Archive for March, 2008

Sneak Review: Be Kind Rewind

Wednesday, March 26th, 2008

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Dass es in Michael Gondrys Be Kind Rewind um ein paar Typen aus einer Videothek geht, die nach einem Unfall mit den Videos gezwungen sind, die verlorenen Filme selbst im No-Budget-Stil nachzudrehen, das wusste ich ja schon. Dass der Film aber nebenbei auch noch eine Hommage an Fats Waller ist, einen mir bis gestern Abend völlig unbekannten Jazz-Musiker, das war mir unklar. Es wertet Gondrys Film aber definitiv auf, weil der Streifen so ein menschliches Zentrum gewinnt, das die einzelnen Teile zusammenhält.

Jene Szenen in denen Mos Def und Jack Black ihre No-Budget-Remakes drehen (= “schweden”, Verb), sind ganz große Lacherfolge. Zum Teil weil ein paar der verwendeten… um… “Special Effects” auf wunderbar abstrusen Ideen basieren: Die Szene wenn ein Kind sich auf einem dieser Schaumstoffteppiche mit aufgedruckten Straßenzügen dreht, um so zu simulieren, dass es gerade in Tiefe stürzt? Großes Tennis. Fast noch schöner als die offensichtlichen Lacher sind allerdings die leisen Witze. Etwa wenn zuerst Ghostbusters geschwedet wird und Mos Def zu Jack Black sagt: “Ich bin Bill Murray und du bist alle anderen.” Ernie Hudson wird’s ihm danken.

Allerdings hatte ich in der ersten Hälfte ein Problem mit Be Kind Rewind: Ja, die Art wie hier bekannte Filme geschwedet werden ist wirklich, wirklich lustig und Gondrys Gespür für visuelle Kreativität und gute musikalische Untermalung zeigt sich immer wieder in sehr schöner Weise. An der optischen Verspieltheit gibt es nichts auszusetzen. Und zum Teil eignet sich der Film zudem als Aufhänger für gängige Debatten: Wenn Danny Glover als Besitzer der kleinen Videothek versucht herauszufinden, was eine moderne erfolgreiche Videothek ausmacht (unfähiges Personal, kleine Auswahl, nur Action und Comedy, dafür stehen aber die vier Filme die man hat ein paar hundert Mal im Regal), dann wird sich da jeder Filmfreund wiederfinden, der es mal den Fuß in eine Filiale der derzeit alles andere verdrängenden Videothekenketten gesetzt hat.

Und wenn die MPAA-Repräsentantin (Sigourney Weaver, was das Ghosbusters-Remake vom Filmbeginn noch besser macht) in der Mitte des Films die Videothek betritt und die Herausgabe aller geschwedeten Videos fordert, weil die Filmfirmen diese Derivate zerstören wollen, dann kann man daran – vielleicht – eine der brandaktuellen Debatten über kreative Eigenleistungen, Fair Use und das Verhalten der MPAA anknüpfen, die sich immer wieder als Elefanten im Porzelanladen geriert und dabei auch kein Problem damit hat, ihre eigenen Fans zu verklagen. Wer mal erfahren durfte, wie die MPAA in der Realität gerichtlich gegen Amateur-Remakes vorgeht (etwa das 12-Minuten Remake von Oliver Stones World Trade Center), der akzeptiert die Darstellung der Filmfirmen als eiskalt kalkulierende Konglomerate, die jeden Draht zu dem Leuten verloren haben, die sie eigentlich protegieren sollten…

Nur: In der ersten Hälfte fragte ich mich wiederholt, ob Be Kind Rewind wirklich als Film nötig war. Fast alles was nicht direkt mit dem Nachdrehen von Filmklassikern zu tun hatte, war pontiell irritierend. Jack Blacks Rolle war einfach nur fürchterlich aufdringlich, aber nicht auf eine liebenswerte Art. Und alles – von den Einstellungen, bis hin zu den Dialogen – hatte diesen übertriebenen Independent-Charme, eine französisch-surrealistische Note, die sich aber mit den Hollywoodelementen des Filmes biss. Diese dann doch irgendwie künstlich wirkende Zelebrierung eines überkommenen Mediums. Die Art wie sich die Figuren gegenseitig ins Wort fielen und übereinander quatschten. Die betont “hässlichen” (für Hollywood-Standards) Schauspieler in den Nebenrollen.

Mitte der ersten Hälfte gibt es eine Szene, eine Art Montage, die allerdings – wenn ich das richtig gesehen habe – ohne Schnitt auskommt. In dieser Szene “schweden” die Videothekenleute eine ganze Reihe Filme in knapp zwei Minuten. In einer flüssigen Bewegung geht es von When We Were Kings über 2001 – A Space Odyssee bis hin zu Carrie. Eine richtig tolle Szene. Aber eben auch eine Szene bei der ich mir dachte: “Dafür einen Film? Das hier ist ein aufgeblähtes Musikvideo!” Diese Szene wäre eines der besten Musikvideos aller Zeiten geworden, hätte sich ohne weiteres auf eine Stufe mit anderen Gondry-Klassikern wie “Music Sounds Better With You”, “Fell in Love With A Girl”, “Come Into My World” oder “Army of Me” gestellt. Aber sowas trägt keinen Film.

Und dann kam die zweite Hälfte des Filmes und ich war gezwungen meine Meinung zu revidieren. Nachdem die MPAA dafür gesorgt hat, dass keine Filme mehr “geschwedet” werden, entscheiden sich die Figuren ihre Videothek zu retten, indem sie ihre neu gewonnenen Filmkenntnisse nutzen um ihren eigenen Film drehen. Eine Dokumentation über Fats Waller, abgedreht in dem gleichen No-Budget-Stil in dem sie eben noch RoboCop oder Boyz ‘n da Hood schossen. Und irgendwie, ohne dass ich es gemerkt habe, wieselte sich der Film plötzlich sich in mein Herz. Das was in der ersten Hälfte des Films noch als Comedyelement wirkte, die Pseudo-Effekte, erschien plötzlich charmant künstlerisch. Und gleichzeitig nahm Gondry dankenswerterweise den Fuß vom Gas, wurde etwas weniger “gezielt Indie” und selbst Jack Black beginnt sich etwas zurückzunehmen und die Bühne stärker Mos Def zu überlassen. Dessen liebenswert simple Figur wurde in der ersten Hälfte klar von Blacks überbordender Energie in den Hintergrund gedrängt, entwickelt sich dann aber plötzlich zu einem echten Sympathieträger, mit dem man sich identifizieren kann. Und, was soll ich sagen, Be Kind Rewind profitiert davon.

Auf einmal entwickelt der Film einen Charme, der ihm in der ersten Hälfte noch abging. Und plötzlich entpuppt sich das ganze Unternehmen als überraschend altmodischer Film: Eine Gruppe Menschen die sich zusammentut, um mit sehr begrenzten Mitteln einen bedrohten Teil der Gemeinde zu retten. Plötzlich umweht den Film ein Hauch von Capra, der deshalb so erfrischend wirkt, weil Gondry das absolut ernst meint. Keine postironisches Augenzwinkern, das die Vision einer Geminschaft die mit viel Herz und wenig Chancen für etwas kämpft als filmische Vision enttarnt, die es so in der Realität nicht geben würde. Und genau das tut Be Kind Rewind so gut. Der letzte Akt des Films wirkt so befreiend, weil er auf diese zynische Arroganz verzichtet, die man heute eigentlich in jedem Film erwarten würde. Weil Gondry es plötzlich wagt einen Film zu zeigen, der bewusst eskapistisch und verträumt ist. In dem alle zusammenarbeiten, in dem sich der “Böse” als Retter in letzter Sekunde entpuppt. Ja, Capraesque trifft es wohl wirklich. Egal wie unhip das auch sein mag.

Und am Ende, in dieser letzten Einstellung, wenn – Achtung, kleiner Spoiler! – Danny Glover seine Videothek verlässt und feststellt, dass sich die ganze Gemeinde davor versammelt hat, um die selbstgedrehte Dokumentation über Fats Waller zu sehen, da ging mir Be Kind Rewind wirklich zu Herzen. Als der Abspann begann saß ich im Kino, mit einem Lächeln auf den Lippen, einem guten Gefühl tief in mir drin und dem Bedürfnis mal für fünf Minuten einfach nicht zynisch zu sein. Und das ist eine respektable Leistung.

Nein, Be Kind Rewind ist sicher nicht perfekt. Gerade in der ersten Hälfte, der Hälfte die im Trailer propagiert wird, hat Gondrys Streifen einige unübersehbare Macken. Aber die macht er in der zweiten Hälfte mehr als wett, wenn man feststellt, dass der Film sein Herz eben doch am richtigen Fleck hat. Be Kind Rewind ist auf eine sehr herzliche Art einfach nur charmant. Und wenn wir von den “geschwedeten” Filmen eines gelernt haben, dann dass sowas manchmal mehr wert sein kann als absolute Perfektion.

Horror-Roundup: Ruins, Rising, Storm Front

Wednesday, March 19th, 2008

Scott Smith – The Ruins

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Scott Smiths hochgelobtes Horrorstück The Ruins versucht zwei Dinge gleichzeitig zu sein, die einfach nicht kombiniert werden sollten. Zum Einen ist es ein Roman der davon handelt, wie sechs junge Menschen – davon vier voller existentieller Sorgen und Nöte – in einer hochgefährlichen Situation auf engstem Raum überleben müssen und dabei der Zerfall der Gruppe mindestens so bedrohlich ist, wie jeder externe Faktor. Vielleicht sogar bedrohlicher. Und das ist okay. Diese Form von Survivalliteratur ist ein etabliertes Genre, in dem man durchaus spannende und dramatische Geschichten erzählen kann.

Aber gleichzeitig ist The Ruins auch klassischer Horror, mit einem Monster das die Charaktere bedroht und all dem Gerümpel. Und da beginnt das Problem: Das Monster ist einfach lächerlich. Zumindest im Kontext eines Romans der sich nebenbei als ernsthafter, unironischer Survivalschlonz mit existentiellen Untertönen versteht. Wer nicht wissen will, was es mit dem Monster auf sich hat, der sollte diesen Absatz überspringen… noch da? Gut: Also, das Monster ist Audrey III, eine hyperintelligente Killerpflanze. Soweit kann ich das akzeptieren. Ich kann auch akzeptieren, dass die Killerpflanze ihre Ranken als Greifwerkzeuge einsetzt. Aber im Verlauf des Buchs entwickelt sich die Pflanze zu einem Diabolus ex Machina der wirklich alles kann. Kochen, putzen, Bügeln. Das volle Programm. Die Pflanze kann Geräusche imitieren. Die Pflanze kann Stimmen imitieren. Die Pflanze kann Gerüche imitieren. Die Pflanze entfernt Warnschilder, weil sie erkennt was es mit diesen Schildern auf sich hat. Die Pflanze weiß wie sie die Gruppe psychologisch belastet. Letztlich erfindet die Pflanze sogar Gesprächsfetzen, die sie dann dann in den Stimmen der Gruppenmitglieder von sich gibt, nur um den Konflikt innerhalb der Gruppe weiter anzuheizen.

Hey, ganz im Ernst: Das Monster in diesem Buch verlangt nicht nur die “suspension of disbelief”, es verlangt dass man seinen Disbelief in den nächsten Straßengraben zerrt und dort mit einer schnellen Kugel in den Hinterkopf endgültig erledigt. Ich kann mit so einem überzogen-käsigen B-Movie-Monster leben, wenn die ganze Story backenzüngig präsentiert wird. Nimmt sich die Geschichte als Ganzes nicht so ernst, dann gewähre ich da gerne mehr Seil, mit dem man sich erhängen kann. Aber die Backenzüngigkeit fehlt The Ruins schlicht: Smith will einen Frankenstein basteln, der zwar Schlockhorror ist, dabei aber soviel Drama und Einblick in das menschliche Wesen bietet, dass ihn auch das Feuilleton nicht verschmähen kann. Das ist als wenn man Kaviar auf einen Mantateller packt, damit ihn auch Heinz Hormann mal kostet. Am Ende hat man durch die Kombination zwei potentiell gute Gerichte versaubeutelt.

Denn beide Teile des Romans sind ja für sich genommen nicht schlecht: Das Monstergestrüpp legt eine beeindruckende Fiesmöppigkeit an den Tag, während die Survivalteile mit einer Menge angenehm unfeiner Szenen und Konflikte aufwarten: Ein gebrochenes Genick. Eine Beinamputation am lebenden Objekt, vollzogen nur mit einem im Feuer sterilisierten Messer und einem scharfen Stein. (Da wird mir als altem Fuchs in Sachen Robinson’s Requiem doch ganz warm ums Herz.) Die Frage ab wann man Anfangen sollte seinen eigenen Urin zu trinken und ob Kannibalismus eine legitime Alternative zum Verhungern ist. Hey, da könnte ich fast schon tolerieren, dass die Figuren beinahe durch die Bank weg weinerliche amerikanische Volltouristen sind, denen ich schon aufgrund ihrer generellen Unerträglichkeit den Tod gönne. (Der Grieche und der Deutsche werden nie wirklich charakterisiert. Der Deutsche, Mathias, wohnt in München über einer Bäckerei, hat Topfpflanzen und eine Katze. Außerdem ist er ruhig, methodisch und emotionslos. Wie wir Deutschen halt so sind. Das ist die Charakterisierung, die wir nach 500 Seiten Buch erreicht haben.)

Letztlich stand meinem Genuß des Buchs immer der Fakt im Wege, dass ich mich eigentlich gerade auf das emotionale Leiden der Figuren konzentrieren sollte – darauf wie wir uns alle immerzu verstellen und wie uns das in Extremsituationen zerstört . aber im Hintergrund eine Killergeranie herumwuselte, die auch in einem schlechten Sci-Fi-Streifen aus den Fünfzigern nicht deplatziert gewirkt hätte. Und das macht es mir schwer das Drama ernst zu nehmen. Und weil mir die Figuren ohnehin unsympathisch sind, habe ich irgendwann auch die Schnauze voll von dem konstanten Hin- und Hergespringe zwischen den überkandidelten Gedankenströmen der einzelnen Figuren. Ja, ihr wart mal alle Zusammen im Zoo und habt euch tierisch beömmelt wegen eines pissenden Esels. Damals wart ihr so glücklich und naiv, aber jetzt werdet ihr alle sterben. Ich verstehe: Das ist profund. Können wir jetzt wieder zu eurem Kampf gegen Chuck die Pflanze zurückkommen?

The Ruins hätte besser funktioniert wenn zwei Dinge stattgefunden hätten: Einerseits würde mir das Drama mehr zu Herzen gehen, wenn zumindest eine Figur sympathisch wäre. An einer Stelle unterhalten sich die Figuren sogar darüber, wer in der Filmversion welches Rollenklischee erfüllen würde, aber die Figuren bleiben auch schon im Buch fest in ihren Schablonen drin. Andererseits hätte es dem Buch nicht geschadet, wenn man es radikal gekürzt hätte. Eine stringent erzählte Story über den Kampf einiger junger Erwachsener gegen ein Mördergemüse hätte besser funktioniert, als die immer wieder von emotionalen Krämpfen (Relevanz!) unterbrochene Geschichte hier. Eine kurze, dreckige Kurzgeschichte oder Novelle, die sich selbst nicht so ernst nimmt. Das hätte den Stoff dezidiert aufgewertet. So bleibt dieser Eindruck den ich auch habe, wenn mal wieder ein Fanfiction-Autor versucht der nächste Tolstoi zu sein, indem er die relevanteste Geschichte der Welt über die Leiden des einfachen Soldaten in Krieg und Gefangenschaft erzählt… angesiedelt im Star-Wars-Universum.

Wie der Engländer sagt: You can’t have your cake and eat it too.

(P.S: Außerdem haben wir es hier, wie Lionel Hutz sagen würde, mit dem größten Namensschwindel seit Die Unendliche Geschichte zu tun. Wo zum Teufel sind die versprochenen Ruinen? Klar, das ist hochgradig doppeldeutig und bezieht sich darauf, wie die Menschen innerhalb der Gruppe in ihrer Notsituation mehr und mehr verfallen, aber bei einem Buch das im mexikanischen Dschungel angesiedelt ist, wäre schon mehr drin gewesen als ein langweiliger Hügel mit einem Minenschacht, oder nicht?)

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Brian Keene – The Rising

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Ein Zombiebuch… kind of. Die Sache ist, dass zwar alle Figuren konsequent von Zombies sprechen, das aber nur in der Hinsicht stimmt, dass man es mit wandelnden Leichen zu tun hat. Aber, wie Brian Keene schon im zweiten Kapitel klarstellt, diese Leichen wandeln, weil sie von einer schlechtgelaunten Dämonenrasse besessen sind, die einst vom Schöpfer in ein unangenehmes Paralleluniversum verbannt wurden, ehe ein schiefgelaufenes Wissenschaftsexperiment die Grenzen zwischen den beiden Welten öffnete. (Particle accelerator, represent yo!)

Trotzdem sprechen die Figuren im Buch konsequent von Zombies. Wer schon wegen der Flitzezombies aus dem Remake von Dawn of the Dead Hasspickel bekommen hat, der sollte sich von The Rising fernhalten. Hier wird definitiv nicht die Bibel des frühen Romero gepredigt. Sprechende, Motorräder benutzende, Scharfschützengewehre abfeuernde Untote könnten sonst ein echtes Gesundheitsrisiko darstellen. Wer allerdings akzeptieren kann, dass die Zombies hier keine “echten” Zombies sind, der dürfte mit diesem Buch gut fahren. Denn bedrohliche Gegner geben die hasserfüllten Zombiedämonen schon ab. Besonders nett sind dabei die Szenen mit den besessenen Tieren. Denkende, untote Tiere, die Menschen gezielt in tödliche Fallen locken, sind schon eine durchaus ernst zu nehmende Mannschaft in der Apokalypsen-Bundesliga.

Was Keene hier auf den Tisch legt ist harter Tobak. Keine seiner Figuren – egal welchen Geschlechts, egal welchen Alters, egal welcher Gesinnung – wird in irgendeiner Hinsicht geschont. Und das Buch bietet da schon einige für die Protagonisten arg traumatische Szenen. Eine davon, in der ein kleiner Junge mit einem Jagdgewehr den Kopf seines sterbenden Vaters zerstören soll, damit der nicht in besessener Form zurückkommt, dürfte mir noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben.

Und Keene weiß, dass in einer guten Zombiedämonenapokalypse auch der Mensch des Menschen Wolf zu sein hat. In The Rising wird das Menschenwolfrudel repräsentiert von Truppen der Nationalgarde, die nach dem Zusammenbruch der amerikanischen Regierung (beschrieben wird in einer sehr schönen Szene wie der zombifizierte US-Präsident seinen Pressesprecher während einer “Mission Accomplished”-Pressekonferenz zerfleischt) festgestellt hat, dass sich das bewährte afghanische Warlord-System auch prima im postapokalyptischen Amerika machen würde. Man denke an die verkommenen Soldaten aus 28 Days Later und drehe die Lautstärke dann auf 11. Frauen werden zur Prostitution gezwungen, Männer werden zwangsausgehoben um Abwehrmaßnahmen gegen die Untoten zu errichten (oder herauszufinden, ob eine Region zombiefrei ist) und wer ein Problem mit dieser Form der sehr direkten Demokratie maoistischer Machart hat, der wird gekreuzigt, auf dass die Untoten ihn bei lebendigem Leibe zerfleischen mögen. Schöne neue Menschenwelt.

Mit The Rising und den Conqueror Worms schreibt sich Brian Keene für mich gerade in die erste Liga der modernen Horror-Autoren. Seine Geschichten haben fast keinen Leerlauf, er ist schonungslos im Umgang mit seinen – gut ausgearbeiteten – Figuren und ich mag diesen brutalen, zynischen, lovecraft’schen Nihilismus, den Keene in seinem Universum an den Tag legt. Mal schauen ob er das Niveau in City of the Dead und Dead Sea gehalten hat.

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Jim Butcher – Storm Front

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Der erste Band der Dresden Files ist solide Zugfahrtsunterhaltung. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Das Hauptproblem dabei ist, dass es im Bereich “urbaner Magier in der Neuzeit” eben schon einen Platzhirsch gibt. Auf dem Genrethron hat sich halt John Constantine, der Hellblazer festgesetzt. Und an dessen spannendsten Abenteuern muss sich nun einmal auch Harry Dresden, freischaffender Magier der nebenbei übernatürliche Fälle für das Police Department Chicagos löst, messen lassen.

Auffällig ist, wie unausgewogen das Buch an vielen Stellen erscheint. Wie unsicher es teilweise zwischen klamaukig albern (pizzaliebende Feen) und bierernst düster (grausamer Dämon) hin- und herschwankt. Auch mit der Figur des Harry Dresden werde ich nicht so richtig warm. Diese Mischung aus tolpatschig, charmant, schüchternem Goofball und eiskaltem Magieprofi der schon alles gesehen hat, wirkt irgendwie unausgegoren. Was auch für die Art gilt, wie Harry Dresden Magie anwendet: Meist ist Magie ein hochkomplexes Ding, das lange Vorbereitung und ausführliche Rituale erfordert um zu wirken, aber in den gefährlichen Situationen hat Dresden – Deus Ex! – immer die richtige Phrase in Schweinslatein zur Hand um doch unbeschadet davonzukommen. Dazu kommt, dass Butcher für die Erschaffung seiner Welt gerne und großzügig zu Versatzstücken greift, die schon zuvor oft genug verwendet wurden. Altkluger, sarkastischer Totenkopf? Wie originell.

Aber, wie gesagt, als Zuglektüre eignet sich Storm Front schon. Das Buch ist nicht langweilig, sondern oft sogar ziemlich kurzweilig. Und dabei ist es simpel genug gehalten, sprachlich und inhaltlich, um auch bei einem gewissen Lärmpegel gelesen werden zu können, ohne dass man alle paar Seiten neu ansetzen muss, weil ein Übermaß an Konzentration nötig wäre um dem Plot zu folgen. Mich persönlich haben aber schlicht der stellenweise einsetzende Slapstick, der gern und oft getätigte Rückgriff auf Genreklischees und die unscharfe Charakterisierung von Harry Dresden daran gehindert, mich wirklich auf das Buch einzulassen.

Ich möchte nicht sagen, dass ich kein weiteres Buch der Dresden Files lesen werde. Aber bevor ich Harry Dresden wieder auf meinen Lesestapel lasse, werde ich mein Bedürfnis nach Geschichten über großstädtische Magier wohl dadurch befriedigen, dass ich erstmal die Lücken in meiner Hellblazer-Sammlung schließe.

Die, Welle, Die!

Wednesday, March 12th, 2008

Das hier neulich schon als erschreckend mau enttarnte Remake von Die Welle läuft ja jetzt seit ein paar Tagen auch ganz offiziell in Deutschlands Kinotheken. Und darf, wie das bei deutschen Produktionen mit Message™ halt so ist, auch einmal die große Nachrichtenehrenrunde drehen. Was sowas ähnliches ist wie Werbung, nur besser, weil der Verleih dafür nichts bezahlen muss.

Und irgendwer der in Verbindung mit dem Film steht, scheint seine Freude daran gefunden haben Werbung für lau unterzubringen. Kurzer Schwenk: Im Film gibt es diese eine Szene, in der die Schüler so richtig abdrehen und sich entschließen die Präsenz ihrer Gruppe (Die Welle, duh!) in der Stadt in der das ganze Brimborium spielt mal so richtig bekannt zu machen. Sie ziehen also los und pappen “Die Welle”-Sticker an Autos, Wände, Scheiben, Hinterköpfe und alles was nicht bei drei klebstoffabweisend ist. Und nebenbei beginnen sie alle fünf Meter irgend ein Gebäude mit ihrem Logo zu taggen. Die Kernaussage der Szene: Oha! Das gerät alles ein wenig außer Kontrolle! Die Gruppe beginnt ihre Präsenz in der Stadt klar zu machen, ein wenig so wie die Nazis damals, als aus allen Fenstern Hakenkreuzflaggen hingen. Und der durchschnittliche Zuschauer beginnt zu erahnen: “Faschismus ist irgendwie nicht so toll.” Selbst zeitgemäßer Faschismus nicht.

Tja, der durchschnittliche Zuschauer. Bei irgendeinem Werbehansel hat die Aktion derweil scheinbar zu einer ganz anderen Idee geführt: Mein Gott, wäre das nicht eine geradezu kongeniale virale Marketingkampagne? Die Leute würden alle paar Meter das Logo des Films sehen und sich fragen, was ist das nur? Und dann laufen sie alle ins Kino um den Film zu sehen. Und wir müssten nichtmal viel Geld dafür ausgeben, so als wenn wir – total unhip – ‘ne Plakatwand oder ‘ne Litfaßsäule bezahlen müssten.

Gesagt, tungetan: Und so prangt hier inzwischen in der Innenstadt an jeder Straßenlampe und jeder Regenrinne, an den Briefkästen, an Telefonzellen, an Türgriffen, an den Geländern im Treppenhaus der Uni und hunderten anderen Lokalitäten so ein Sticker auf dem das “Die Welle”-Logo zu finden ist, zusammen mit der Internetadresse für die offizielle Homepage. (Die ich hier nicht verlinke, sonst gewinnen die Terroristen… by the way: Um richtig street zu wirken hättet ihr Spacker eine tinyurl nutzen sollen, dann wirkt es weniger nach Werbekampagne.) Und weil das noch nicht reicht, hat man angefangen Wände und Bürgersteige mit dem selben Logo zu taggen. Erneut inklusive Internetadresse der offiziellen Homepage.

Hey, ich habe erstmal nichts gegen Sticker Art oder gegen Graffiti im allgemeinen, aber ich habe ein echtes Problem damit, wenn hinterher die Allgemeinheit dafür aufkommen darf, die Überreste einer Werbeaktion (und nichts anderes scheint es zu sein… wäre die Internetadresse nicht mitangegeben, ich würde vielleicht von einer Aktion gelangweilter Teens ausgehen, aber so…) zu entfernen, bei der irgendwer dachte, dass sie nicht peinlich, sondern unglaublich urban wirkt und nebenbei noch ‘ne Menge Geld spart. Und ich hoffe, ganz wertkonservativ, dass der Urheber dieser Kampagne gepackt wird und für die Entfernung der Sticker und Graffitis selbst blechen muss. Als Abschreckung: Ich kann nämlich darauf verzichten, dass diese Art der Werbung noch weiter um sich greift.

Anyway: Im Zuge dieser Werbeaktion schafft es Die Welle mir sogar noch einen ganzen Meter unsympathischer zu werden. Schlicht weil ich die Botschaft des Films jetzt nochmal ganz anders auffasse: Faschismus mag für sich genommen echt scheiße sein, aber – hey! – er eignet sich wunderbar für Werbezwecke.

Geile Aussage, deutsches Kino. Danke dafür.

Song Chart Meme

Tuesday, March 11th, 2008

Auch wenn Premiumcontent hier auf Agitpop, Deutschlands größter Tageszeitung, leider wegen einem Übermaß an sonstiger Arbeit rar gesäht ist (wofür ich mich hochnotoffiziell entschuldigen möchte): Das Song Chart Meme ist einfach zu genial um es zu ignorieren. Hier also meine eigenen Versuche Lieder in Form von Diagrammen und ähnlichem Unrat darzustellen:

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Sneak Review: Dan – Mitten im Leben

Wednesday, March 5th, 2008

Steve Carrell verliebt sich in Juliette Binoche, was peinlich wird als sich beim Familientreffen herausstellt, dass sie die neue Freundin von Steve Carrells Filmbruder ist. Amouröse Mißverständnisse und Peinlichkeiten folgen. Teilweise ist Dan – Mitten im Leben richtig gut und sogar richtig lustig, was in erster Linie daran liegt, dass Steve Carrell mit seinem Blick (Marke: “deer in the headlights”) wahnsinnig charmant und die perfekte Besetzung für diese Rolle ist. In zweiter Linie ist der Film aber immer dann, wenn er nicht charmant oder lustig ist, einfach nur eine weitere RomCom, die brav und überraschungsarm alle gesetzlich vorgeschriebenen Genre-Plotpunkte und -Szenen arbeitet. Kein schlechter Film, aber letztlich halt doch bloß noch eine RomCom in einem ganzen Meer an RomComs.

2/5

Die Filmkristallkugel: März ’08 bis Mai ’08

Saturday, March 1st, 2008

Zeit für die erste Filmkristallkugel des neuen Jahres. Dieses Mal mit dem Eisenmann, dem Mann mit Peitsche und Hut und einem als Film getarnten Epilepsieanfall. Wie immer gilt: Das hier sind Gedanken zu Trailern von Filmen die mich interessierten und die in den nächsten drei Monaten in den USA anlaufen sollen. Nicht mehr, nicht weniger. Und Anspruch auf Vollständigkeit erhebe ich natürlich auch nicht.


21

Inspired by a true story. Die einzigen fünf Worte, die noch schlimmer sind als “based on a true story”. Denn in diesem Fall heißt es: Hat mit dem, was mal wirklich passiert ist, gar nichts mehr zu tun. Nicht dass das für den Film schlecht sein muss, aber warum dann mit “verisimilitude” posen? Warum nicht einfach mal sagen: “Inspired by that card counting scene in Rain Man“?

Ist ja auch egal: Eine Gruppe junger, gutaussehender Mathegenies (wie man sich die Brut halt vorstellt) nimmt unter der Aufsicht von Kevin Spacey Casinos in Vegas aus, indem sie Karten zählen und gerät natürlich in arge Schwierigkeiten. Unter anderem mit der asiatisch-amerikanischen Community, weil man fast alle asiatischstämmigen Personen aus dem Sachbuch in europäischstämmige Weiße verwandelt hat. Hey, sorry Jungs, aber die Asienhorrorwelle hat gezeigt, dass für westliche Zuschauer alle Asiaten gleich aussehen. Stellt euch doch zu den Briten, die immernoch jammern, dass ihnen die Amerikaner das Erobern der Enigma-Maschine in U-571 abgesprochen haben. Hollywoodrassismus mal außen vorgelassen: Sieht ganz okay aus.

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88 Minutes

Als ich das Plakat zum ersten Mal sah, dachte ich ja fast, dass Carlito Brigante in Carlito’s Way doch irgendwie überlebt hat und jetzt ein Sequel gedreht wird. Dem ist dankenswerterweise nicht so. Stattdessen hat Al Pacino als zweifelhafter Polizeipsychologe in diesem 110 Minuten langen Film noch 88 Minuten zu leben, zumindest laut einem anonymen Anrufer. Keine Ahnung, ob die 88 Minuten im Film auch exakt 88 Minuten dauern, so wie in Nick of Time und sonderlich neu ist die Idee natürlich auch nicht, aber der Streifen könnte ein schönes Vehikel sein, in dem Al Pacino seine schauspielerische Stärke so richtig zur Geltung bringen kann. Zumindest hoffe ich das.

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10,000 B.C.

Oooooch, Wolfgang Roland Emmerich hat seinen Namen verloren und ist jetzt nur noch “the director of Independence Day und The Day After Tomorrow“. Und jetzt darf er Filme drehen, in denen ein primitiver Wilder mit meerblauen Augen gegen fiese Ägypter kämpfen darf, die schlecht computergenerierte Mammuts zum Pyramidenbau verwenden. Und nebenbei muss er sich noch gegen schlechtcomputergenerierte Säbelzahntiger (die aussehen, als habe man sie direkt aus dem Schlockbuster Sabretooth übernommen) und schlecht computergenerierte Terrorvögel zur Wehr setzen. Auffällig auch, dass man im Trailer jedweder Spur von Dialog aus dem Weg geht. Das sieht alles nicht gut aus, könnte aber durchaus lustig sein. Nur ziemlich sicher nicht lustig im Gegenwert von fast 8 Euro fürs Kino. Da kostet mich der Eintritt am Ende ja mehr, als die Macher für die CGI-Effekte ausgegeben haben…

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The Bank Job

Huuuh, spannend: Ein Film über eines der größten, ungeklärten Verbrechen der britischen Geschichte, angeblich unterfüttert mit streng geheimen Hinweisen eines Informanten über die wirklichen Gründe und Vorgänge rund um den Baker-Street-Bankraub von 1971. Ganz ehrlich: Sieht nach der Welt größtem Knäuel an Seemannsgarn aus, aber was soll’s. Ich mag es, wenn mir jemand ein gutes Garn spinnt. Und ich mag Heist-Filme. Der Trailer verspricht mir ein ziemlich gutes Exemplar der Gattung. Dann noch die Fakten in Betracht gezogen, dass das ein sehr britischer Film sein wird und Jason Statham die Hauptrolle spielt, und schon hat der Film hat mich an der Angel.

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Big Stan

Wow! Eine Komödie die nur darauf basiert, dass Rob Schneider Angst davor hat im Gefängnis in den Arsch gefickt zu werden? Ehrlich, Hollywood? Ehrlich? *sigh* Ich weiß nicht wovor ich mehr Angst habe: Dass Hollywood die Ideen total ausgehen, oder dass sowas rauskommt wenn man neue Ideen sucht. Oh, jetzt weiß ich es: Ich habe die größte Angst davor, dass Rob Schneider weiterhin Filme drehen darf. Wobei: Solange es Pubertierende jeden Alters gibt, wird es auch Filme von und mit Rob Schneider geben. Ich werde mich wohl dran gewöhnen müssen…

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The Chronicles of Narnia: Prince Caspian

Nach den Epigonen kehrt jetzt das Original zurück. Aber ein Frage an die Narnen (Narniesen?): 1300 Jahre später und ihr steckt immer noch im Hochmittelalter fest? Bah. Weckt mich wenn ihr mit richtiger Urbanisierung anfangt und die ersten Mechanismen erfindet oder Magie zu industriellen Zwecken nutzt. Im Ernst, ich würde den Film ja gucken, aber ich bin schon Christ. Die Special Effects und die Landschaftsaufnahmen sehen aber trotzdem verdammt genial aus.

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College Road Trip

Kinder, wie die Zeit vergeht. Raven-Symoné – die man damals in die Cosby Show geholt hat, als Keshia Knight Pulliam zu alt wurde um noch niedlich zu sein – ist inzwischen in ihren Zwanzigern, etwas mopsig und spielt jetzt in unnötigen Disney-Familienkomödien mit Martin Lawrence mit. Dann wiederum: Sind nicht alle Familienkomödien mit Martin Lawrence unnötig? Egal. Ich wollte das auch nur mal kurz festhalten. Weiter im Programm.

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Day of the Dead

Oh. Das Remake von Day of the Dead wird nicht an das Remake von Dawn of the Dead anknüpfen? Schade, denn ich empfand die 2004er Version als einen verdammt guten Zombie-Streifen. Vielleicht den besten seit Romeros Originalversion von Day of the Dead, die ich persönlich ja als heillos unterbewertet empfinde. Der Trailer zu diesem Film überzeugt mich noch nicht: Keine zombieüberlaufene Welt und kein klaustrophobisches Bunkersetting, sondern eine Kleinstadt in der die Zombieapokalypse gerade erst stattfindet? Und dann auch noch sooo viele Teenager. Ich bleibe zwar dabei, wenn man sich an die Grundlagen hält, dann kann man einen Zombiefilm ja fast gar nicht verbocken, aber das hier sieht so gar nicht nach dem aus, was ich mir von diesem Remake erhofft habe.

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Doomsday

Im ersten Moment dachte ich ja, dass das kein Trailer ist, sondern der Nachfolger des Musikvideos zu “Knights of Cydonia von Muse. Also, von wegen: Wieviele Anspielungen auf andere SciFi-Filme kann man hier unterbringen? Aber dem ist wohl nicht so, das meinen die durchaus ernst. (So wie sie’s auch durchaus ernst meinen, dass Rhona Mithra eine Hauptrolle in einem Film spielt der nicht Direct-to-DVD ist.)

Nach einem tödlichen Virusausbruch wurden alle Infizierten von den Engländern in Schottland interniert. (War das nicht so ähnlich schon der Plot von The Red Right Hand?) Damit haben wir schon sowas wie 28 Days Later und einen klaren thematischen Schwenker zu Escape from New York. Der Wagen in dem die Leute dann nach Schottland fahren sieht aus wie aus Aliens, das tribalistische Design und die Straßenkämpfe hat man sich aus Mad Max II: The Road Warrior abgeschaut. Und irgendwas habe ich sicher noch vergessen. Oh ja: Am Ende verwandelt sich der Trailer in einen Autowerbespot.

Und, ganz ehrlich: Ich finde das grandios. Wird das ein guter Film? Nein. Aber das hier hat jedwedes Potential dazu ein guter schlechter Film zu werden. Die Art, die mit Bier und den richtigen Mitguckern richtig Spaß macht. So wie Dead or Alive, Leprechaun IV, Escape from L.A. oder Boa vs Python. Mal gucken wann die DVD erscheint.

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Drillbit Taylor

Wie schon beim Oscar gesagt, schön dass Owen Wilson wieder da ist. Hoffentlich geht’s ihm besser. Ich mag die alte Penisnase ja irgendwie. Und die Grundidee gefällt mir eigentlich auch: Schüler engagieren einen Penner als Bodyguard. Der Trailer wirkt leider nur bemüht lustig, wobei mir die “Hello, fellow teacher”-Szene durchaus gefällt. Werde wohl auf die DVD warten.

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The Forbidden Kingdom

Die erste Zusammenarbeit von Jackie Chan und Jet Li (was sowas ist als wenn Schwarzenegger und Stallone damals in ihrer Glanzzeit zusammen einen Film gedreht hätten) und dazu noch ein bisschen A Chinese Ghost Story. Das verspricht mir großes Kung-Fu-Geschwurbel in tollen Lokalitäten, worauf ich mich wirklich freue. Aber hätte es die Rolle des unerfahrenen Milchbubis aus dem Westen als ahnungslosen Sidekick und Comedy Relief wirklich gebraucht? Davon wie stark die Rolle den Film dominiert, mache ich abhängig wie wahrscheinlich ein Kinobesuch für mich sein wird.

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Harold & Kumar Escape From Guantanamo Bay

Wow! Irgendwas muss im Krieg gegen den Terror so richtig schiefgelaufen sein, wenn das Thema inzwischen nicht nur in Dokus und Filmen wie In the Valley of Elah, Lions for Lambs oder Rendition angekommen ist, sondern sogar schon als Backdrop für neumodischen Cheech-&-Chong-Blödsinn mit unlustigen Trailern missbraucht wird. Vielleicht sollten wir den ganzen Blödsinn einfach abblasen.

Ach ja, das hier sieht nach einer typischen Stonerkomödie aus, die nur Leuten gefallen wird, die prinzipiell alles irre lustig finden, in dem ein Bong vorkommt. Wahrscheinlich nicht im Ansatz so abstrus oder unterhaltsam wie der echte Krieg gegen den Terror. Und zudem noch ein Beweis dafür, dass der “War against Drugs” offensichtlich verloren wurde. Muss nicht.

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Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull

Oh verdammt, Hollywood, warum? Ich hatte ein so schöne “meh”-Einstellung zum vierten Indy entwickelt. Harrison Ford ist alt, der Film kommt zwei Dekaden nach dem letzten Teil raus und es gibt keine Nazis. Das kann ja gar nichts werden. Und dann kommt der Trailer… und… und… und er ist… gar nicht mal so schlimm wie ich vermutet habe. Er ist sogar… fast schon… er ist… okay, er… ach verdammt, der Trailer ist gut und macht mir Lust auf den Film. Den jugendlichen Sidekick bräuchte ich nicht, aber Harrison Ford als Indy macht den gewohnt lakonischen Eindruck, die CGIs sehen gar nicht mal so schlimm aus, die Action scheint handfest zu sein und die fiese Russenbitch könnte als Gegner vielleicht sogar Naziniveau erreichen. Naaaa toll. Jetzt freue ich mich doch richtig auf den Film. Wahrscheinlich nur damit mir Lucas und Spielberg einmal mehr das Herz rausreißen können (um es dann Khali-Ma zu opfern). Wirklich Jungs, enttäuscht mich dieses Mal bitte nicht. Okay?

Bizarr allerdings die Änderungen, die man via CGI am amerikanischen Trailer vorgenommen hat. Da hat man die MGs der Wachen wegretuschiert (für Spielberg nichts Neues), dafür aber zeitgleich – feel the pathos! – eine amerikanische Flagge in eine Szene reingesetzt. Ganz ehrlich, was soll denn der Blödsinn? Den flaggenfreien, bewaffneten Trailer kann man hier angucken.

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Iron Man

Oh, F*@% Yeah! Iron Man: In den Händen eines fähigen Autors einer der besten Zweitligaspieler des Marvel Universums. Einfach weil hier das Alter Ego um einiges interessanter ist als bei den meisten anderen Superhelden. Klar, den Milliardär als Superheld gibt es schon in Bruce Wayne, aber der ist kein alkoholkranker, zynischer Waffenfabrikant mit ‘nem Herzschrittmacher. Und den Part scheint Robert Downey, Jr. (gutes Casting!) hier verdammt überzeugend zu geben. Könnte endlich mal ein Superheldenfilm werden, bei dem mich die Origin nicht langweilt, weil ich schon aus den Comics weiß, was alles passieren wird.

Und sie haben sogar die alte Iron-Man-Rüstung aus seinem ersten Auftritt im Jahre 1963 in den Film eingebaut. Sehr cool. Bonuscool: Samuel L. Jackson spielt Nick Fury (Agent of S.H.I.E.L.D.), nachdem ihn Mark Millar in The Ultimates schon seit einiger Zeit so zeichnen ließ, als wäre er Samuel L. Jackson. Ich mag ihn zwar in der einäugigen Weißbrotversion lieber, aber trotzdem: Nick Fury. Nifty. Der Trailer sieht in jeder Hinsicht so aus, als wenn das hier einer der besten Superheldenfilme werden könnte, seitdem die Superheldenfilmwelle begonnen hat. Ich freu mich drauf.

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Kiss the Bride

Bevor ihr den selben Fehler macht wie ich und euch den Trailer anguckt (inklusive einer Szene wo ein Kerl auf dem Klo zwei andere Typen in einer kompromittierenden Stellung erwischt und glaubt sie wären schwul… oh the fun never ends in Hollywood, does it?): Hier ist was die Wiki zu dem Film zu sagen hat.

Kiss the Bride is an upcoming romantic comedy, directed by C. Jay Cox, scheduled for a limited release in April 2008. It stars Tori Spelling

Danke, reicht schon. Next!

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Leatherheads

George Clooney schreibt, produziert, regieführt und hauptrollt eine romantische Sportkomödie, die im American-Football-Milieu der 1920er spielt. Verdammt noch eins, irgendwie wird sich Georgeboy diesen Regieoscar schon noch holen, und wenn es das letzte ist was er tut. Der Trailer ist derweil ein seltener Erfolg: Der Romanzenteil wirkt charmant, der Komödienteil wirkt amüsant und die Sportszenen sehen gut gefilmt aus. Und obwohl ich Michael Clayton eher mäßig fand, vertraue ich Mr. Clooneys Fähigkeit gute Filme zu machen auch weiterhin. Werde ich mir wohl im Kino angucken.

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The Midnight Meat Train

Basierend auf einer Kurzgeschichte von Clive Barker, umgesetzt von Ryuhei Kitamura. Photograph gegen Serienkiller in der U-Bahn. Sieht rostig, blutig, klaustrophobisch und nicht unspannend aus. Und ich freue mich ja über jeden Horrorfilm, der nicht dem Genre “Asiageisterhorrorremake” angehört. Vielversprechend.

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Prom Night

Ich frage mich ja, wie Hollywood immer auf diese verwegenen Ideen kommt. Also Ideen wie: “Hey, erinnert ihr euch noch an diesen 1980er Horrorfilm mit Jamie Lee Curtis und Leslie Nielsen? Warum drehen wir den nicht nochmal.” Alle üblichen Slasherfilmzutaten sind vorhanden: Gutaussehende, aber hohle Teenager und ein Slasher. Was ich am Trailer mag, ist dass er fast bis zur Hälfte so wirkt, als wäre das hier ein regulärer Collegefilm. Was ich am Trailer nicht mag, dass er mir einen verflixt überraschungsarmen und blutleeren Streifen verspricht. Was auch daran liegen könnte, dass der Film es geschafft hat sich für ein PG-13 Rating zu qualifizieren. PG-13 für einen Slasherfilm? Ganz im Ernst Hollywood, wie kommst du immer auf diese verwegenen Ideen? Man kann ja über die Achtziger sagen was man will, aber zumindest hat man damals mit Horrorfilmen im Kino noch nicht explizit Kinder anlocken wollen…

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Repo! The Genetic Opera

Eine Firma stellt künstliche Organe her und holt sie sich dann – gewaltsam – von den Kunden wieder, die nicht bezahlen können? Klingt nach einem SciFi-Film den es prinzipiell schon mal gab, der aber durchaus unterhaltsam sein könnte. Sogar damit, dass es ein Musical ist, könnte ich mich vielleicht – trotz meiner musicalophoben Grundhaltung – arrangieren. Hat ja bei Sweeney Todd auch geklappt. Aber ein Düsterrockmusical? Hey, ich bin ja musikalisch sehr tolerant: Aber dieses hochnotschrille Tarja-Trullala krazt bei mir doch meist schon in der Mitte eines einzigen Liedes an den Nerven. Wie soll ich sowas dann erst einen ganzen Film durchhalten? Könnte aber den Freunden dunkelbunter Musik und fetter Clownsschminke im Gesicht vielleicht interessant erscheinen.

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The Ruins

Ein Horrorfilm der von der Machart her ein wenig aussieht wie The Descent mit einer Aztekenpyramide. Basierend auf einem Buch das ich noch nicht gelesen, von dem ich aber bisher nur Gutes gehört habe. Der Teaser verrät mir fast nichts über den Film, macht mir aber trotzdem Lust darauf den Film zu sehen. A jorb well done.

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Der Rote Baron

Und wieder einmal beweisen wir Deutschen, dass wir nicht gewillt sind aus der Geschichte zu lernen. Hey, ich mag fast alles was mit dem Luftkampf im Ersten Weltkrieg zu tun hatte. Ich hab’ das Spiel gespielt, ich hab den Corman-Film gesehen, ich kenne sogar die Blackadder-Episode.

Und ganz ehrlich: Die Luftkampfszenen im Trailer sehen sehr opulent aus, der unfähige Kaiser Krüppelfinger hat einen Gastauftritt, was kann da schief gehen? Oh ja! Wir haben die grandioooose Idee einen Kriegsfilm mit einer Romanze zu kombinieren. Weil die Genres Kriegsfilm und Romanze ganz natürlich zusammenpassen. Das hat sich ja historisch in Hollywood bewehrt. Und dann betont der Regieschnösel auch noch, dass er gar keine Lust auf eine historisch korrekte Umsetzung hat und sich auf das konzentriert, was das Publikum heute so interessiert.

Wer aus der Geschichte nichts lernt, der ist verdammt sie zu wiederholen. Ich habe aus Pearl Harbor gelernt und werde passen.

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Semi-Pro

Will Ferrell. In einem Sportfilm. Wieder mal. Dieses Mal in den Siebzigern. Als Basketballspieler und -coach. Mit einem Whitefro. Will Ferrell ist der Teil des Frat Packs, der mir eigentlich am egalsten ist und genau so sieht diese Komödie auch wieder aus: Egal. Könnte sicher 90 Minuten füllen, wenn gerade nichts anderes in der Glotze läuft, sieht aber auch nicht nach etwas aus, dass ich im Kino oder auch nur auf DVD frequentieren muss. Zumindest ein guter Soundtrack sollte dabei rauskommen. Immerhin.

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Sex and the City: The Movie

Uh, uh, uh! Endlich! Der Sex and the City-Film! Und Carrie wird Mr. Big heiraten und… oh Moment. Das ist Sex and the City, eine Serie von der ich nicht eine Folge gesehen habe, weswegen mir auch der Film schnurzpiepegal ist. Mein Fehler.

Aber wo ich eh schon aufgeregt bin: Das hier ist der Teaser, der eigentlich gar nichts zeigt und mich trotzdem wie ein kleines Schulmädchen in Vorfreude auf einen Film verfallen lässt, der erst in einem Jahr rauskommt. Und das, obwohl ich mich von dem Franchise losgesagt hatte. Curse you, J.J. Abrams.

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Shine a Light

Martin Scorsese dreht einen Film über eine Gruppe Rentner, die sich beweisen wollen, dass sie noch einmal einen Konzertsaal rocken können. Beeindruckend ist hier besonders das Make-Up, auch wenn man vielleicht ein bisschen dick aufgetragen hat. So steinalt sieht doch kein echter Mensch au… was? Oh! Das ist ein Konzertfilm über die Rolling Stones. Uh, verdammt ist Mick Jagger alt geworden. Besonders wenn man die reingeschnittenen Interviewsequenzen aus den Sechzigern sieht. Vom Rest der Kapelle mal ganz zu schweigen. Wird Keith Richards eigentlich noch legal als Mensch klassifiziert? Und würde irgendjemand den Unterschied bemerken, sollte er sich spontan in einen Zombie verwandeln?

Ich schweife arg ab: Musikalisch sind die Stones nicht unter meinen Lieblingskapellen verzeichnet, aber es ist auch nicht so, dass ich aktiv etwas gegen ihre Musik hätte. “Sympathy for the Devil” ist sogar ein verdammt feines Stück. Und Scorsese mag ich auch. Gut möglich, dass ich mir das hier angucke. Hey, sieben Euro für’s Kino ist immer noch einen guten Meter billiger als ein paarhundert Ecu für ein Konzertticket.

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Shutter

Sagt bescheid, wenn euch hier irgendwas bekannt vorkommt: Amerikanisches Remake von asiatischem Geisterhorror. Ist nötig weil der durchschnittliche westliche Zuschauer die verschiedenen asiatischen Darsteller nicht unterscheiden kann. Heute: Ein thailändischer Film in dem es um Geisterphotographie geht. Wie bei allen Filmen aus dieser Welle halte ich das mal für dezidiert unnötig und warte weiter auf den Moment, wenn sie endlich bricht und zurückrollt. Bis dahin werde ich solche Filme wie Shutter mal geziemt ignorieren.

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Sleepwalking

Der Trailer verspricht ein dick besetztes “Lebe dein Leben!”-Melodram, unterlegt mit bedeutungsschwangerer Musik und angekündigt von der ernsten, einfühlsamen “relevanter Film”-Stimme. Vermutlich nicht schlecht, aber einfach nicht mein Genre.

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Speed Racer

Oh hey, die Wachowskis sind zurück. Von Hollywoods Wunderknaben zu den meistgehassten Kindern in Tinseltown innerhalb von zwei Filmen. Nicht schlecht. Jetzt trauen sie sich an Speed Racer und bringen ihre alte Affinität für Computereffekte mit. Da ich die Animeserie nie wirklich aktiv verfolgt habe, werde ich hier einfach nur den Trailer kommentieren. Und, wow, der ist sicher… schnell und bunt. Erinnert mich irgendwie an Extreme G fürs N64, damals.

Aber das ist in diesem Fall nichts Schlechts: Denn das Bunt im Trailer sieht nach einem sehr stylishen Bubblegum-Bunt aus, und mit der Art Direction kann ich mich sogar anfreuden. Falls sie keinen epileptischen Anfall bei mir auslöst. Das sieht auf eine große, irrsinnige Art und Weise verdammt schick und ziemlich unterhaltsam aus. Speedlines in einem Realfilm? Warum denn nicht. Und: Anders als bei The Matrix wird von den Wachowskikowskys hier nicht erwartet, dass sie das größte philosophische Werk herausbringen, seit Hegel damals Kant in der siebten Runde auf die Bretter schickte. Simple Unterhaltung reicht hier schon. Das könnte ihnen gelingen. Und falls nicht. Eine alternative Realversion der Materie gibt es ja schon.

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Stop-Loss

Wenn selbst MTV inzwische sozialkritische Filme über den Irakkrieg dreht, dann darf man den Konflikt im Zweistromland vielleicht so langsam wirklich als massiven Fehlschlag und das Vietnam unserer Generation bezeichnen. (Wobei der zumindest billiger war.) Hier wird die stop-loss policy der US Army thematisiert und ganz im ernst, nach dem etwas fragwürdigen Start (Irak-Action unterlegt mit “Bodies” von Drowning Pool) sieht das doch ziemlich brauchbar aus. Scheint thematisch in Richtung Deer Hunter zu gehen und sich mit den Problemen an der Heimatfront zu beschäftigen. Kimberly Peirce hat jedenfalls mit ihrem letzten Film Boys Don’t Cry (sic: die Dame hat keinen anderen Film gedreht in den letzten neun Jahren) bewiesen, dass sie emotionale Themen einfühlsam auf die Leinwand bringen kann. Sieht vielversprechend aus.

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Street Kings

Forest Whittaker, Hugh Laurie und die Mundwinkellähmung von Keanu Reeves in einem Cops-versus-Gangstaz-Streifen, der im Trailer ganz ordentlich einen auf dicke Hose macht. Eigentlich macht der Trailer ein bisschen zu bemüht einen auf “bad ass”, was mich normalerweise abschreckt. Aber das Kreativteam hinter dem Streifen kann sich sehen lassen. James Ellroy hat einen Haufen verdammt dreckiger, aber keineswegs schlechter Romane verfasst und David Ayer hat Training Day geschrieben (dann wiederum: S.W.A.T. stammt auch aus seiner Feder). Könnte also durchaus mehr werden als hohles Actiongeschleime (nicht dass damit irgendwas verkehrt wäre). Stilistisch macht der Trailer auf jeden Fall so einiges her.

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Superhero Movie

Gut, es war wohl beim noch immer anhaltenden Superheldenfilmwahnsinn und dem ebenfalls immer noch anhaltenden Filmparodienparodiewahnsinn nur eine Frage der Zeit bis eine Superheldelfilmwahnsinnsparodie in die Kinos kommt. Das Gute daran: Die Parodie wird nicht von den Verbrechern gedreht, die hinter Epic Movie oder Meet the Spartans stecken, sondern von David Zucker, Robert K. Weiss und Craig Mazin. Das spricht zwar immer noch nicht für einen guten, aber zumindest für einen nicht unerträglichen Film. Zucker, Weiss und Mazin haben sich eine Komfortzone geschaffen, die sie nicht verlassen und in der sie nichts riskieren: Die Körperfunktionswitze und die sexuelle Innuendo nicht überhand nehmen, irgendwo Leslie Nielsen auftauchen und ansonsten immer fröhlich Menschen gegen Gegenstände laufen lassen, denn Physical Comedy geht immer. Hey, die Nagelpistolenszene hat mich zum Schmunzeln gebracht. Schön dass ihr was gefunden habt, dass euch glücklich macht, Leute…

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What Happens in Vegas…

Haha! Dieses Mal habe ich den Wikitext gelesen bevor ich den Trailer angeguckt habe:

What Happens in Vegas… is a 2008 comedy film from 20th Century Fox starring Cameron Diaz and Ashton Kutcher.

Danke, reicht schon. Next! … Der Fairness halber: Ich habe mir den Trailer trotzdem angeschaut. Sieht als Ehekriegskomödie gar nicht mal so unlustig aus, wie ich im ersten Moment vermutet hätte. Könnte trotz sogar ganz unterhaltsam sein, wenn man einen Film ertragen kann der nicht nur Cameron Diaz sondern eben auch noch Ashton Kutcher in der Hauptrolle hat. Okay, wenn ich es recht überlege muss das hier der lustigste Film aller Zeiten werden um das diabolische Duo zu rechtfertigen.


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