neues Leute” wär zwar witzig, aber mehr auch nicht.
    Eine kleine Frage, warst du mit dem Auftritt von Frau Christiansen beim amerikanischen Präsidenten am 4. Mai zufrieden, schließlich wurde sie gegen Ende doch recht ungemütlich. Oder war dir das auch zu weichgespült?

    Die Zeit muss ich aber doch in Schutz nehmen, schließlich schreibt sie regelmäßig über Guantanamo. In Ausgabe 18 zum Beispiel über die vom BND verhinderte Freilassung des deutschen Inhaftierten Murat Kurnaz. (http://www.zeit.de/2006/18/Kurnaz)

    Ich mach mich jetzt mal ran, deinen Blog zu erkunden…

  5. Björn Says:

    Hi Michael,

    zu dem Interview bei der Christiansen kann ich nichts sagen, da ich das nicht gesehen habe (bin derzeit noch im europäischen Ausland unterwegs). Ich werde aber mal zusehen, dass ich das via Youtube auftreiben kann… irgendwie muss man die GEZ-Gebühren fürs Internet ja wieder reinkriegen.

    Die Zeit, und auch die Süddeutsche, möchte ich hier auch gar nicht als wirklich schlecht bezeichnen. Die Onlineangebot beider Zeitungen gehören zu meinem täglichen Lesestoff. Zwei Zeitblogs habe ich hier ja sogar verlinkt (auch wenn ich Ulrich Specks Meinung oft nicht teile) und Heribert Prantl von der Süddeutschen wurde schon mehrfach lobend erwähnt.

    Aber in bestimmte Bereichen, etwa der neueren Berichterstattung über den Build-Up zum Irakkrieg, da fühle ich mich von der Presse schon im Stich gelassen. Und in Sachen wie der Anthrax-Panik: Wenn man keine neuen Berichte hat, dann kann man nichts schreiben. Klar. Aber wenn sowas komplett unter den Tisch fällt, nicht einmal mehr in einem Nebensatz erwähnt wird, dann ist das bedauerlich.

    Die Antraxpanik zeigt primär wie stark die Wahrnehmung von den Medien verzerrt werden kann. Vergleich mal die Vogelgrippepanik vom Dezember mit der gefühlten Stimmungslage jetzt. Die potentielle Bedrohung ist die Gleiche, aber weil es weniger erwähnt wird, fühlt man sich sicherer.

    Ansonsten: Willkommen an Bord und hoffe ich, dass mein Blog gefällt.

  6. Tales from the Mac Hell Says:

    Gemachtes und zu machendes……

    …muss ich mal auf ne Art und Weise dokumentieren, die dazu führt, dass ich letzteres auch mache. Aber erst zum Gemachten. Den Marcel hab ich jetzt endlich in die Blogroll eingebaut, zum einen weiss ich kaum jemanden, der die Abmahnungen und …

  7. agitpop - needs more cowbell » Blog Archive » Your Friend Hysteria: Comicstatuen, Muslime und die G8 Says:

    [...] Vielleicht ist es nur der Umstand, dass ich gerne in bestimmten Debatten für voll genommen werden würde. Wenn ich etwa meine Abneigung gegenüber der aktuellen US-Regierung betone, dann würde ich mir wünschen, dass man sich mit meinen Kritikpunkten und meinen Vorwürfen beschäftigt… und nicht anfängt mir zu erklären warum Michael Moore ein Populist und Faktenverdreher ist. Natürlich ist er das, das weiß ich auch. Aber bloß weil Michael Moore die Bush-Administration nicht mag und ich die Bush-Administration nicht mag, heißt das noch lange nicht, dass ich Michael Moore bin. Außer wir einigen uns auch darauf, dass alle Männer Sokrates sind. [...]

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